Ölpreise nach weiteren Verlusten wieder gestiegen – API-Daten überraschen

Heizölpreise steigen 150317

Auch wenn die Ölpreise im Endeffekt heute Morgen wieder gestiegen sind, ließen sie im gestrigen Tagesverlauf weiter nach. Grund dafür war der OPEC-Monatsbericht. Überraschende US-Öl-Bestandsabbauten laut API-Bericht bremsten die Abwärtsbewegung aus.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise notieren heute Morgen fester. Hinter den höheren Werten steht jedoch ein bewegter Kursverlauf. Zunächst gaben die Preise gestern deutlich nach, als der OPEC-Monatsbericht bestätigte, was viele Analysten bereits angenommen haben: Trotz Förderkürzungen konnten die globalen Ölbestände nicht reduziert werden, sind im Gegenteil sogar angewachsen.
Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) setzte in der Nacht dann einen Gegenimpuls. Denn er vermeldete einen überraschenden Abbau bei den Rohölvorräten sowie einen stärken Abbau bei Destillaten und Benzin.
Auch der Euro musste Verluste hinnehmen. Im Endeffekt bedeutet die Entwicklung heute Morgen einen Anstieg bei den Heizölpreisen.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Die einzelnen Notierungen spiegeln die gestrige Entwicklung recht deutlich wider. Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 51,50 US-Dollar. Der Schlusspreis von Dienstag lag bei 50,92 US-Dollar. Montag waren es noch 51,35 US-Dollar.
ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, hat ebenfalls sichtbar veränderte Werte. Er notiert aktuell bei 454, 50 US-Dollar. Der Schlusspreis von Dienstag lag bei 448,00 US-Dollar, am Montag waren es 455,25 US-Dollar für die Lieferung im April. 

Markt reagiert auf OPEC-Bericht
Auch wenn Experten die Ergebnisse schon längst vorweggenommen und analysiert hatten, reagierte der Markt gestern sehr deutlich auf den OPEC-Monatsbericht. Der Monatsbericht räumte indirekt ein, dass das Kartell unterschätzt habe, wie nichtbeteiligte Länder auf den OPEC-Deal reagiert hätten. Oder einfacher gesagt: Während die OPEC kürzte, hätten Länder wie die USA die Produktion stärker als erwartet angekurbelt.
Außerdem seien die globalen Ölbestände nicht wie erwartet gesunken, sondern im Gegenteil sogar noch angestiegen. Der Bericht sollte aber nicht als Eingeständnis betrachtet werden, dass der Deal gescheitert ist. Denn bis sich Kürzungen in sinkenden Beständen ausdrücken, dauert es eine Weile. Von der Förderstätte bis zum Markt vergehen je Fass meist rund 90 Tage, sodass die Zahlen Ende März bereits anders aussehen könnten.
Wohl aber geht auch aus diesem Bericht hervor, dass eine Verlängerung über die erste Jahreshälfte hinaus bisher der einzige Weg scheint, damit der OPEC-Deal überhaupt langfristige Effekte hat.


Saudi-Arabien zeigt seine Macht innerhalb der OPEC
Als größtem Ölproduzenten kommt Saudi-Arabien nicht nur innerhalb der OPEC eine prominente Rolle zu. Und diese Position setzt das Land indirekt immer wieder dafür ein, andere Deal-Staaten an ihre Verpflichtungen zu erinnern. 
Denn laut OPEC-Bericht wurde die Produktion im Februar noch stärker als bisher zurückgefahren, doch Saudi-Arabien selbst vermeldet enorme Produktionssteigerungen – 68.000 Barrel pro Tag weniger gegen 263.000 Barrel pro Tag mehr sprechen eine deutliche Sprache.
Die Diskrepanz ergibt sich aus unterschiedlichen Rechenmodellen bzw. Datenlagen, die aber jeweils nicht falsch sind. Im Endeffekt ist Saudi-Arabien in der Lage, große Mengen Öl einzulagern und bei Bedarf auf den Markt zu werfen. Und das wäre aus Sicht der Nation nötig, wenn sich andere Länder nicht an ihre OPEC-Zusagen halten. Dann könnte sich das Land sofort große Marktanteile sichern, würde den Preis wissentlich nach unten treiben und damit den anderen Ländern ihr Geschäft kaputt machen.


API-Zahlen vermelden unerwartete Abbauten
Einen genauso deutlichen Effekt auf die Preise wie der OPEC-Bericht hatte in der Nacht der API-Bericht. Denn nach einer Serie von wöchentlichen Bestandsaufbauten sind die Vorräte in der vergangenen Woche offenbar gesunken.
Der Markt hatte sich bereits auf Aufbauten von 3 Mio. Barrel Rohöl eingestellt, der Bericht vermeldete hingegen einen Abbau von 0,5 Mio. Barrel. Ähnlich überraschend waren die Bestandsabbauten bei Destillaten als Vorstufe vieler Ölprodukte und Benzin.
Wie üblich werden diese Zahlen nun ins Verhältnis zum Bericht des Department of Energy (DOE) gesetzt, der heute Nachmittag erscheint.
Noch eine interessante Zahl: Laut Analysten rechnet sich die Förderung von US-Schieferöl bereits ab einem Barrelpreis von etwas unter 40 Euro. Dieser Wert macht abermals deutlich, warum die USA so aktiv gegen die OPEC-Bemühungen agieren.


Entwicklung Eurokurs
Auch der Eurokurs präsentiert sich heute Morgen recht stabil, musste aber im gestrigen Tagesverlauf ebenfalls mehrfach Verluste hinnehmen. Aktuell notiert er bei 1,0632 US-Dollar Die EZB hatte den Referenzpreis für Dienstag auf 1,0631 US-Dollar festgesetzt, ein sichtbarer Unterschied zu Montag (1,0663 US-Dollar).
Vor der heutigen Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed warten Anleger erst einmal ab, auch wenn es als sicher gilt, dass der Leitzins angehoben und damit der Dollarkurs zunächst gestärkt wird.
Für die Abwärtsbewegung gestern sorgten enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone sowie das Brexit-Votum des britischen Parlaments. Auch die schottischen Pläne für ein neues Unabhängigkeitsreferendum hätten den Markt in Aufregung versetzt. Das belastete zunächst natürlich das Britische Pfund, was aber im Endeffekt auch Auswirkungen auf den Euro hat.
Heute steht außerdem die Wahl in den Niederlanden an, auf die Marktbeobachter ein ganz genaues Auge werfen.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher zahlen heute Morgen aufgrund höherer Ölpreise und des schwächeren Euros auch höhere Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,56 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag waren es 56,14 Cent. 
Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 
Es ist nur schwer vorher zu sagen, was die weitere Entwicklung auf den Märkten für die Heizölpreise bringt – doch zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass sich Preise innerhalb eines Tages deutlich verändern können.
Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl Ratenkauf  oder heiz&SPAR Wäremkonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen

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