Ölpreise steigen weiter – 50-Dollar-Marke durchbrochen

7. Oktober 2016

Heizoelpreis steigt 071016

Nachdem gestern Vormittag durch Gewinnmitnahmen der Aufwärtstrend stoppte, wurde am Nachmittag die 50-Dollar-Marke der Rohölsorte WTI durchbrochen. Dies geschah nach Äußerungen der OPEC, welche bekannt gab, dass die geplante Kürzung größer als geplant ausfallen könnte. Der Preis stieg daraufhin aufgrund technischer Käufe wieder an.

Ölpreisentwicklung

Auch gestern blieb der Aufwärtstrend der Rohölpreise bestehen. Nachdem sich am Vormittag die 50-Dollar-Marke als stabil erwiesen hatte, wurden durch Trader die ersten Verkäufe platziert um Gewinnmitnahmen zu sichern. Dadurch stagnierten die Ölpreise am Morgen. Im Gegenzug verkündigte am Nachmittag die OPEC, dass die vom Donnerstag geplante Kürzung der Ölproduktion stärker ausfallen könnte falls nötig. Da sich die 50-Dollar-Marke weiterhin als stabil erwies, konnte diese aufgrund der neuen Meldungen durchbrochen werden. Dies löste technische Käufe aus, wodurch der Preis am Nachmittag nochmal stark anstieg.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Der Preis für das europäische Nordseeöl Brent  stieg gestern Nachmittag weiter auf 52,51 US-Dollar je Barrel. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stieg auf 468,5 US-Dollar je Tonne. Beide Preise steigen nun schon seit fast zwei Wochen und erreichten somit ein neues 4-Monatshoch.
Analysten geben an, dass die Ölpreise nun deutlich anziehen könnten. Nach Schätzungen zufolge stieg im dritten Quartal 2016 die Nachfrage mit 0,5 Mio. Barrel pro Tag bereits über das Angebot. Dies könnte unter anderem auch die Abbauten der US-Rohölbestände erklären, die nun seit Ende August nur noch gesunken waren. Die erhöhte Unterversorgung könnte sich auf etwa 1,0 Mio. Barrel pro Tag erhöhen, wenn die Produktionskürzung durch die OPEC umgesetzt wird.
Der Hurrikan Mathew hielt wie erwartet den Kurs Richtung Florida und stieg in der Gefahrenstufe auf 4 (von 5), nachdem er zwischenzeitlich bereits auf Stufe 3 gesunken war. Der Sturm wandert nun an der Ostküste Floridas in Richtung Norden weiter, wodurch er auf die Versorgungspipeline der Ostküste treffen könnte. Hierbei würden Transport und Verladung von Rohöl in den nächsten Tagen verzögert werden, wodurch der preisstützende Faktor weiter erhalten bleibt.
Nach der Bekanntgabe der Produktionskürzung durch die OPEC, werden weitere Schritte eingeleitet damit die Kürzungsabsicht ernst genommen wird. So soll in der nächsten Woche mit Russland über eine Beteiligung am Deal verhandelt werden. Sollte Russland dem zustimmen und sich zu einer Kürzung bekennen, gäbe dies nochmal einen weiteren Impuls für steigende Preise.


Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs fiel heute Morgen mit 1,112 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Monaten. Auslöser waren die robusten Wirtschaftszahlen der USA, welche die Erwartungen der Analysten klar übertroffen haben. Auch die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed stieg nach der Einschätzung der Finanzmärkte an.
Wie sich der Kurs in naher Zukunft entwickeln wird, hängt hauptsächlich vom US-Arbeitsmarktbericht ab, welcher heute Nachmittag veröffentlicht werden soll.
Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, werden die Importe für den Euroraum teurer, wenn der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verliert.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise steigen auch heute aufgrund der aktuellen Ereignisse stark an. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet somit im Schnitt knapp 56 Cent pro Liter Heizöl und ist damit drei Cent teurer als zum Wochenstart.
Die Nachfrage nach Heizöl bleibt weiterhin hoch, da eine Preissenkung erst mal nicht in Sicht ist. Alle genannten Ereignisse deuten auf einen steigenden Preis hin. Die preislich bedingte Nachfrage trifft auf die ohnehin jahreszeitlich steigende Nachfrage, wodurch es zu steigenden Lieferfristen kommt.
Unsere Empfehlung lautet daher, nur dann auf sinkende Heizölpreise zu spekulieren, wenn noch ausreichend Heizöl im Tank vorhanden ist. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir eher auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen. Kurzfristige Lieferzeiten werden bald aufgrund der erhöhten Nachfrage nicht mehr möglich sein.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßigePreisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?