API: Starke US-Ölbestandsaufbauten – Heizöl günstiger

17. Oktober 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis am Donnerstag günstiger 17.10.19

Der Rohölpreis kam im Laufe des Mittwochs aufgrund hoher Tankerkosten, positiver Brexit-Verhandlungen und überraschend stark gestiegenen US-Ölbeständen in Bewegung, zeigte am Ende des Tages jedoch keine eindeutigen Tendenzen. Der Euro zeigt Stärke, der Dollar schwächelt. Heizöl heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • API: US-Ölbestände überraschend stark gestiegen
  • Brexit: Positive Stimmung nach neuen Verhandlungen
  • Brent bei 58,95 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 585,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1076 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 67,86 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,86 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 68,06 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

China und USA machen Zugeständnisse

Lage im Nahen Osten

OPEC- und EIA-Monatsberichte

 

Enttäuschung über China-USA-Verhandlungen

Steigende Frachtkosten für Tanker

IEA-Monatsbericht

Nigeria darf mehr Öl fördern

Saudische Ölproduktion wiederhergestellt und über Niveau vor Anschlägen

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,95 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 58,89 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 59,10 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 585,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 582,00 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 581,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 17.10.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Am Mittwochmorgen wirkten die am Dienstag entstandenen Verkaufssignale noch immer und gaben einen preissenkenden Einfluss, der sich jedoch mit der Ankündigung der OPEC, die Ölförderung weiter zu kürzen, auflöste.

Im Laufe des Vormittags tendierte der Ölpreis abwärts, da die Nachfrage nach sofort verfügbarem Öl aufgrund der hohen Tankerkosten nachlässt. Die Frachtkosten hatten sich zuletzt erhöht, da die USA den Iran mit Sanktionen belegt, um dessen Wirtschaft zu schwächen und die Fertigung von Atomwaffen zu verhindern. Nun hatte sich eine große Transportfirma über die Sanktionen hinweggesetzt und Handel mit dem Iran betrieben, woraufhin sie ebenfalls mit Sanktionen belegt wurde.

Im weiteren Tagesverlauf warteten die Marktteilnehmer auf Neuigkeiten in Sachen Brexit. Sie erwarteten eine Einigung, die eine positive Entwicklung der europäischen Wirtschaft erlaubt. Diese Erwartung stützte den Ölpreis, doch der Bericht der International Energy Agency wies auf eine Überversorgung des Marktes hin, was dem stützenden Effekt entgegen wirkte.

Dennoch setzte sich gegen Abend die Aufwärtstendenz durch und die Marktteilnehmer rangen sich zu Käufen durch und gaben dem Ölpreis damit weitere steigernde Impulse. Man erwartete positive Nachrichten zum Brexit und entschied sich deshalb für die Käufe. Diese Erwartungen wurden jedoch nicht erfüllt. Außerdem meldete das American Petroleum Institute (API) einen überraschend starken Bestandsaufbau von US-Rohöl. Beides zusammen sorgte dafür, dass der Ölpreis das Tageshoch nicht überwand und wieder sank.

Während der Rohölpreis letztlich wenig Bewegung zeigte, legte der Gasoilpreis etwas zu. Doch der Euro zeigt sich stark, was das ursprünglich in US-Dollar gehandelte Heizöl in der Eurozone günstiger werden lässt. Nutzen Sie diese Gelegenheit und füllen Sie Ihre Heizöltanks zu einem günstigen Preis auf, bevor die Heizsaison startet und damit die Nachfrage und möglicherweise auch die Preise steigen.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1076 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1037 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1072 US-Dollar festgesetzt. 

Gestern legte der Euro zu, denn die Hoffnungen auf eine Einigung zwischen EU und Großbritannien nahmen zu. Es fanden Gespräche statt, die Unstimmigkeiten und Hindernisse auf dem Weg zu einer Einigung aus dem Weg räumen sollten. Teilnehmer bezeichneten die Gespräche als sehr konstruktiv, ungelöste Probleme bestünden jedoch weiterhin.

Der US-Dollar wurde indessen von enttäuschenden Einzelhandelsdaten aus den USA geschwächt, was dem Euro weiteren Auftrieb gab. Beide Einflüsse sorgten für einen deutlichen Anstieg des Eurokurses, von dem Sie als Heizölkäufer profitieren, denn ein starker Euro senkt den Heizölpreis in der Eurozone.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • API: Höhere US-Ölbestände als erwartet
  • Brexit: Einigung lässt auf sich warten

API: Überraschend starke US-Rohölbestandsaufbauten

Das API meldete in der Nacht unerwartet starke Bestandsaufbauten bei US-Rohöl. Zwar gingen die Marktteilnehmer entsprechend der Jahreszeit, in der die Wartungsarbeiten anlaufen, von einem Aufbau der Vorräte aus, doch das API meldet den Anstieg viermal höher als erwartet.

Die Meldung wirkte der preissteigernden Stimmung aufgrund der Brexit-Verhandlungen entgegen, hatte jedoch keinen nachhaltigen Einfluss. Denn erst heute werden die Zahlen des API durch das Department of Energy bestätigt oder widerlegt. Wie die Bestandsentwicklungen letztlich aussehen, bleibt also noch abzuwarten.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-42-171019 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Brexit: Einigung zögert sich hinaus

Großbritannien und die EU kamen zu weiteren Gesprächen zusammen, die laut Aussagen einiger Teilnehmer produktiv verliefen, jedoch noch immer zu keinem konkreten Ergebnis geführt haben. Es soll eine Formulierung geben, auf die sich beide Parteien einigen können, doch diese muss nun den Briten zur Abstimmung vorgelegt werden, da der Premier Boris Johnson nicht von einer Mehrheit unterstützt wird. Am Samstag findet diesbezüglich eine Sondersitzung des britischen Parlaments statt, um über den neu formulierten Deal abzustimmen.

Dann kann sich entscheiden, ob Großbritannien mit oder ohne Deal aus der EU austritt. So oder so belastet ein Austritt Großbritanniens die Wirtschaft der EU, doch mit einem Deal sind die Auswirkungen moderater als ohne. Nun besteht die Aussicht auf einen Brexit mit einem Deal, was für positive Stimmung am Ölmarkt sorgt, denn ein Abkommen bekräftigt das Ölnachfragewachstum und stützt den Ölpreis.

 

Informationen zum Heizölkauf 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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