Ölpreise wieder fester

27. Januar 2016

Heizoelpreis steigt 26-01-2016

Die Ölpreise kannten gestern Nachmittag nur eine Richtung und diese war aufwärts gerichtet. Spekulationen über eine doch mögliche Kooperation zwischen OPEC und Nicht-OPEC-Produzenten, um die Ölförderung zu drosseln, machten die Runde. US-Ölfirmen kündigen weitere Kürzungen ihrer Investitionen an. Ölbestandsmeldungen deuten jedoch auf Rekordbestände hin.

Ölpreisentwicklung

Der europäischen Ölpreis-Index Brent für Lieferung im März notiert heute Morgen knapp über 31,00 US-Dollar pro Barrel, nachdem er gestern noch bei 31,80 US-Dollar pro Barrel geschlossen hatte.  Das sind zwar 80 US-Cent unter dem gestrigen Schlusskurs, aber weit weg von der gestrigen niedrigsten Notierung von 29,27  US-Dollar pro Barrel.

Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 279,00 US-Dollar pro Tonne. Das sind knapp vier US-Dollar weniger als gestern Abend.

Nachdem die Ölpreise nun mehrfach die 30-Dollar Marke nach unten durchbrochen haben, kehrten diese aber doch immer wieder über diese Marke zurück. Verschiedene Äußerungen ließen Spekulationen hochkommen, es könne eine Kooperation der OPEC und Nicht-OPEC-Produzenten zur Kürzung der Ölförderung geben. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete unter Berufung auf einen Lukoil Manager eine solche Kooperation sei denkbar. Auch der irakische Ölminister äußerte sich in dieser Richtung. Gleichzeitig vermelden immer mehr US-Ölgesellschaften, dass sie ihre Investitionsbudgets 2016 deutlich kürzen. All dies würde für eine Senkung der weltweiten Fördermengen sprechen.

Anderseits meldete das American Petroleum Institute (API) einen drastischen Aufbau der US-Ölbestände. Sollten die Zahlen heute Abend durch das Department of  Energy (DOE) bestätigt werden, würden diese neue Rekorde erreichen und die Vorabeinschätzungen der Experten somit deutlich übersteigen.

Entwicklung Eurokurs

Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte den Referenzkurs am gestrigen Abend auf 1,0837 Dollar festgesetzt. Heute Morgen kostete der Euro 1,085 US-Dollar. An den Märkten wartet man auf die am Abend anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Kaum jemand rechnet mit einer weiteren Zinsanhebung. Desto gespannter ist man  aber auf einen Hinweis zur zukünftigen Entwicklung der US-Geldpolitik.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durschnitt  um die 40 Cent pro Liter. Wie sich der weitere Wochenverlauf der Heizölpreise gestaltet, werden unter anderem die heutigen DOE Ölbestandsdaten aus den USA zeigen. Sollten diese den deutlichen Aufbau der Ölbestände bestätigen, so würde sich dadurch wieder neues Abwärtspotential generieren. Auf der anderen Seite bleibt abzuwarten, wie ernsthaft sich die Bestrebungen zur Drosselung dere Ölfördermengen entwickeln werden.  

Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Januar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher erweisen sich teilweise schon jetzt als relativ schwierig.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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