Ölpreise im Aufwärtstrend – US-Rohölbestände sinken, Nachfrage steigt

Heizoelpreise steigen 050417

Unabhängig der Produktionszunahme von Rohöl in Libyen, bleiben die Öl-Preise am Dienstag stabil. Meldungen über sinkendende Bestände von Rohöl sowie von Benzin & Diesel in den USA verhindern das Absinken des Preisniveaus. Prognosen gehen saisonbedingt von einem Preisanstieg im aktuellen Quartal aus.

Ölpreisentwicklung

Nachdem die Preisanstiege der vergangenen Woche zum Wochenstart wieder abgeschwächt sind, zeichnete sich auch am Dienstag kein neuer Trend ab. Die Preise bleiben auf stabilem Niveau.

Gestern Abend wurden die aktuellen Bestände von Rohöl und Raffinerie-Produkten im US-Markt bekannt gegeben.  Die im API-Bericht veröffentlichten Zahlen verzeichnen einen deutlichen Abbau der Bestände von Rohöl und den wichtigsten Raffinerie-Produkten Benzin und Diesel. Um ein umfassendes Bild zu erhalten, bleibt der heutige DOE-Bericht abzuwarten. DOE erfasst nicht nur die Bestände, sondern gibt auch über Im- und Exporte und die Nachfrage von Rohöl und Raffinerie-Produkten Auskunft. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die neuen Zahlen auf die Produktionsmengen des US-Markts und somit auf den Ölpreis in den nächsten Tagen haben.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert am Mittwochmorgen bei 54,26 US-Dollar. Der Schlusspreis von Montag lag bei 54,17 US-Dollar und war gegenüber dem Startpreis am Dienstag leicht gestiegen (53,21 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 479,25 US-Dollar für die Lieferung im Mai und liegt damit leicht über dem Schlusspreis von Montag (479,00 US-Dollar).

US-Markt bleibt im Fokus

Für den US-Markt werden schon vor der Bekanntgabe des DOE-Berichts erhebliche Nachfragesteigerungen erwartet. Auf Basis der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre, ist von einer saisonbedingten Belebung der US-Wirtschaft im aktuellen Quartal auszugehen. Die winterbedingte schwächere Nachfrage nach Benzin und Diesel könnte also beendet sein. Nachdem die meisten Raffinerie-Anlagen in den vergangenen Wochen ihre saisonbedingten Wartungsarbeiten beendet hatten und die Produktionskapazitäten nun täglich wieder ansteigen, könnten die US-Rohölbestände weiter unter Druck geraten.

Preisanstieg mittelfristig möglich

Auch wenn die Nachfragesituation am US-Markt kurzfristig durchschaubar ist, sind sich Experten an den Märkten uneinig über die globale Nachfragesituation im aktuellen Jahr. Konkrete Prognosen zu erheben ist unter Beachtung der vielen politischen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren schwierig. Die optimistischste Annahme geht von einer für die Sommer-und Frühlingsmonate typischen Nachfragesteigerung für das aktuelle und das 3. Quartal des Jahres 2017 aus. Ein Hauptgrund ist der stabile niedrige Ölpreis, der eine Bedarfssteigerung begünstigen könnte. Die Erwartung der Verlängerung des OPEC-Deals über die erste Jahreshälfte hinaus und somit eine weitergeführte künstliche Verknappung der Rohöl-Bestände, könnten die Öl-Preise bei gleichzeitiger Bedarfssteigerung deutlich ansteigen lassen. Wie auch in den vergangenen Tagen bereits betont, bleibt der OPEC-Gipfel Ende Mai abzuwarten.

Entwicklung Eurokurs

Am Mittwochmorgen startete der Eurokus mit 1,0676 US-Dollar in den Handelstag. Am Vortag schloss er mit 1,0678 US-Dollar und hat sich damit im Vergleich zu gestern nicht wesentlich bewegt. Die Europäische Zentralbank legte am Dienstag den Referenzpreis bei 1,0651 US-Dollar, leicht unter dem Referenzpreis von Montag (1,0661 US-Dollar) fest.

Auch am Mittwoch setzt sich der stabile Trend des Euro fort und es konnten keine impulsgebenden Meldungen verzeichnet werden. Für den heutigen Handelstag könnten Meldungen über den US-Arbeitsmarkt und Stimmungsdaten von Dienstleistungsunternehmen in der Eurozone einen Einfluss haben.

Heizölpreisentwicklung

Entsprechend der Meldungen aus den USA, haben Heizölpreise einen leichten Anstieg zu verzeichnen, dennoch kann von einem stabilen Preisniveau gesprochen werden. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 58,94 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 57,66 Cent.

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich für die Heizöllieferung zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen – ganz gleich, wie diese aussehen.

Auch wenn die Witterung mild ist, so ist es doch wirtschaftlich sinnvoll, den Heizölvorrat jetzt aufzufüllen, bevor die Nachfrage wieder steigt und damit auch die Preise nach oben schnellen können. Auch sollten der Eurokurs sowie die Zahlen des Ölproduzenten USA nicht vergessen werden.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie der Heizöl-Ratenzahlung oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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