Preise für Heizöl unverändert günstig

18. August 2015

Heizölpreis gleich 18_08_2015

Die aktuellen Heizölpreise zeigen kaum eine Veränderung und könnten weiterhin günstig bleiben. Der Euro verbleibt nach einigen Schwankungen auf dem Vortagesniveau.

Ölpreisentwicklung

Nach der Abwärtsbewegung in der Nacht bleiben die Ölpreise heute Morgen zunächst in einer engen Spanne. ICE Gasoil geht am Dienstag mit einem Abschlag von etwa zwei Euro mit 472 US-Dollar pro Tonne in den Handel. Die europäische Rohölsorte Brent liegt heute Morgen bei 48,43 US-Dollar pro Barrel und ist damit unwesentlich günstiger als gestern.

Gestern wurden zum Quartalsabschluss die Ergebnisse US-amerikanischer Unternehmen für den Zeitraum April bis Juni veröffentlicht. Dabei kann festgestellt werden: Trotz der stetig sinkenden Preise für Rohöl fördern die USA immer mehr Öl.

Die amerikanischen Ölunternehmen würden aufgrund der niedrigen Ölpreise effektiver vorgehen, so Handelsblatt-Autor Thomas Jahn. Sie setzen neue und sparsame Technologien ein und bohren Quellen an, die kostengünstig zu erschließen sind. Der Öl- und Gasproduzent Anadarko verkündete beispielsweise, mit einem Bohrturm in Colorado 70 neue Ölquellen erschließen zu können. Experten, die auf die Kennzahl „rig count“, also die Anzahl der aktiven amerikanischen Bohrtürme achten, führte das laut Berichten des Handelsblatts in die Irre. Ende 2014 hätte es in den USA noch etwa 1.600 aktive Bohrtürme gegeben, heute sei es nur noch gut die Hälfte. Analysten hätte das dazu verführt, eine sinkende Produktion vorherzusagen.

Der Förderboom trotz niedriger Ölpreise in Amerika könnte zu einer Wende auf dem Ölmarkt führen. Seit den Ölkrisen in den 1970-Jahren verbieten die USA den Ölexport. Am vergangenen Freitag jedoch erlaubte das US-Handelsministerium erstmals den Export nach Mexiko. Dies sei zwar eine Einzelgenehmigung gewesen, im September soll aber über eine Gesetzesänderung abgestimmt werden, die das Exportverbot abschaffen würde.

Der Export von US-amerikanischem Öl könnte Auswirkungen auf den internationalen Ölmarkt haben. Derzeit kostet das amerikanische Öl „West Texas Intermediate (WTI)“ etwa 42 US-Dollar pro Barrel und damit rund 15 Prozent weniger als die europäische Rohölsorte Brent. Diese Differenz könnte mit Aufhebung des Exportverbots deutlich geringer werden – zum Vorteil von WTI.

Heute wird vor allem die Meldung der Bestandsdaten der amerikanischen Tanklager durch das American Petroleum Institute (API) erwartet. Diese werden wöchentlich bekannt gegeben und bilden einen Indikator für die aktuelle Ölnachfrage.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro wird heute bei 1,1085 US-Dollar gehandelt, nachdem die Gemeinschaftswährung am Montag zeitweise bis auf 1,1125 US-Dollar gestiegen war. Die leichten Verluste seien nach Experteneinschätzungen auf die Stärke des US-Dollars zurückzuführen.
Derzeit scheint die chinesische Konjunktur die Devisenmärkte zu beherrschen. China hatte in der vergangenen Woche den Yuan zum dritten Mal in Folge abgewertet. Damit stärke der Drachenstaat seine Exportwirtschaft, heißt es aus Handelskreisen, da seine Produkte auf dem Weltmarkt dadurch günstiger würden.

Heizölpreisentwicklung

Die Preise für Heizöl könnten weiterhin von den günstigen Ölpreisen profitieren. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt heute 56,58 Euro pro 100 Liter.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preiseinbrüchen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Das Auf und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf aufbauen kann.

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