Ölpreise: WTI erstmalig seit Jahren teurer als Brent

Gestern behielten alle Ölnotierungen ihre bearishe Tendenz. ICE Gasoil legte zwar um +5,25 auf 334,00 Dollar zu, gab diesen Gewinn aber in den Abendstunden wieder deutlich ab. Brent rutschte knapp unter 36,00 Dollar und markierte damit ein neues Langzeittief. Einzig die amerikanische Rohölsorte WTI legte sprunghaft zu und war damit erstmalig seit Jahren teurer als die europäische Leitsorte Brent.
Die Heizölpreise sind heute weitgehend unverändert in den Handel gestartet.

Ölpreisentwicklung

 

Der europäischen Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei 36,50 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoill liegt bei 334,00 US-Dollar pro Tonne.
Traditionsgemäß gehen Marktteilnehmer vor den Weihnachtsfeiertagen dazu über,  ihre offenen Risikopositionen glattzustellen. Da die Grundeinschätzung der letzten Zeit eher auf fallende Preise ging  bedeutet das, dass Händler tendenziell mehr verkauft als gekauft haben. Diese „offenen“ Positionen gilt es nun durch Käufe zu schließen. Aber auch diese zusätzliche Nachfrage vermochte es nicht, die Ölpreise nachhaltig zu stützen.
Nur das amerikanische WTI-Öl (West Texas Intermediate) gewann durch die Aufhebung des Exportverbotes, da sich nun die Anzahl der potenziellen Abnehmer mit dem Zugang zum internationalen Markt vergrößern wird.  Erstmalig seit Jahren war WTI teurer als Brent. Zum Vergleich war vor drei Jahren WTI noch über 20 US-Dollar günstiger als Brent und im Schnitt dieses Jahres lag der Preisunterschied bei etwa bei fünf US-Dollar.  Beflügelt wurde das amerikanische WTI-Öl auch durch die durch API (American Petroleum Institute) gemeldeten Bestandsabbauten. Eigentlich war mit einem leichten Aufbau gerechnet worden. Der Markt wartet nun auf die offiziellen Bestandsdaten des DOE (Department of Energy, amerikanisches Energieministerium), die am Nachmittag veröffentlicht werden.


Entwicklung Eurokurs

Der Euro verlor gegenüber gestern leicht, bewegt sich aber noch oberhalb der 1,09 US-Dollar Marke. Viele der Marktteilnehmer haben sich bereits in die Feiertage verabschiedet, so dass der Handel sehr dünn ist.

Heizölpreisentwicklung

 

Der Heizölpreis startet heute weitgehend unverändert in den Handel. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt weiterhin unter 45 Cent pro Liter Heizöl. Weit und breit sind keine Anzeichen dafür erkennbar, dass sich dieses kurzfristig ändern könnte. Aber, wie in der Vergangenheit schon öfter geschehen, können unvorhergesehene Ereignisse in der Welt die Richtung der Ölpreise  wieder ändern.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich auch innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

 

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