Sorge um Atomverhandlungen treibt Ölpreise weiter nach oben

Der gestrige Heizöl-Preisanstieg setzt sich auch heute fort. Zwar konnte sich der Euro wieder aufrappeln, was den Aufwärtstrend an der Ölbörse aber nicht ausgleichen konnte. Die aktuellen Heizölpreise werden deutlich steigen.

Ein Grund für den gestrigen Ölpreis-Anstieg sind die enttäuschenden Meldungen zu den Atomverhandlungen mit dem Iran. Die Uneinigkeiten des Iran mit Frankreich sollen die Gesprächserfolge immer mehr belasten. Die eher negative Entwicklung der Verhandlungen drückt sich in steigenden Ölpreisen aus.

Der Preisanstieg wird auch durch die aktuelle Markt- und Wetterlage in den USA unterstützt. Die Heizöl-Nachfrage war in den letzten Wochen schon deutlich angestiegen. Nun brechen die Wintermonate ein, was den Bedarf an Heizöl noch weiter steigen lassen wird.

In den kommenden Wochen wird zudem mit Temperaturen gerechnet, die weit unter den Durchschnittswerten in dieser Jahreszeit liegen. Mit einem Rückgang der Nachfrage ist folglich nicht zu rechnen. Zusätzlich kommen noch Produktionsausfälle an wichtigen Raffinerien in den USA sehr ungelegen. Weniger Raffineriekapzität geht mit einer niedrigeren Verarbeitung des reichlich vorhandenen Rohöls einher. Das lässt vor allem die Produktpreise steigen. Der Gasölpreis stieg in der Folge am kräftigsten an.

Gegen einen langfristigen Preisanstieg spricht laut Analysten des API (American Petroleum Institute), dass die Importe der USA weiter zurückgehen werden, da die eigene Förderung aktuell auf dem höchsten Stand seit 25 Jahren ist. Und auch die iranischen Öl-Unternehmen sollen sich schon auf eine Aufhebung der bestehenden Sanktionen vorbereiten und bereits mit den Mineralölkonzernen verhandeln.

Bis die Verhandlungen mit dem Iran Fortschritte aufweisen, wird sich der die Situation am den Ölbörsen wohl nicht merklich entspannen. Trotzdem sind die aktuellen Heizölpreise niedriger als in den letzten Jahren zur gleichen Jahreszeit.

Ihr Total Heizöl Team

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