Ölpreise kaum bewegt – Warten auf OPEC-Zahlen

Heizoelpreis steigt 10217

Kurz vor dem Wochenende zeigen sich die Ölpreise heute Morgen weiterhin stabil. Der Markt scheint abzuwarten, welche Zahlen zu umgesetzten Förderquotensenkungen die OPEC am Montag in ihrem Monatsbericht für Januar liefert.

Ölpreisentwicklung

Gestern gab es kaum Impulse, die einen nennenswerten Effekt auf die Kursbewegungen hätten haben können. Das spiegelt sich heute Morgen in konstanten Ölpreisen wider. Am Montag könnte sich zeigen, ob die OPEC-Bemühungen zu Förderquotensenkungen von Erfolg gekrönt sind. Dann veröffentlicht das Kartell seinen Monatsbericht für Januar, der die eigenen Erfolgsmeldungen mit harten Zahlen belegen könnte.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt heute Morgen bei 55,65 US-Dollar, nah am Schlusspreis von Donnerstag mit 55,63 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 491,00 US-Dollar. Der Schlusspreis lag am Donnerstag bei 490,75 US-Dollar und damit ebenfalls praktisch gleichauf mit dem Mittwochs-Wert (490,50 US-Dollar).

Nachdem die Wochenmitte von fallenden Ölpreisen aufgrund überraschend enormer Bestandsaufbauten an US-Rohöl bestimmt gewesen war, geht es zum Wochenende hin ruhiger zu. Es gab kaum Neuigkeiten, die einen sichtbaren Einfluss auf die Kurse gehabt haben könnten.

Am kommenden Montag könnte sich dies ändern, wenn die OPEC ihren Monatsbericht Januar veröffentlicht. Hierin wird sich anhand eindeutiger Zahlen zeigen, ob die Erfolgsmeldungen des Kartells zu hohen Förderquotensenkungen stimmen. Die OPEC hatte im Vorfeld mehrfach versichert, dass die Quotensenkungen der wichtigsten Mitgliedsstaaten zu mindestens 80 Prozent erfüllt worden seien.

Dies wird als Erfolg gewertet, da ähnliche Bemühungen in der Vergangenheit meist mit Werten um die 30 Prozent eher mager ausfielen. Sollten sich die 80 Prozent bewahrheiten, heißt dies jedoch längst nicht, dass die Ölpreise signifikant und vor allem längerfristig steigen. Denn die aktuelle Nachrichtenlage ist mehr als widersprüchlich:

Die US-Ölindustrie hat sich inzwischen als klares Gegengewicht zu den OPEC-Bemühungen herauskristallisiert und ist so aktiv wie kaum jemals zuvor. Das belegen nicht nur die wöchentlichen Zahlen zu US-Ölbeständen von API und DOE, auch die Investitionstätigkeiten der größten US-Ölunternehmen sollen 2017 sichtbar steigen.

Gleichzeitig wollen Libyen, Nigeria und Iran ihre Ölförderung steigern. Auch werden Stimmen laut, die eine Verlängerung der OPEC-Bemühungen über den Juni hinaus verlangen. Das Kartell hatte bisher keinen Grund gesehen, die Senkungen auch nach der Jahreshalbzeit fortzuführen, scheint aber inzwischen selbst den eigenen Kurs korrigieren zu wollen.

Ein wichtiger Faktor in der globalen Ölpreisentwicklung ist zudem die Veränderung der Nachfrage. Sobald die Ölpreise steigen, könnte diese sinken, was wiederum zu Preisnachlässen führen könnte.

Die Meldung, dass die chinesische Nachfrage bisher an das starke Jahr 2016 anknüpft, ist in diesem Umfeld recht wichtig. China ist ein großer Abnehmer von Öl und damit auch ein Seismograph für die Entwicklung auf dem Weltmarkt.

Das Öljahr 2017 stand bisher unter einem großen und andauernden Fragezeichen und der Beginn der kommenden Woche könnte zumindest einige Faktoren und Prognosen mit einem Punkt oder Ausrufezeichen versehen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass auch der OPEC-Bericht nur auf den Januar fokussieren wird und damit nur 1/12 des Jahres abbildet. Definitive Antworten, aus denen sich eine eindeutige Kursrichtung für den Rest von 2017 ablesen lässt, wird es also auch hier nicht geben.

Entwicklung Eurokurs

Auch der Euro zeigt sich aktuell auf einem recht stabilen Niveau und notiert zum Tagesstart bei 1,0642 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzpreis für Donnerstag auf 1,0692 US-Dollar, und damit leicht über dem Mittwochspreis, festgesetzt.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Trump gesagt, demnächst „Phänomenales zum Thema Steuern“ zu verkünden. Experten interpretieren dies als Steuersenkungen, die Trump im Wahlkampf versprochen hatte. Dieses Statement gab dem Dollar Schwung und setzte so den Euro leicht unter Druck.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher profitieren heute Morgen von der Ruhe an den Märkten und damit von stabilen Heizölpreisen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 60,31 Cent pro Liter Heizöl und damit etwas mehr als am Donnerstag (60,20 Cent).

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das stabile Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Mit einem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Denn langfristig deutlich fallende Preise sind zumindest aus jetziger Sicht weiterhin unwahrscheinlich.

Da das Wetter momentan sehr wechselhaft ist, sollten unsere Kunden zusätzlich bedenken, dass die Nachfrage recht hoch ist und begehrte Liefertermine schnell vergriffen sind. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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