OPEC Einigung unwahrscheinlich, Ölpreise runter

Heizoelpreis sinkt 280916

Das OPEC Treffen in Algerien sorgt weiter für schwankende Ölpreise. Saudi-Arabien und der Iran halten eine Vereinbarung zur Beschränkung der Fördermengen erst Ende November für wahrscheinlich. Die Ölpreise gaben daraufhin nach, was uns heute wieder Abschläge beim Heizölpreis bringt.

Ölpreisentwicklung

Heute Nachmittag um 16 Uhr findet das OPEC Treffen im Rahmen des International Energy Forum statt. Im Vorfeld reagieren die Ölpreise auf die Kommentare verschiedener OPEC Mitglieder mit kräftigen Kursschwankungen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Preis für das europäische Nordseeöl Brent ist gestern mit 46 US-Dollar je Barrel wieder auf das Niveau vom Wochenstart gesunken. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt mit 413 US-Dollar je Tonne ebenfalls exakt auf dem Stand vom Montagmorgen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die OPEC heute auf die Reduzierung der Fördermengen einigt, ist wieder deutlich gesunken. Sowohl der Iran als auch Saudi-Arabien gehen davon aus, dass mit einem Abkommen erst beim nächsten offiziellen Treffen Ende November zu rechnen sei.

Gleichzeitig soll der russische Vertreter bereits abgereist sein. Russland hatte seine Beteiligung an den Gesprächen davon abhängig gemacht, dass es innerhalb der OEPC eine einheitliche Position gibt. Die frühe Abreise spräche daher für sich.

Auch wenn ranghohe OPEC Vertreter noch versuchen die Hoffnung aufrecht zu erhalten, ist heute im Grunde nicht mit einem Abkommen zu rechnen. Dennoch kann dies noch nicht vollständig ausgeschlossen werden, sodass im Tagesverlauf keine großen Preisrückgänge zu erwarten sind.

Wenn das Treffen ohne Kompromiss zu Ende geht, ist dagegen mit nachgebenden Ölpreisen zu rechnen. Dazu passt auch, dass die Großbank Goldman Sachs ihre Ölpreisprognose für das vierte Quartal deutlich nach unten korrigiert hat.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hält sich weiter über 1,12 US-Dollar, obwohl Sorgen um europäische Banken den Euro aktuell belasten. Insbesondere die Diskussionen über die Folgen einer milliardenschweren Geldbuße für die Deutsche Bank beunruhigen Investoren.

Im weiteren Tagesverlauf äußern sich europäische und amerikanische Notenbanker zur weiteren Geldpolitik. Während es bei der US-Notenbank Fed um den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung geht, wird EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Deutschen Bundestag um Zustimmung für die Fortführung der extrem lockeren Geldpolitik werben.

Ein höherer Leitzins macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet werden die Importe für den Euroraum teurer, wenn der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verliert.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise sinken heute wieder auf das Niveau vom Beginn der Woche. Damit kostet der Liter Heizöl bei einer 3.000 Liter Standard Lieferung im Schnitt 50 Cent.

Morgen früh wird sich voraussichtlich zeigen, in welche Richtung sich die Heizölpreise in der nächsten Zeit entwickeln werden. Aktuell spricht wieder mehr für eine fallende Tendenz. Ein Durchbruch bei den Verhandlungen der OPEC in Algerien oder weiter rückläufige Ölbestände in den USA könnten aber auch zu Preissteigerungen führen.

Unsere Empfehlung lautet daher, die heutigen Nachrichten zum OPEC Treffen abzuwarten. Abhängig vom Ergebnis können Sie noch am Abend online Heizöl kaufen oder auf fallende Preise in den nächsten Tagen setzen.

Natürlich sollten Sie nur dann auf sinkende Heizölpreise spekulieren, wenn noch ausreichend Heizöl im Tank vorhanden ist. Wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen. Ein rapider Preisverfall ist eher unwahrscheinlich und noch sind kurzfristige Lieferzeiten fast überall verfügbar. Mit der nun einsetzenden Bevorratungszeit zieht die Heizöl-Nachfrage aber erfahrungsgemäß deutlich an.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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