Stabiler Wochenstart für die Ölpreise

29. Februar 2016

Heizoelpreis-steigt-29-02-2016

Eine bessere wirtschaftliche Lage in den USA und die Meldung einer weiter rückläufigen Anzahl an aktiven US-Bohranlagen stützten den Ölpreis am Freitag. Weiter bleibt das angekündigte Sondermeeting der OPEC mit Russland ein brisantes Thema am Ölmarkt. Heute bleiben die Heizölpreise in etwa auf dem Niveau von Freitag.

Ölpreisentwicklung

Am Freitag veröffentlichte Baker Hughes seinen Bericht zu der aktuellen Anzahl aktiver US-Bohranlagen. Erneut ist ein Rückgang zu verzeichnen. Zudem signalisiert die amerikanische Wirtschaft eine positive Entwicklung. Das dortige BIP im letzten Quartal 2015 übertraf die Erwartungen. Infolgedessen zogen die Ölpreise an.

Zum Beginn der Woche ergeben sich somit folgende Notierungen:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 35,29 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 313,75 US Dollar je Tonne.

Weiter geht man in den USA von einer stark sinkenden Ölförderung aus. Zwar warte man schon lange auf einen Rückgang bedingt durch die niedrigen Ölpreise. Jedoch blieb die Förderung trotz sinkender Anzahl an aktiven Anlagen bislang relativ hoch.

Einige große US-Produzenten kündigten nun massive Investitionskürzungen von bis zu 50 Prozent an. Aber auch die Produktion werde zurück gehen. Dies könnte zum Abbau des bestehenden Überangebots beitragen und damit den Ölpreis möglichweise wieder stützen.

Baker Hughes meldet am Freitag einen Rückgang um 13 Anlagen. Damit liegt die Gesamtanzahl derzeit bei 400 aktiven Ölbohranlagen. Noch vor einem Jahr waren es knapp 1000. Damit ist ein Rückgang von knapp 60 Prozent innerhalb eines Jahres zu verzeichnen.

Die Entwicklung dieses Rückgangs wird von daher als Hauptfaktor für die Beschränkung des Ölangebots angesehen. Jedoch werde dies nicht reichen, um die Überversorgung zu beenden, so die Meinung vieler Marktteilnehmer.

Denn weiter strebt der Iran eine Steigerung der Ölförderung an. Dieser Anstieg würde wohlmöglich den Rückgang in den USA ausgleichen. Denn die Ölnachfrageprognose für das kommende Jahr bleibt weiter pessimistisch.

Und auch eine Deckelung der Fördermengen auf das Niveau vom Januar würde die Überversorgung laut Analysten nicht ausreichend abbauen. Dies stand in der letzten Woche vermehrt zur Diskussion innerhalb der OPEC und auch in Russland. Jedoch wurde im Januar nahe der Rekordmarke produziert. Deshalb würde die Drosselung auf dieses Niveau weiterhin zu einer Überversorgung führen.

Damit bleibt weiter abzuwarten, inwiefern die US-Ölproduktion zurück gehen wird und inwiefern man sich innerhalb der OPEC auf eine Produktionsbeschränkung einigen kann.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 29.02.2016

  • Verbraucherpreisindex Eurozone

Dienstag, 01.03.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • ISM bezahlte Preise USA (Indikator für die allgemeine wirtschaftliche Lage)

Mittwoch, 02.03.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten Department of Energy (DOE)
  • Erzeugerpreisindex Eurozone

Freitag, 04.03.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • US Arbeitslosenquote

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet etwas schwächer als noch Freitagmorgen. Zurzeit wird der Kurs bei 1,0925 US-Dollar notiert. Damit hat der Euro in etwa einen Cent an Wert eingebüßt.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 42,68 Cent je 100 Liter Heizöl. Damit hat der Heizölpreis in etwa 20 Cent zugelegt.

Angesichts der kalten Temperaturen und der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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