Stabile Ölpreise: Zurückhaltung durch ruhige Nachrichtenlage

13. August 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl ist heute etwas teurer - schwacher Euro 13.08.2019

Ohne wichtige Impulse hielten sich die Händler gestern an den Börsen sichtbar zurück. Dadurch veränderten sich die Ölnotierungen kaum. Der sinkende Eurokurs aufgrund der Italienkrise und der Brexit-Sorgen macht Heizöl heute allerdings leicht teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Venezuela wieder im Fokus: Maduro will Parlament auflösen
  • Devisenmarkt: Italien-Krise drückt Eurokurs
  • Brent bei 58,19 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 555,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1197 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 65,62 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,62 Cent pro Liter Heizöl. Am Montagmorgen lag der Heizölpreis bei 65,51 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Saudi-Arabien kürzt Produktion zusätzlich
Zuspitzung des Iran-Konflikts
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 OPEC+ Kürzungen werden verlängert
US-Notenbank senkt Zinsen

Trump droht mit Abbruch der Handelsgespräche mit China

Neue US-Strafzölle gegen China
EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen
 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak
USA steigern Produktion weiter deutlich
Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,19 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 58,38 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 58,73 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 550,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 554,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 557,00 US-Dollar.
 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 13.08.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Wenn es an Nachrichten mangelt, konzentriert sich die Börse häufig auf technisch-mathematische Signale, die den Ölnotierungen einen bestimmten Dreh geben können. Auch dies blieb gestern weitestgehend aus. Die Händler hielten sich sichtbar zurück und folgten nur in sehr engen Spannen den Vorgaben der Berechnungen.

Daran konnte auch die Meldung aus Venezuela nichts ändern, dass das Maduro-Regime demnächst das Parlament auflösen will. Dieser nächste Schritt im Ringen um demokratische Wahlen und einen Machtwechsel wird zwar registriert, bewegt für den Ölmarkt momentan aber nichts an der sowieso schon bekannten Situation. Öl aus Venezuela spielt für das globale Angebot aufgrund einer desolaten Wirtschaft und der Sanktionen der USA kaum noch eine Rolle – neue politische Schachzüge ändern daran vorerst nichts.

Auch um die Iran-Krise ist es aktuell sichtbar ruhig geworden, die Risikoprämien, die sich aus den Auseinandersetzungen in der Straße von Hormuz ergeben hatten, werden nach und nach aus den Ölpreisen wieder herausgerechnet.

Mit den neuen Schwierigkeiten in den USA-China-Verhandlungen und den sinkenden Nachfrage- und Konjunkturprognosen hat sich der Markt vorerst ebenfalls arrangiert, auch wenn er davon auszugehen scheint, dass es hier kaum zu einer Besserung kommen wird.

Wenn wir die allgemeine Stimmung und das Marktagieren betrachten, so wird auch heute wieder deutlich, dass sich der Markt momentan von allen langfristigen Kaufpositionen bzw. allen längerfristigen Entscheidungshorizonten verabschiedet hat. Er reagiert kurzfristig auf Ereignisse, die zum Beispiel heute Nachmittag in Form der US-Bestandsdaten laut API für Bewegung sorgen könnten.

Auch wenn der Eurokurs wieder an Wert verloren hat, und damit Heizöl für inländische Käufer leicht verteuert, bleibt momentan die Empfehlung, sich das moderate Preisniveau zunutze zu machen. Obwohl die langfristigen Aussichten erst einmal auf Preisnachlässe hindeuten, so nimmt der Markt aktuell stärker die bevorstehende Heizsaison in den Fokus und könnte sich hier auf das kurzfristige Nachfragewachstum konzentrieren. Mit dem baldigen Heizölkauf machen Sie sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1197 US-Dollar, am Montag waren es 1,1209 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1194 US-Dollar festgesetzt.

Die Verluste des Euro sind heute Morgen ein hausgemachtes Problem. Die italienische Regierungskrise rückt mit einem möglichen Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Conte in den Mittelpunkt, außerdem bleibt die Sorge um den Brexit bestimmend.

Beide Faktoren schwächen das Vertrauen der Anleger in die Gemeinschaftswährung und geben damit den gekoppelten Devisen – wie eben dem Dollar – Aufschwung. Wirtschaftlich stehen Konjunkturzahlen aus den USA und Deutschland auf dem Programm, auch die Konjunkturerwartungen aus der Eurozone dürften heute wieder einen Einfluss haben.

Da alle diese Kennzahlen wenig optimistisch erwartet werden, besteht die Gefahr, dass der Eurokurs im Laufe des Tages noch weiter unter Druck gerät.
 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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