Ölpreise zum Wochenende weiter über 40 Dollar

Heizoelpreis steigt 18-03-2016

Ein Meeting der OPEC-Mitglieder mit anderen großen Ölproduzenten am 17. April bekommt nun doch immer konkretere Züge. Selbst der Iran, der sich der Produktionsbegrenzung verweigert, wird aller Voraussicht an dem Treffen teilnehmen.

Ölpreisentwicklung

Sah es vor einigen Tagen noch so aus, dass dieses Treffen wegen Uneinigkeit nicht stattfinden wird, bzw. zu keinem Ergebnis führen würde, so nimmt das Treffen der OPEC-Mitglieder mit anderen ölfördernden Staaten wie Russland wieder Gestalt an. Beobachter gehen davon aus, dass auf diesem Meeting beschlossen wird, die Fördermenge zunächst auf das Januarniveau einzufrieren. Dem Iran, der sich dieser Vorgabe widersetzt, könnten auf diesem Treffen Zugeständnisse gemacht werden, um somit ein durch die internationalen Sanktionen entstandenes Ungleichgewicht wieder zu bereinigen. Nichtsdestotrotz kann die Förderbegrenzung die aktuelle weltweite Überversorgung kaum beseitigen, sondern nur eindämmen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent für Lieferung Mai wird aktuell bei 41,35 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 373 US Dollar je Tonne.

Neben den Erwartungen um ein Abkommen der Förderbegrenzung der OPEC mit anderen Ölproduzenten wird abzuwarten sein, wie sich die die US-Ölproduktion entwickeln wird. Schon vermuten die ersten Beobachter, dass der Rückgang der US-Ölförderung ins Stocken geraten wird, nachdem der Ölpreis sich wieder deutlich von seinen Tiefs verabschiedet hat. Das eine oder andere Öl-Unternehmen könnte nun doch versucht sein, unrentable Förderanlagen weiter zu betreiben, in der Hoffnung auf steigender Preise. Dies würde jedoch bei gleichbleibender Nachfrage die Überversorgung der Welt mit Rohöl und der damit verbundenen starken Verknappung von Lagerkapazitäten weiter vorantreiben.

Zur Zeit scheint es aber, dass alleine die Aussicht einer Produktionsbegrenzung das derzeitige Ölpreisniveau stabil stützt.

Entwicklung Eurokurs

Trotz der weiteren Lockerung der europäischen Geldpolitik von letzter Woche festigt sich die Gemeinschaftswährung weiter und wird heute Morgen nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend bei 1,1300 Dollar gehandelt. Stützend wirkt dabei wohl die Zurückhaltung der US–Notenbank zu ihren eigenen Zinsanpassungen.

Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte den Referenzkurs des Euro zum Dollar am Donnerstagmittag auf 1,1311 Dollar festgesetzt.

Heizölpreisentwicklung

Somit ergibt sich heute aufgrund des stärkeren Euros ein weitgehend stabiler Heizölpreis. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 47,07 Euro je 100 Liter Heizöl. Im Vergleich zum letzten Freitag ist Heizöl damit trotzdem knapp drei Cent je Liter teurer.

Die Heizöl-Nachfrage hat stark nachgelassen, sodass nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.

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