OPEC beschließt Kürzungen, Heizöl teurer

6. Dezember 2019, Ricarda Altrichter

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Die OPEC beschloss am ersten Tag der halbjährlichen Vollversammlung eine Kürzung der Ölproduktion. Die amerikanischen Aktienmärkte verzeichnen Gewinne und stützen den Ölmarkt. Der Euro konnte weiter zulegen und Gewinne halten. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Brent bei 58,41 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 583,50 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1104 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 67,48 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,48 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 66,76 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

OPEC+ offen für Verlängerung der Kürzungen bis Mitte 2020

USA und China nähern sich im Handelsstreit an

 

OPEC+ beschließt weitere Kürzungen

Brexit ungeklärt

 

Russland argumentiert gegen Produktionskürzungen
Beilegung des Handelsstreits möglicherweise erst nach Präsidentschaftswahlen
US-Ölförderung auf Rekordniveau

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,41 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 62,88 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Donnerstag bei 63,29 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 583,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 579,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 580,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 06.12.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Donnerstag stand am Ölmarkt ganz im Zeichen des OPEC-Treffens. Den ganzen Tag lang warteten die Marktteilnehmer auf Neuigkeiten von der halbjährlichen Vollversammlung. Am Morgen setzte sich eine stützende Stimmung durch, nachdem das Department of Energy am Mittwoch deutliche US-Ölbestandsabbauten gemeldet hatte. Diese Stütze ließ den Ölkurs an das Hoch des Vortages annähern.

Auf diesem Weg stieß der Ölkurs auf Widerstände, die am frühen Nachmittag durchbrochen wurden. Denn es kamen Gerüchte auf, dass Saudi-Arabien deutliche Produktionskürzungen beim OPEC-Meeting vorgeschlagen habe.

Als die US-Börsen öffneten, verzeichneten die amerikanischen Aktienmärkte Gewinne, was auch dem Ölpreis zu einem neuen Tageshoch verhalf. Das hielt jedoch nicht lange an, denn am späten Nachmittag sank der Ölpreis wieder. Zwar empfahl das Joint Ministerial Monitoring Committee der OPEC, die Produktion um 500.000 Barrel am Tag zu reduzieren, doch diese Empfehlung hatte kaum Auswirkungen auf den Ölpreis. Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass eine solche Maßnahme das drohende Überangebot zu Beginn des nächsten Jahres nicht abwenden kann.

Am Abend folgte die OPEC der Empfehlung und beschloss eine zusätzliche Kürzung der Ölproduktion um das vorgeschlagene Maß. Wie auch die Empfehlung, hatte der Beschluss ebenfalls kaum Einfluss auf den Ölkurs, der den Donnerstag im ähnlichen Bereich wie den Mittwoch abschloss.

Der Heizölpreis folgt dem Gasoil-Preis, der sich aktuell noch in einer Aufwärtsbewegung befindet. Weitere Entwicklungen sind noch offen, denn auch der heutige Freitag ist vom OPEC-Meeting geprägt, während in der nächsten Woche der Blick wieder auf den Handelsstreit zwischen China und USA und auf die Monatsberichte von OPEC, EIA und IEA fällt. Die weitere Entwicklung ist also ungewiss. Nutzen Sie das moderate Preisniveau, um Ihren Heizöltank zu füllen und sich von weiteren Entwicklungen am Markt unabhängig zu machen.

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1104 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1081 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Donnerstag bei 1,1107 US-Dollar festgesetzt. 

Der Euro konnte die Marke bei 1,11 US-Dollar überwinden. Gestern wurden Äußerungen laut, die von einer möglichen Annäherung zwischen USA und China sprachen. Das stützte den Eurokurs so sehr, dass enttäuschende Konjunkturdaten zur Auftragsentwicklung in Deutschland ihn nicht beeinflussen konnten. Auch die höhere Auftragszahl im Oktober für die US-Industrie hatte keinen Einfluss, da dies bereits so erwartet wurde. So hält sich der Eurokurs bislang hartnäckig über der 1,11-Marke.

 

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