Ölpreise weiterhin kaum bewegt – Iran sorgt für Spannungen

3. Februar 2017

Heizoelpreise unverändert 030217

Die Handelswoche voller unentschlossenen Kursbewegungen neigt sich dem Ende zu, und es gibt weiterhin kaum Veränderungen bei den Ölpreisen. Allerdings richten die Marktteilnehmer ihren Blick nun auf Iran. Das Land hatte Raketentests durchgeführt, die Einfluss auf den Ölpreis haben könnten.

Ölpreisentwicklung


In dieser Woche war es für Beobachter schwierig, die Ölpreisentwicklung eindeutig einzuordnen. Auch heute Morgen zeigen die aktuellen Kurse nach Schwankungen im gestrigen Tagesverlauf kaum Veränderungen.
Die OPEC-Kürzungen werden in ihrer Effektivität immer noch als unklar interpretiert. Zwar vermeldet das Kartell, einen Großteil der Senkungen umgesetzt zu haben, doch Länder wie Irak halten sich offenbar nur marginal an ihre Versprechungen.
Ein von der UN teilweise als Verstoß eingeordneter Raketentest in Iran sorgt aktuell für Spannungen. Das Land dürfe laut Resolution keine Raketen testen, die zum Tragen eines Atomsprengstoffkopfes in der Lage sind. Gestern wurde jedoch bekannt, dass genau dies geschehen sei. Und diese Meldung könnte für steigende Ölpreise sorgen.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt heute Morgen bei 56,92 US-Dollar. Dies ist leicht mehr als der Schlusspreis von Donnerstag (56,56 US-Dollar), der wiederum unter dem Schlusspreis von Mittwoch lag (56,80 US-Dollar).ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 499, 00 US-Dollar, also sehr nah am Schlusspreis von Donnerstag (500,75 US-Dollar). 

Seitens der OPEC geht der inzwischen bekannte Widerstreit von Beteuerungen zur Quotentreue vs. gegenläufige Indizien weiter. Während Kuwait, Saudi-Arabien und Algerien laut Analysten mehr als vereinbart gekürzt hätten, kommt etwa Irak seinem Quoten-Versprechen aktuell nur zu unter 30 Prozent nach. Auch diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da es weiterhin an verlässlichen Daten fehlt. Diese werden vermutlich erst am 13. Februar geliefert, wenn das Kartell den Monatsbericht Februar mit harten Daten für den Monat Januar veröffentlicht.
Iran, ebenfalls ein wichtiges OPEC-Land, sorgt unterdes für Impulse, die steigende Ölpreise zur Folge haben könnten. Laut einer UN-Resolution ist es Iran verboten, Raketentests mit atomwaffenfähigen Flugkörpern durchzuführen. Gestern wurde jedoch genau ein solcher Test vermeldet. Seitens der USA kamen bereits Ermahnungen und man denke laut Berichten nun offiziell darüber nach, diesen Test mit Konsequenzen zu ahnden.
Eine Konsequenz wären Handelssanktionen, die es Iran erheblich erschweren würden, sein Ölangebot auf dem internationalen Markt abzusetzen. Fehlte iranisches Öl auf dem Markt, würde dies das Angebot senken und damit die Preise nach oben treiben. Allerdings scheint der Markt bisher abzuwarten, ob es bei Ermahnungen und Worten bleibt, oder ob US-Präsident Trump Taten folgen lässt. Da der neue Präsident schwer einzuschätzen zu sein scheint, halten sich die Marktteilnehmer zumindest bisher zurück. Zwar gab die Meldung den Ölpreisen leicht Auftrieb, doch wurde die Entwicklung durch die Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Reaktionen schnell wieder gebremst.
Saudi-Arabien hat außerdem laut Meldungen den Preis für sein Öl bei seinen Kunden erhöht. Ob dies relativ naheliegende Mittel, die Preise zu stabilisieren, Wirkung zeigt, ist allerdings fraglich. Denn laut Erfahrung sinkt die Nachfrage nach Öl im ersten Quartal eines Jahres meist und auch die aktive US-Ölindustrie könnte diese Bemühung wieder zunichtemachen.


Entwicklung Eurokurs

Der Euro widersetzt sich aktuell allen Unkenrufen zu seinem Niedergang und bleibt weiterhin über der 1,07-Marke. Heute Morgen notiert er bei 1,0748 US-Dollar. Gestern war er im Laufe des Tages auf Werte geklettert, die zuletzt Mitte Dezember 2016 vermeldet wurden und die EZB legte den Referenzkurs für Donnerstag auf 1,0808 US-Dollar fest.
Heute werden noch Stimmungsdaten aus der Eurozone zum Dienstleistungssektor sowie Arbeitsmarktdaten aus den USA erwartet, die beide im Vorfeld als grundsätzlich solide eingestuft werden.


Heizölpreisentwicklung

Verbraucher profitieren von den Marktzweifeln und damit von stabilen Heizölpreisen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt rund 60,57 Cent pro Liter Heizöl und damit genauso viel wie am gestrigen Donnerstag. 
Wir raten unseren Kunden dazu, sich das aktuelle Preisniveau schnell zunutze zu machen und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. Auch wenn das Jahr 2017 in Sachen Ölpreis unvorhersehbar ist, sind langfristig fallende Preise weiterhin eher unwahrscheinlich und es könnte sich enorm lohnen, sich begehrte Liefertermine in den nächsten Tagen direkt zu sichern, bevor belastbare OPEC-Zahlen für einen deutlichen Preisanstieg sorgen könnten. 
Bedenken Sie außerdem, dass es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse und einer hohen Nachfrage etwas länger mit der Lieferung dauern kann und bestellen Sie rechtzeitig.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen