Steigende Heizölpreise zum Wochenende

Heizoelpreis-gestiegen-26-02-2016

Erneut sorgen Spekulationen aus OPEC-Kreisen für steigende Ölpreise. So ließ Venezuela verlauten, dass Mitte März ein weiteres Treffen der OPEC-Mitglieder mit großen Produzenten wie Russland stattfinden soll. Die scheinbare Gesprächsbereitschaft ließ den Preis für Öl wieder steigen. Deshalb ergeben sich für heute höhere Heizölpreise im Inland.

Ölpreisentwicklung

Schon die Daten des Departements of Energy (DOE) gestern Morgen bremsten den Preisverfall der letzten Tage. Die Meldungen aus Venezuela zu einem weiteren Treffen der OPEC-Mitglieder mit einigen Nicht-OPEC-Mitgliedern Mitte März stützten die Notierungen für Öl dann im Tagesverlauf.

Zum letzten Morgen der Handelswoche ergeben sich damit folgende Notierungen:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 35,28 US Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung für ICE Gasoil, welche für den inländischen Heizölpreis von entscheidender Bedeutung ist, liegt am heutigen Morgen bei 316,50 US Dollar je Tonne.

Die Ankündigung eines Sondermeetings Mitte März verdeutlicht, dass sich weiter um eine Reduzierung des Überangebots bemüht wird. So würden Saudi-Arabien, Venezuela, Katar und Russland hoffen, bis zu diesem Termin weitere Produzenten von der Fixierung der Fördermenge auf das Niveau vom Januar überzeugen zu können.

Dabei ist der Iran von entscheidender Bedeutung. Bislang deutet nichts darauf hin, dass der Iran dem Vorhaben zustimmen wird. Dort ist vorgesehen, die Fördermenge zunächst zu steigern, bis das Niveau von vor den Sanktionen erreicht ist. Bis Mitte Januar hatten diese den Ölexport stark eingeschränkt. Ohne die Zustimmung des Irans zur Deckelung der Fördermenge wird diese nicht durchsetzbar sein.

Trotz der Bemühungen sehen Analysten in der Fixierung auch weiterhin kein geeignetes Mittel zur Reduzierung des bestehenden Überangebots. So haben sowohl Russland als auch Saudi-Arabien zu diesem Zeitpunkt nahe der Rekordmarke produziert. Eine Deckelung auf diesem Niveau würde das Überangebot weiterhin ausbauen.

Zudem rechnen viele Experten nur mit einer Teilnahme des Iran, wenn diesem Sonderkonditionen zugesprochen würden, mit denen die Förderung weiter ausgebaut werden könnte. Auch damit würde das Überangebot weiter wachsen.

Außerdem stehen die Lagerbestände der USA kurz vor Erreichen ihrer Kapazitätsgrenzen. Sollte an die Grenzen gestoßen werden, ist mit einem massiven Preissturz zu rechnen. Die Ölproduzenten könnten ihr Öl dann nur noch mit sehr starken Rabatten verkaufen.

Trotzdem reagieren Marktteilnehmer weiter sensibel auf anhaltende Spekulationen um Produktionsbeschränkungen, wodurch sich der heute gestiegene Ölpreis erklärt.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs startet etwas stärker als noch gestern Morgen. Zurzeit wird der Kurs bei 1,1012 US Dollar notiert.

Weiterhin belastet die niedrige Inflationsrate der Eurozone die Gemeinschaftswährung. Deshalb rechnen viele Experten mit einer weiteren Lockerung der europäischen Geldpolitik. Dies würde den Euro erneut schwächen.

Heizölpreisentwicklung

Der Anstieg der Rohölpreise sorgt heute für steigende Heizölpreise im Inland. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 42,24 Euro je 100 Liter Heizöl. Das sind im Vergleich zu gestern ca. 50 Cent mehr pro 100 Liter Heizöl.

Angesichts der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Februar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Schon jetzt sind sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher regional nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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