Ölpreise im leichten Aufwärtstrend

30. März 2017

Heizölpreise steigen 300317

Lage in Libyen weiterhin angespannt. OPEC wird vermutlich die Kürzungen intensivieren. Eurokurs tritt auf der Stelle.

Ölpreisentwicklung

Von Seiten der OPEC ist zu vernehmen, dass die momentanen Förderkürzungen in naher Zukunft aufrechterhalten und darüber hinaus sogar noch verstärkt werden könnten. Deshalb wird die im Mai in Wien stattfindende Sitzung der OPEC weiterhin mit Spannung erwartet. Dort wird diskutiert, ob die Förderkürzungen über die zweite Jahreshälfte hinaus verfolgt werden.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 52,53 US-Dollar in den Tag, mit einem Plus von 0,11 US-Dollar zum Schluss Mittwoch (52,42 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im April aktuell bei 466,5 US-Dollar. Der Schlusskurs lag am Mittwoch bei 463,75 US-Dollar.

Beim OPEC-Mitglied Libyen bleibt die Lage nach wie vor unsicher. Wichtige Ölfelder sind durch Milizen besetzt, was einen Rückgang der Ölproduktion nach sich zieht. Aktuell ist zu vernehmen, dass sich dieser Zustand kurzfristig nicht ändern wird. Dem OPEC-Kartell könnten diese Umstände nicht unrecht sein, wirkt sich der Rückgang der Ölförderung doch auf die Gesamtdrosselung der OPEC aus.

Schon des Öfteren hatte Saudi-Arabien jene Länder, die am Kürzungsabkommen beteiligt sind, dazu aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen und deutlich gemacht, dass Abweichungen davon langfristig nicht geduldet würden. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) beabsichtigen, die Kürzungen der Produktionsmengen zu verstärken, konnten jedoch mit 87.000 B/T ihrer Zusage nicht entsprechend nachkommen.

Die Vorräte an Rohöl im US-Markt sind laut DOE etwas gestiegen, was zuvor bereits durch den API-Bericht avisiert wurde. Aus dem DOE-Bericht geht hervor, dass der Rohölimport gestiegen ist, während die Nachfrage nach Benzin oder Destillaten (Diesel und Heizöl) auf dem amerikanischen Markt gesunken ist. Nach wie vor nimmt die US-Ölproduktion zu. Mit einer Förderung von ca. 9,15 Mio. B/T kommt dies einer Steigerung von 18.000 B/T gleich. 

Entwicklung Eurokurs

Der Euro startet am Donnerstag mit einer Notierung von 1,0768 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Mittwoch Abend (1,0748 US-Dollar).

Großbritannien hatte am gestrigen Mittwoch offiziell seinen Austritt aus der Eurozone bei der Europäischen Union eingereicht. Die dadurch entstehende Unsicherheit beim Ausgang des Antrages haben das Britische Pfund verlieren lassen. Die weitere Entwicklung dürfte abhängig sein von den Ergebnissen der Verhandlungen. Die britische Notenbank steht daher vor einer grundsätzlichen Herausforderung. Einerseits eine Geldpolitik zu betreiben, die das Pfund stärkt, andererseits eine Geldpolitik anzuwenden, die die Konjunktur unterstützt.

Heizölpreisentwicklung

Die Ölpreise haben heute Morgen erneut etwas nachgegeben. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt rund 57 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch waren es zur gleichen Zeit 56,29 Cent pro Liter.

Auch wenn die Witterung derzeit recht mild ist und vollkommen unklar ist, wie sich die Preise in 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu handeln und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.