Ölpreise zu Beginn der Woche verhalten

Heizoelpreis sinkt 14-03-2016

Zu Beginn der Woche lassen gegenläufige Argumente den Ölpreis zunächst verhalten in die Woche starten. Einerseits verringern sich die Anzahl der US-Bohranlagen immer weiter. Auf der anderen Seite widerspricht der Iran den geplanten Förderkürzungen durch die OPEC und Goldmann Sachs senkt seine Preisprognose für 2016.

Ölpreisentwicklung

Am Freitag stiegen die Ölpreise zunächst noch etwas. Der Monatsbericht der IEA (International Energy Agency) brachte keine neuen Erkenntnisse. Dennoch glauben die Experten, dass die Talsohle durchschritten ist. Dem widersprechen die Analysten von Goldmann Sachs, die Ihre Ölpreisprognose von 45 auf 39 Dollar für Brent 2016 senkten und durchaus Rückschlagpotential für die Ölpreise sehen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent startete heute knapp unter 40 US Dollar je Barrel. Die Notierung ICE Gasoil, welche den inländischen Heizölpreis maßgeblich beeinflusst, begann die Woche mit einem Preis von  364 US Dollar je Tonne.

Nach dem starken Anstieg der letzten Tage hat sich der Aufwärtstrend deutlich verlangsamt. Zwar deutet der erneute Rückgang der aktiven US-Ölbohranlagen auf ein Fortsetzen der Außerbetriebnahmen hin, ob dieses jedoch reicht um die Überproduktion eizudämmen, wird weiterhin skeptisch betrachtet.

Für die kommende Woche bleibt abzuwarten, wie sich die Gespräche der Parteien, die eine Förderkürzung anstreben entwickeln werden. Eine Schlüsselrolle kommt hierbei sicherlich dem Iran zu.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag 14.03.2016

  • Eurozone Industrieproduktion

Dienstag, 15.03.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Einzelhandelsumsätze USA

Mittwoch, 16.03.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)
  • US Notenbank Zinsentscheidung
  • US Verbraucherpreisindex

Donnerstag, 17.03.2016

  • Eurozone Verbraucherpreisindex
  • Eurozone Handelsbilanz

Freitag, 18.03.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs behauptet sich über der 1,10 Dollar Marke. So muss man weiterhin etwa 1,11 US-Dollar für eine Euro bezahlen. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) vom vergangenen Donnerstag bezüglich der künftigen Geldpolitik ließ die Gemeinschaftswährung weitestgehend unberührt.

Heizölpreisentwicklung

Der Ölpreisanstieg scheint vorerst gebremst zu sein. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 46,44 Euro pro 100 Liter Heizöl. Damit hat der Heizölpreis seit einer Woche nochmal um fast einen Euro zugelegt. Die Geschwindigkeit hat jedoch deutlich nachgelassen.

Seit nun mehr als vier Wochen ist die Richtung der Ölpreise tendenziell steigend. Für die kommende Woche scheinen starke Ausschläge nach unten eher unwahrscheinlich.

Trotzdem wird Heizöl auf absehbare Zeit vergleichsweise günstig bleiben. Noch vor einem Jahr kostete der Liter Heizöl ca. 20 Cent mehr.

Die Heizöl-Nachfrage hat deutlich nachgelassen, sodass nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekuliert, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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