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Heizölpreis: Rohöl günstiger, Heizöl steigt

26. April 2019, Peter Dudda

Heizölpreis zum Wochenende stabil 26.04.19

Rohöl bewegte sich gestern kurzzeitig im Bereich eines neuen Jahreshochs, was allerdings nicht lange Bestand hatte. Der Eurokurs stellt zurzeit den größeren Einfluss für den Heizölpreis dar: Der Euro zeigt sich auf einem niedrigen Niveau und verharrt dort.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Russland liefert verunreinigtes Öl nach Europa
  • Brent bei 74,19 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 641,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1134 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 72,36 Euro / 100L
     

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 Offene Kämpfe in Libyen
 Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
 OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
 Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
 China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
Russland deutet Produktionssteigerung an
 Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 74,19 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug noch 74,59 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 73,59 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 641,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 639,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 642,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 26.04.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Das Preisniveau oberhalb der 74 US-Dollar bleibt seit Ostern bestehen. Gestern Vormittag stimmte die Konstellation für Gewinnmitnahmen, doch es fehlten klare Impulse, weshalb die Händler sich zurückhielten. Eine Meldung hob den Ölpreis am Vormittag schließlich deutlich an. Er stieg bis über 75 US-Dollar an und erreichte damit seinen bisherigen Höchstpreis des Jahres. Der Grund dafür sind europäische Länder, die die Abnahme russischen Rohöls vorübergehend ausgesetzt haben. Bis in den Nachmittag hinein zeigte sich der Ölkurs überraschend fest. Anstatt wie erwartet zum Nachmittag automatisch wieder zu sinken, da die Abnahmeverweigerung von russischem Öl nur wenige Tage dauern soll, blieb der Ölpreis auf hohem Niveau und hatte sogar Tendenzen, weiter zu steigern.

Zum Nachmittag begünstigten die Marktteilnehmer schließlich fallende Preise, indem sie Gewinne mitnahmen, wie es eigentlich schon am Morgen erwartet wurde. Der feste Kurs lieferte nun die nötigen Signale zum Verkaufen. Am Abend sank der Kurs innerhalb weniger Minuten deutlich ab und landete sogar unterhalb des niedrigsten Preises des Tages. Damit schloss der Ölmarkt nach einem turbulenten Tag mit einem Jahreshoch auf vergleichsweise niedrigem Niveau den Tag ab. Das zeigt, dass die langfristig preissenkenden Einflüsse wie die steigende US-Ölförderung oder schwaches Ölnachfragewachstum recht stark sind, der Kurs aber anfällig für kurzfristige und preissteigernde Einflüsse ist und hier deutliche Reaktionen gibt. Diese Auswirkungen haben jedoch nicht lange Bestand.

Heizöl befindet sich zurzeit in einem Umfeld mit einer Tendenz zu steigenden Preisen. Rohöl bewegt sich auf einem hohen Niveau und der schwächelnde Eurokurs stützt den Heizölpreis. Es sprechen einige Anzeichen für einen weiteren Anstieg des Heizölpreises - zumindest kurz- und mittelfristig scheint dies der Fall zu sein, denn die Tendenz könnte sich über den Sommer fortsetzen. Heizölkäufer sollten sich deshalb überlegen, ob sie ihre Tanks füllen, solange die Preise noch moderat sind, um sich vom Marktgeschehen unabhängig zu machen. 
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1134 US-Dollar, am Donnerstagmorgen waren es 1,1135 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde ebenfalls bei 1,1135 US-Dollar festgesetzt.

Der Euro musste abermals Kursverluste hinnehmen. Die in dieser Woche veröffentlichten Konjunkturdaten fielen enttäuschend aus, was den Eurokurs unter Druck setzte, da noch weitere Anzeichen für eine schwache Phase der europäischen Wirtschaft sprechen. Politische Unsicherheiten wirken sich preissenkend aus. Dazu gehören natürlich die Entwicklungen des Brexit und aktuell auch die Parlamentswahlen in Spanien, die am Wochenende stattfinden sollen. Bisher wird keine klare Mehrheit erwartet. So ist es gut möglich, dass der Kurs unterhalb der 1,12 US-Dollar verharrt.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Russland liefert verunreinigtes Öl nach Europa
     

Die Öllieferungen aus Russland nach Deutschland und dem restlichen Westeuropa über die Druschba-Pipeline wurde gestern teilweise unterbrochen, da die westlichen Länder das Öl nicht abnahmen. Das Öl wies eine ungewohnt schlechte Qualität auf. Bis die ursprüngliche Qualität wieder hergestellt ist, sitzen polnische und ostdeutsche Raffinerien auf dem Trockenen. Zwar können kurzfristige Aufträge durch die Lagerbestände aufgefangen werden, doch ein längerer Ausfall könnte deutlichere Auswirkungen auf die Preise von Ölprodukten haben.

Der Ölpreis reagierte prompt, doch die Reaktion hielt nicht lange an, denn die allgemeine Versorgung ist durch diesen kurzfristigen Ausfall nicht gefährdet. Die Raffinerien sind nicht auf das russische Öl angewiesen, denn sie beziehen auch aus Saudi-Arabien, Norwegen oder Nigeria Rohöl. Dass der Ölkurs so stark auf den Ausfall einging, liegt daran, dass der Ausfall trotz alternativer Lieferanten nicht komplett aufgefangen werden kann. Immerhin kann die Druschba-Pipeline bis zu eine Million Barrel am Tag transportieren und gehört damit zu den Hauptschlagadern des europäischen Ölhandels.  

Die Qualitätsmängel des russischen Öls sind nicht zum ersten Mal aufgetreten. Bereits in der vergangenen Woche wurden Beschwerden über verunreinigtes Öl aus Russland laut. Laut dieser Stimmen enthielt das Öl organisches Chlorid. Das ist nicht überraschend, denn es wird verwendet, um die Produktion zu steigern. Vor der Weiterverarbeitung in den Raffinerien muss das Chlorid jedoch wieder vom Rohöl getrennt werden, um die Raffinerien nicht zu beschädigen. Dies wurde offenbar versäumt. Bis Montag sollen diese Mängel behoben werden und die Druschba-Pipeline wie gewohnt sauberes Öl nach Europa liefern.

 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 72,36 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 72,25 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Peter Dudda - Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

kontakt-heizoelnews@total.de

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