Ölpreise steigen leicht – Markt setzt auf OPEC-Kürzungen

Heizoelpreise steigen 030117

Heute Morgen geht es zum wirklichen Beginn des neuen Handelsjahres mit den Ölpreisen aufwärts. Nachdem gestern die wichtigen Börsen geschlossen waren, setzen viele Marktteilnehmer heute bereits darauf, dass sich die OPEC-Länder an ihre Kürzungsversprechen halten werden.

Ölpreisentwicklung

Der Handelsbeginn des wichtigen Öljahres 2017 steht im Zeichen steigender Ölpreise. Zwar gibt es noch keine wirklichen Impulse, auch die Börsen ICE und NYMEX waren gestern aufgrund von Neujahr geschlossen. Marktteilnehmer gehen trotzdem aktuell davon aus, dass die Produktionskürzungen von OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten zumindest zum Jahresanfang umgesetzt werden und sorgen so für noch verhalten steigende Kurse.

Analysten vergleichen diese Erwartungshaltung mit dem Sommer 2014, als schon einmal davon ausgegangen wurde, dass die Preise aufgrund von Angebotsreduzierungen enorm steigen würden. Am Ende wurde der Markt enttäuscht. Wie es 2017 aussehen wird, ist bisher noch offen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt heute Morgen bei 57,05 US-Dollar und damit sichtbar über dem Schlusspreis des letzten Handelstages am Freitag (56,82 US-Dollar). ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert bei 503,75 US-Dollar pro Tonne und lässt damit den Schlusspreis von Freitag ebenfalls hinter sich (501,00 US-Dollar).

Bisher gibt es kaum Meldungen, die den Markt signifikant beeinflussen würden und die Teilnehmer gehen zunächst vorsichtig davon aus, dass die OPEC- und Nicht-OPEC-Staaten zumindest zum Jahresanfang ihre Versprechen zu Produktionskürzungen halten werden.

Russland als Nicht-OPEC-Staat hatte zwar Kürzungen von 300.000 Barrel pro Tag für 2017 angekündigt, allerdings belegen die Zahlen für Dezember, dass der Staat weiterhin auf Rekordniveau fördert. Experten vermuten, dass die Nation abwartet, ob und wie sich die OPEC-Mitglieder an ihre jeweiligen Ankündigungen halten.

Die OPEC stellt für 2017 eine Förderungsdrosselung von 1,2 Mio. B/T in Aussicht und am 13. Januar will sie erstmals verlässliche Zahlen zu den bisherigen Kürzungsquoten veröffentlichen. Dieser Stichtag dürfte ein erster Lackmustest dafür sein, ob die Vorhersagen des Marktes und die Erwartungshaltung der Teilnehmer gerechtfertigt sind und ob der Ölpreis 2017 tatsächlich signifikant steigen wird.

Das Augenmerk bleibt auch weiterhin auf der US-amerikanischen Ölindustrie, die als Gegenpol zu den Kürzungen verstanden wird und ihre Produktivität bereits im vergangenen Jahr immer weiter gesteigert hat. Für 2017 sind ähnliche Tendenzen zu erwarten. Außerdem hatte der Kongress im vergangenen Jahr die Freigabe strategischer Ölreserven beschlossen, die laut Analysten für wenigstens 30 Tage alle Kürzungsquoten der OPEC aufheben könnten.

Libyen wiederum hat seine Ölförderung durch die Wiederinbetriebnahme zweier riesiger Ölfelder bereits gesteigert und kündigt weitere Erhöhungen an. Diese könnten rein rechnerisch die gesamten Kürzungsbemühungen Saudi-Arabiens aufheben und damit ebenfalls für eine empfindliche Delle in der bisher erwarteten Preissteigerung sorgen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt weiterhin in Bewegung. Im frühen Handel legte er gegenüber dem EZB-Referenzpreis von Montag (1,0465 US-Dollar) leicht zu, hat aktuell aber wieder an Kraft verloren und liegt jetzt bei 1,0452 US-Dollar. Noch am Freitag hatte der Kurs die 1,05-Marke geknackt und sich im dünnen Handel des Jahresstarts zunächst in dieser Wert-Region behauptet.

Im Laufe des Tages werden Konjunkturdaten aus den USA erwartet, die den ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie vorstellen. Die Eurozone wiederum verkündet die Inflationsraten für Dezember aus Frankreich und Deutschland, die als wichtige Wirtschaftsländer der Gemeinschaft durchaus ein Signal für den Eurokurs setzen könnten.

Heizölpreisentwicklung

Aktuell bewegen sich die Heizölpreise nach oben. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete am Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 62,37 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 61,89 Cent pro Liter.

Wir raten unseren Kunden dazu, sich noch vor dem wirklichen Startschuss für mögliche Preisanstiege 2017 zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. Auch wenn das Jahr 2017 in Sachen Ölpreis unvorhersehbar ist, sind fallende Preise zunächst eher unwahrscheinlich und es könnte sich enorm lohnen, sich die ersten Liefertermine 2017 direkt zu sichern, bevor der Handel vollends Fahrt aufnimmt.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wir wünschen unseren Kunden jetzt erst einmal einen fröhlichen, spannenden und gelungenen Start ins neue Jahr und halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

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