Rohölpreise steigen an, Preise für Heizöl legen ebenfalls zu

Heizölpreis gestiegen 31_08_2015

Die Rohölpreise sind seit vergangenem Donnerstag im Aufwärtstrend. Der Euro konnte sich leicht von seinen Verlusten erholen, verbleibt jedoch deutlich unter der Marke von 1,13 US-Dollar. Die Preise für Heizöl legen im Vergleich zum Freitag ebenfalls zu.

Ölpreisentwicklung

Nach der starken Aufwärtsbewegung der Ölpreise seit Donnerstag gingen die Notierungen von Rohöl und Gasoil am Freitag mit neuen Wochenhochs aus dem Handel. Meldungen zu einem möglichen Sondermeeting der OPEC und einem Lieferausfall in Nigeria stützten die Ölpreise.

Heute kostet ein Barrel der europäischen Rohölsorte Brent 49,41 US-Dollar und damit etwa zwei Dollar mehr als am Freitagmorgen. Auch die für den Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil ist zum Wochenbeginn gestiegen und liegt heute bei 476 US-Dollar pro Tonne, etwa vierzehn Dollar höher als Freitag.

Venezuela hatte in der vergangenen Woche ein Sondertreffen der OPEC Mitglieder beantragt. Dabei soll eine Kürzung der Erdölproduktion als Reaktion auf die derzeitige Überversorgung des Marktes und das niedrige Ölpreisniveau diskutiert werden.
Ob ein Sondertreffen jedoch tatsächlich stattfinden wird, bleibt weiterhin unklar. Saudi-Arabien hatte in der Vergangenheit eine Beteiligung Russlands als zwingende Voraussetzung für eine mögliche Produktionskürzung genannt. Sollte sich Russland auf koordinierende Maßnahmen mit der OPEC einlassen, könnte ein Sondermeeting womöglich stattfinden. Beteiligt sich Russland nicht, gehen Marktteilnehmer davon aus, dass die Preise an den Ölbörsen schon bald wieder fallen könnten. Die Marktlage habe sich grundsätzlich nicht verändert und sei weiterhin von hohen Ölbeständen geprägt.

In dieser Woche wartet man deshalb wieder besonders auf die US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und des Department of Energy (DOE). Darüber hinaus soll heute erstmals ein Bericht zur US-Ölproduktion veröffentlicht werden, der auf erfragte Werte der Förderunternehmen zurückgreift. Die wöchentlichen Daten des DOE basieren dagegen auf Hochrechnungen.

Die Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 31.08.2015
Bericht zur US-Ölproduktion
Verbraucherpreisindex Eurozone

Dienstag, 01.09.2015
Arbeitslosenquote der Eurozone
Fahrzeugverkäufe in den USA
US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API)

Mittwoch, 02.09.2015
Rohöl Lagerbestand der Energy Information Aministration (EIA)
US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE)
Konjunktureinschätzung der US-Notenbank

Donnerstag, 03.09.2015
Zinssatzentscheidung der Europäischen Zentralbank
Handelsbilanz der USA

Freitag, 04.09.2015
G20 Meeting der Finanzminister und Vorsitzenden der Zentralbanken
Bruttoinlandsprodukt der Eurozone
Arbeitsmarktdaten der USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat sich am Montag von seinen Verlusten der vergangenen Handelstage erholt.  Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,1210 US-Dollar, nachdem sie am Freitagabend bis auf etwa 1,1160 Dollar abgerutscht war.

Zum Wochenstart richten sich die Blicke der Marktteilnehmer vor allem auf neue Preisdaten aus dem Euroraum und die US-Notenbank Fed. Zunächst hatte man in den USA eine Leitzinserhöhung im September erwartet. Im Hinblick auf die Konjunkturkrise in China war dies jedoch zunehmend unwahrscheinlich geworden.
Beim Treffen der internationalen Notenbanker in Wyoming hat nun der Fed-Vizepräsident Stanley Fischer angedeutet, dass die jüngsten Wirtschaftsdaten und die Entwicklung der Finanzmärkte in den nächsten beiden Wochen maßgeblich für die Entscheidung über zukünftige Zinsen seien. Dies gibt Spekulationen um den Zeitpunkt der Zinserhöhung erneut Auftrieb.

Am Mittwoch wird deshalb die Veröffentlichung des Beige Book, der Konjunktureinschätzung der US-amerikanischen Notenbank, erwartet.  Am Freitag folgen die US-Arbeitsmarktdaten für den August.

Heizölpreisentwicklung

Die Preise für Heizöl folgen den Notierungen für Brent und Gasoil und steigen zum Wochenstart ebenfalls an. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt heute 57,35 Euro pro 100 Liter, gut einen Euro mehr als am Freitag.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preiseinbrüchen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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