Ölpreise weiter auf Talfahrt

Heizoelpreis sinkt 12-01-2016

Die Ölpreise geben weiter nach und erreichen ein neues 12jahres Tief. Sowohl Brent als auch WTI rutschten deutlich unter die 31 US – Dollar Marke. Immer mehr Analysten senken ihre Preisprognosen für 2016.

Ölpreisentwicklung

Für den Monat Februar liegt die  Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent heute Morgen bei etwas über 31,00 US-Dollar pro Barrel. Bis in die frühen Morgenstunden war der Wert auf etwas über 30,50  US-Dollar pro Barrel abgesackt.
Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 285 US-Dollar pro Tonne.  Der Schlusskurs lag hier gestern  bei 289,25 US-Dollar.
Die weltweite Überversorgung und die Sorge um die chinesische Wirtschaft drücken weiter auf die Notierungen. Angebot und Nachfrage bewegen sich auseinander. Auf der Angebotsseite scheint sich der Wiedereintritt des Iran zu konkretisieren, da die endgültige Aufhebung der Sanktionen offenbar näher rückt. "Meine Erwartung ist, dass dieser Tag recht bald kommen wird", sagte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag. Auf der Nachfrageseite befürchtet man allerdings einen weiteren Rückgang.  
Analysten der Banken senken nun zum Jahresbeginn immer mehr Ihre Preisprognosen für das Jahr 2016. Ende letzten Jahres hatte bereits Goldman Sachs für 2016 die Möglichkeit in Erwägung gezogen, der Preis für Rohöl könne bis auf 20 US Dollar pro Barrel sinken - Morgan Stanley folgt nun dieser Ansicht.
Wegen des Ölpreisverfalls hat nun der Vorsitzende der Opec, ein Sondertreffen gefordert. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) solle doch  Anfang März zusammenkommen.
Es gibt jedoch auch andere Stimmen, die davor warnen, dass der Preis sich auch sehr schnell wieder drehen könnte. Immer mehr Förderprojekte werden wegen des niedrigen Preises eingestellt und somit könnte das Angebot eines Tages wieder verknappt werden.

Entwicklung Eurokurs

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern auf 1,0888 Dollar festgesetzt. Heute Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0850 Dollar gehandelt.

Heizölpreisentwicklung

Der Preis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung rutscht  im bundesweiten Durschnitt knapp unter 42 Cent pro Liter Heizöl. Die gesunkenen Rohölpreise finden sich somit  im inländischen Heizölpreis wieder. Im  Augenblick erwarten wir keine signifikanten Änderungen beim Niveau der Heizölpreise.
Jedoch angesichts der durch die Jahreszeit  bedingten hohen Heizöl-Nachfrage im Januar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional teilweise schon jetzt nur schwierig möglich..
Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

 

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