Preisverfall am Ölmarkt - Heizöl deutlich günstiger

2. November 2016

Heizoelpreis sinkt 021116

Der Verfall der Ölpreise setzt sich fort. Am Markt wird zunehmend bezweifelt, dass die OPEC das Ölangebot effektiv reduzieren kann. Da zudem der Euro Gewinne verbuchte, wird Heizöl heute deutlich günstiger.

Ölpreisentwicklung

Seit Ende September waren es vor allem die Spekulationen über eine Produktionskürzung der OPEC, welche die Ölpreise auf über 50 US-Dollar pro Barrel anstiegen ließen. Immer mehr Analysten warnen nun vor einem Preisrutsch bis unter 40 Dollar, falls keine wirksame Reduktion des Angebots am Ölmarkt umgesetzt wird.

Ohne ein konkretes Abkommen der OPEC mit Nicht-OPEC Produzenten, sind Ölpreise oberhalb von 50 Dollar momentan nicht marktfähig. Das ergebnislose OPEC Treffen vom Wochenende deutet aber eher darauf hin, dass eine wirkungsvolle Maßnahme nur sehr schwer umzusetzen sein wird. Selbst ein Scheitern wird nicht mehr ausgeschlossen.

Angesichts der Erwartung eines Abkommens und dem damit verbundenen Anstieg der Ölpreise, bildeten Händler im letzten Monat überwiegend spekulative Kaufpositionen. Im steigenden Markt wird mehr gekauft, um die Ware später gewinnbringend zu verkaufen. Dagegen wird im fallenden Markt überwiegend verkauft.

Zuletzt stieg der Anteil der spekulativen Kauf-Positionen an den Warenterminbörsen rekordverdächtig an. Immer weniger Händler gingen das Risiko ein, auf fallende Ölpreise zu setzen. Mit dem nun einsetzenden Stimmungswechsel nimmt auch der Verkaufsdruck zu, was die Preise wieder einbrechen lässt.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Heute Morgen kostet ein Barrel des europäischen Nordseeöls Brent nur noch 47,85 US-Dollar. Das amerikanische WTI-Öl kostet 46,70 US-Dollar pro Barrel. Das ist der tiefste Stand seit über einem Monat. Die Ölpreise nähern sich wieder dem Niveau, dass sie vor der Erklärung der OPEC hatten, die Fördermengen reduzieren zu wollen. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell mit 435,75 US-Dollar je Tonne notiert. Damit liegt die Notierung nur noch sechs Prozent über dem Kurs vor der OPEC Ankündigung Ende September. 

Der Ausfall einer bedeutenden Produktpipeline in den USA stützt die Produktnotierungen, wobei dies insbesondere Benzin betrifft. Dies wird auch an Tankstellen festzustellen sein, wenn sich der Preisunterschied zwischen Diesel und Benzin erhöht.

Momentan ist nicht abzusehen, ob sich der zuletzt massive Verfall der Ölpreise so fortsetzen kann. Zweifel an einem wirkungsvollen Abkommen der OEPC Ende November, eine bilsang ansteigende Produktion der OPEC und in den USA sowie die Erwartung steigender Rohölbestände in den USA sprechen zumindest gegen steigende Ölpreise.

Heute Nachmittag werden die offiziellen US-Ölbestandsdaten veröffentlicht. Sollte sich der vom API (American Petroleum Institute) gemeldete enorme Aufbau der Rohölbestände bestätigen, könnte dies die Ölpreise zusätzlich belasten.

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist aktuell 1,1067 US-Dollar wert. Damit hat der Euro innerhalb einer Woche fast zwei Cent gegenüber dem Dollar zugelegt.
Ursache dafür ist in erster Linie eine Dollar-Schwäche.  

Umfragen deuten darauf hin, dass Donald Trump seinen Rückstand auf Hillary Clinton gut eine Woche vor der US-Wahl verringern konnte. Clinton gilt für die Finanzwelt als berechenbarer. Analysten befürchten, dass ein Wahlerfolg Trumps die Chancen auf eine Zinserhöhung im Dezember stark verringern würde.

Heute wird die US-Notenbank Fed ihre vorletzte Zinsentscheidung in diesem Jahr bekanntgeben. Mit einer Zinsanhebung wird nicht gerechnet. Anleger erwarten aber Hinweise auf mögliche Entscheidungen bei der letzten Zinssitzung im Dezember. 

Mittelfristig ist von einer anhaltenden Stärke des Dollars auszugehen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank Fed im Dezember dieses Jahres gilt immer noch als hoch. Ein höherer Leitzins macht wiederum eine Währung für Anleger attraktiver und stützt damit deren Wechselkurs. 

Heizölpreisentwicklung

Heizöl wird heute deutlich günstiger. Der  durchschnittliche Preis für eine 3.000 Liter Standard Lieferung liegt bei 53,63 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Damit liegt der Literpreis nur noch einen Cent über dem Vormonat. Gegenüber der Vorwoche sind die Heizölpreise um drei Cent günstiger und gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um fast vier Cent pro Liter.

Damit bietet sich in diesen Tagen ein günstiger Kaufzeitpunkt. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert und man nicht auf einen negativen Ausgang der OPEC Verhandlungen spekulieren will. Dies beinhaltet immer noch ein hohes Maß an Risiko, da das Scheitern einen enormen Vertrauensverlust des Kartells nach sich ziehen würde und die Mitglieder daher bestrebt sein werden, Kompromisse zu finden.

Die Heizöl-Nachfrage ist inzwischen rückläufig, allerdings werden noch Heizöl-Bestellungen aus der ersten Hälfte des Oktobers abgearbeitet. Sehr kurzfristige Lieferungen sind in vielen Regionen nur nach telefonischer Abstimmung möglich.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein neues heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.