Ruhige Nachrichtenlage stabilisiert Ölnotierungen und Heizölpreis

8. Oktober 2019, Ricarda Altrichter

Heizoelpreis_081019

Weiterhin hält sich der Markt mit deutlichen Tendenzen zurück und wartet auf die Handelsgespräche zwischen China und den USA sowie auf die Monatsreports der großen Ölagenturen. Mit einem stabilen Eurokurs liegt der Heizölpreis heute über dem Vortagesniveau.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Ecuador warnt vor Produktionsrückgang
  • Gespräche zwischen USA und China: Hoffen auf minimale Annäherungen
  • Brent bei 58,67 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 588,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,0979 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 68,50 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,50 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 67,95 Cent pro Liter Heizöl.

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung:

China und USA wieder im Gespräch

 

Waffenstillstand zwischen Saudi-Arabien und Jemen

Demokraten untersuchen Amtsenthebung Trumps

Saudische Ölproduktion wiederhergestellt und über Niveau vor Anschlägen

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,67 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 58,32 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 58,40 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 588,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 579,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 588,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 08.10.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Immernoch konzentriert sich der Markt auf die Gespräche zwischen den USA und China, die Ende der Woche wieder aufgenommen werden sollen. Allenthalben macht sich die leise Hoffnung auf wenigstens minimale Annäherungen breit, auch wenn beide Länder fundamental unterschiedliche Ziele zu verfolgen scheinen.

 

Für China, das sich aktuell wieder mit dem Blacklisting mehrerer Unternehmen konfrontiert sieht, würden schon kleinere Zugeständnisse reichen. Trump will allerdings einen allumfassenden Deal – natürlich zugunsten der USA.

Letztendlich zeigen erst die Ergebnisse, ob die Bremsklötze am Motor der Weltwirtschaft schnell wieder entfernt oder sogar verstärkt werden. Das Abwarten macht sich in eng pendelnden Ölnotierungen deutlich, auch wenn die minimalen Aufschwünge gestern von technischen Käufen zum Auffüllen zuvor verkaufter Positionen beflügelt wurden. Diese sogenannten Short Coverings haben keinerlei langfristigen Einfluss, zeigen aber das zögerliche und auf Sicherheit bedachte Agieren des Marktes.

 

Trotz wenig ausschlaggebender Neuigkeiten behält der Markt jedoch mehrere Themenfelder im Auge: Die Unruhen im Irak sorgen ziehen die Aufmerksamkeit erneut auf den Nahen Osten und natürlich auch auf die Ölproduktion des Landes. Ecuador hat unterdessen vor einem Förderrückgang von ziemlich genauen rund 59.500 B/T gewarnt. Auch dort halten Unruhen das Land in Atem.

 

Die genaue Angabe sorgt für einen gewissen „Wahrheitsgehalt“ der Warnung, ist aber momentan dennoch zu abstrakt bzw. gering, um für wirkliche Veränderungen zu sorgen. Selbstverständlich wird auch die Auseinandersetzung Türkei-USA um Nordsyrien nicht ignoriert, während der Blick weiterhin auf Iran geheftet bleibt.

 

Es ist aktuell davon auszugehen, dass spätestens mit den Wochenberichten zu den US-Ölbeständen und den Monatsberichten von IEA und EIA mehr Bewegung in die Ölpreise kommt. Zwar könnten korrigierte Nachfrageprognosen und gestiegene Ölbestände für Preisabschwünge an den Börsen sorgen, doch die Handelsgespräche wären im positiven Fall ein sehr starkes Gegengewicht.

 

Heizölkäufer sollten sich angesichts der Ruhe schnell zum Auffüllen des Tanks entscheiden, um die Heizsaison mit einem moderaten Preisniveau zu beginnen und sich von allen Entwicklungen auf dem weltpolitischen Parkett unabhängig zu machen.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0979 US-Dollar, am Montag waren es 1,0966 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,0993 US-Dollar festgesetzt.

Auch die Euronotierung kommt kaum von der Stelle, da auch die Devisenmärkte zuallererst auf die Handelsgespräche schauen. Hier könnten Neuigkeiten bzw. kleinere Impulse aber größere Ausschläge haben als auf den Ölmärkten, da jeder Impuls direkt auf den Geldwert wirkt – vorrangig den Dollar als Leitwährung.

Der Euro wird notgedrungen davon beeinflusst, zumal auf europäischer Seite aktuell nur wenig beeinflussende Ereignisse erwartet werden. Erst am Donnerstag könnte sich dies mit einer neuerlichen Sitzung der Europäischen Zentralbank wieder sichtbar ändern. Zuletzt hatte jeder EZB-Impuls allerdings negative Auswirkungen.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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