Schwacher Wochenstart für die Ölpreise

22. Februar 2016,

Heizoelpreis-sinkt-22-02-2016

Da der Iran daran festhält seine Produktion steigern zu dürfen, erscheint eine Einigung der OPEC Staaten auf eine effektive Produktionskürzung zum aktuellen Zeitpunkt als unwahrscheinlich. Die Ölpreise starten geschwächt in die Woche. Dementsprechend ergeben sich für heute günstigere Heizölpreise.

Ölpreisentwicklung

Im Laufe der letzen Woche konkretisierte sich der Vorschlag, die Fördermengen auf Januar-Niveau zu fixieren. So haben unteranderem Saudi-Arabien und Russland dem Vorschlag zugestimmt. Bedingung ist allerdings, dass alle OPEC Mitglieder und Russland an der Maßnahme teilnehmen. Jedoch scheint es zum aktuellen Zeitpunkt nicht, als würde der Iran dem zustimmen. Infolgedessen sanken die Ölpreise.

Zum Wochenbeginn ergeben sich somit folgende Preise:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 33,38 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 308,25 US Dollar je Tonne.

Ziel des OPEC Abkommens mit Russland ist es, ein Ausweiten der Fördermengen zu verhindern. Da der Iran jedoch vorhat, seine während der Sanktionen verlorenen Marktanteile wieder zurückzugewinnen, scheint es aktuell sehr unwahrscheinlich, dass es zu einer Einigung kommen wird.

Und auch mit einer Einigung sehen viele Analysten keine Reduzierung des bestehenden Überangebots. Denn es heißt, dass dem Iran Sonderregellungen einräumt werden würden, mit denen die Fördermenge dort noch ausgebaut werden dürfe. Damit würde die Gesamtproduktion der OPEC weiter zunehmen.

Zudem haben sowohl Russland als auch Saudi-Arabien im Januar nahe der Rekordmarke produziert. Eine Deckelung der Menge auf diesem Niveau würde nicht effektiv zu einem Abbau des Überangebots führen. In den Augen einiger Marktteilnehmer sei es jedoch ein erster Schritt in die Richtung einer Produktionskürzung zu einem späteren Zeitpunkt.

Aus den USA meldet der Baker Hughes Bericht vom Freitag, dass die Anzahl der aktiven US-Bohranlagen weiter rückläufig ist. Innerhalb einer Woche ist ein Rückgang von fast sechs Prozent zu verzeichnen. Damit sinkt das  amerikanische Produktionspotenzial immens.

Trotzdem interpretiert man die aktuelle Marktlage eher preisdrückend. Tendenziell gehe man von einer weiter steigenden Ölförderung der OPEC aus. Zudem hat die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) die Prognose für das globale Wirtschaftswachstum gesenkt. Damit reduziert sich auch das erwartete Wachstum der weltweiten Öl-Nachfrage.

Dementsprechend startet der Ölpreis geschwächt in die Woche. Für die kommende Woche bleibt abzuwarten, ob und inwiefern der Iran dem Abkommen zustimmen wird bzw. welche Sonderregelungen für das Land gefunden werden.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 22.02.2016

  • Chicago Fed Nationale Aktivität Index (gesamtwirtschaftliche Aktivität der USA)

Dienstag, 23.02.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)

Mittwoch, 24.02.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)

Donnerstag, 25.02.2016

  • Verbraucherpreisindex Eurozone

Freitag, 26.02.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • Bruttoinlandsprodukt Preisindex USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet konnte im Vergleich zum Freitag etwas zulegen. Zurzeit wird der Euro bei 1,1086 US-Dollar notiert.

Anleger hielten sich am heutigen Morgen zunächst zurück. Denn heute erwartet man Stimmungsdaten zur wirtschaftlichen Lage der Eurozone. Der schwache Jahresauftakt an den Weltbörsen dürfte sich jedoch drückend auf Stimmungsindikatoren auswirken, was den Euro tendenziell belastet.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 42 Cent je Liter Heizöl. Aufgrund der gesunkenen Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE ergeben sich heute günstigere Preise für Heizöl.

Angesichts der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Februar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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