OPEC verhandelt, Ölpreise steigen

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Die OPEC soll die finalen Verhandlungen über eine mögliche Produktionsbegrenzung begonnen haben. Allein diese Nachricht reichte gestern Abend um die Ölpreise steigen zu lassen. Die Heizölpreise bleiben heute Morgen weitgehend unverändert, Tendenz jedoch eher steigend.

Ölpreisentwicklung

Nach den belastenden Monatsberichten aus der letzten Woche, verzeichneten die Ölpreise im gestrigen Handelsverlauf weitere Verluste. Nachdem bekannt wurde, dass die OPEC finale Verhandlungen über die geplante Produktionskürzung begonnen haben soll, stiegen die Preise in der Nacht wieder an.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Das europäische Nordseeöl Brent kostet heute Morgen 45,31 US-Dollar pro Barrel und damit etwa einen Dollar mehr als gestern Abend. Die Notierung von ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt aktuell bei 410 US-Dollar pro Tonne. Der gestrige Schlusskurs lag bei 400 Dollar.

Die OPEC Ankündigung einer Angebotsreduzierung Ende September ließ die Ölpreise um bis zu 15 Prozent ansteigen. Dieser Anstieg erwies sich als zu schnell und deutlich, was man am Markt seit Mitte Oktober mehr und mehr registrierte.

Die Zweifel an der Umsetzbarkeit eines Abkommens wuchsen, da einerseits die Ölproduktion der OPEC und auch Russlands neue Rekordstände erreichte und auf der anderen Seite Kartellmitglieder wie der Iran, Irak, Libyen und Nigeria Ausnahmen für sich beanspruchen und die eigene Ölproduktion nicht  kürzen wollen.

Nachdem sich die OPEC Mitglieder bei einem Treffen Ende Oktober nicht auf individuelle Produktionsmengen einigen konnten, ging es für die Ölpreise steil abwärts. Ob das wiederum zu voreilig war, wird sich in den nächsten zwei Wochen zeigen.

Die OPEC soll nun die finalen Verhandlungen aufgenommen haben. Eigentlich handelt es sich dabei um vertrauliche Gespräche, aber „Informanten“ lassen dennoch Inhalte öffentlich werden. Das ist insofern nachvollziehbar, da diese Gerüchte die Ölpreise stützen und das wiederum die Einnahmen aus den Exporten steigen lässt.

Das Kartell versucht nun in den verbleibenden zwei Wochen bis Ende November die Grundlagen eines Abkommens auszuarbeiten. Auf die Datenbasis hätte man sich schon geeinigt, also welches Land überhaupt wie viel Öl fördert und exportiert. Diese Daten dienen als Grundlage für die jeweiligen Förderquoten.

Dennoch sollen der Iran und auch der Irak die eigene Produktion höher einschätzen als die OPEC.  Wenn nun die höhere Angabe akzeptiert würde, könnte man auch über Kürzungen reden. Das zeigt schon die Komplexität der Verhandlungen.

Ob auf dieser Grundlage überhaupt eine wirksame Reduzierung des Angebotes erfolgen kann, wird von Experten weiter bezweifelt. Zudem sollen Libyen und Nigeria von einer Reduzierung ausgenommen sein und planen ihre Produktion bis zum Ende des Jahres signifikant zu steigern.

Es bleibt dennoch wahrscheinlich, dass jedes noch so schwache Abkommen dazu beitragen würde, die Marktlage perspektivisch zu verknappen. Das könnte zumindest einen erneuten Preisverfall am Ölmarkt verhindern, wie er im letzten Dezember zu beobachten war. Ohne eine Maßnahme zur Regulierung des Angebotes würde sich der Kampf um Marktanteile vermutlich intensivieren und die Fördermengen weiter steigen.

Neben den Ölbestandsdaten aus den USA zur Wochenmitte werden Gerüchte und Spekulationen rund um die OPEC die weitere Ölpreisentwicklung bestimmen. Momentan richtet sich die Tendenz der Ölpreise eher aufwärts, wobei bislang wenig für einen deutlicheren Preisanstieg spricht.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist gestern auf den tiefsten Stand seit Dezember 2015 gefallen. Heute Morgen ist ein Euro 1,078 US-Dollar wert und konnte damit wieder einen halben Cent gewinnen.

Seit dem Wahlsieg Donald Trumps ist die Aussicht auf mehr Zinsen und mehr Wachstum im Vergleich zu Europa anscheinend gestiegen. Erklärt wird diese Entwicklung mit der versöhnlich klingenden Rede nach Trumps Wahlsieg und dem geplanten Ausgabenprogramm.

Durch die angekündigten Steuersenkungen und höheren Staatsausgaben gilt es als denkbar, dass Konjunktur und Inflation in den USA anziehen. Von diesen Erwartungen profitieren Aktienkurse und auch der Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise bleiben heute Morgen weitgehend unverändert. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt 51,68 Cent pro 100 Liter Heizöl. Damit ist Heizöl um fünf Cent günstiger als vor einem Monat und etwa drei Cent günstiger als vor einem Jahr.

Angesichts der winterlichen Temperaturen und den vergleichsweise günstigen Heizölpreisen raten wir unseren Kunden weiterhin zum baldigen Heizölkauf, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Sehr kurzfristige Lieferungen sind in mehreren Regionen nur nach telefonischer Abstimmung möglich.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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