Trump dämpft Optimismus zum Handelsstreit: Ölpreise treten auf der Stelle

25. November 2019, Ricarda Altrichter

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Nach den offensichtlich positiven Signalen vergangener Woche zum Handelsstreit dämpfte Trump am Freitag mit Kommentaren den Optimismus. Auch die Reaktion auf die mögliche Verlängerung des OPEC+-Deals hat sich abgeschwächt. Heizöl ist teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • China macht weitere Zugeständnisse in den Handelsgesprächen
  • Experten säen Zweifel an Effektivität der OPEC-Pläne
  • Baker Hughes Report: 3 aktive US-Ölplattformen weniger
  • Brent bei 63,72 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 584,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1026 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 67,62 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,62 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis bei 67,32 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Brand einer Ölanlage in Texas

China treibt Gespräche im Handelskonflikt voran

China steigert Rohölimporte

 

Brexit ungeklärt

IEA-Jahres- und Monatsbericht

 

OPEC+ sieht keinen Grund für höhere Förderbegrenzungen

IEA-Monatsbericht meldet mehr US-Öl

Russlands Ölproduktion laut Putin gestiegen

Verhandlungen im Handelsstreit scheinen festgefahren

US Schieferölproduktion nach oben korrigiert

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 63,72 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 63,52 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 63,53 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 584,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 583,25 US-Dollar, der Schlusspreis bei 581,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 25.11.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Es liegt schon fast in der Natur der derzeitigen Marktumgebung, dass klare Preissignale, die an einem Tag noch für heftige Ausschläge sorgen, am nächsten Tag in Zweifel gezogen werden. Der Optimismus der vergangenen Woche zum Handelsstreit scheint erst einmal genauso dahin wie der Optimismus zur Effektivität der angedachten Kürzungsverlängerung seitens der OPEC.

Nachdem China mit der Einladung an die US-Delegation ein erfreuliches Signal im Handelsstreit gesetzt hatte, dämpfte Trump die Markteinstellung erneut. Einerseits soll es laut China härtere Strafen bei Verletzung geistiger Eigentumsrechte geben – ein wichtiger Punkt für die USA.

Andererseits hatte Trump am Freitag noch einmal betont, dass China das Abkommen dringender wolle als die USA. Übersetzt lautet dies: Für Trump ist ein Scheitern der Verhandlungen verschmerzbar, weshalb China noch weitaus mehr Zugeständnisse machen müsse.

Diese Demonstration US-amerikanischer Dominanz ist zwar keine Neuigkeit. Doch mit Blick auf ursprünglich angedachte weitere Zölle, die am 15. Dezember in Kraft treten sollten, wird die Zeit für ein Vorankommen in den Verhandlungen immer knapper.

Zusätzlich wurden am Wochenende Expertenstimmen lauter, die die dreimonatige Verlängerung der bestehenden Kürzungsquoten der OPEC+Gruppe als wenig effektiv betrachten. Mit der Ankündigung hatte das Kartell vergangene Woche ebenso für deutliche Preisanstiege gesorgt.

Man müsse bedenken, dass die aktuellen Kürzungsquoten nicht ausreichen, um die Preise mittelfristig zu stabilisieren. Selbst, wenn man, wie vom Kartell angekündigt, alle Dealmitglieder stärker in die Pflicht nimmt. Diese Aussagen zielen vor allem Richtung Irak und Nigeria. Sollten diese beiden Länder sich an ihre vormals vereinbarten Quoten halten (was sie derzeit nicht tun), könnte das tägliche Ölangebot um bis zu 400.000 B/T gesenkt werden.

Das ist aber schon allein angesichts der Rekordförderung aus den USA eine viel zu geringe Zahl. Hier geht man momentan davon aus, dass die Werte angesichts einer hohen Förderung im Golf von Mexiko um rund 1,9 Mio. B/T steigen werden. Das Plus im Weltangebot wäre bei der aktuellen Lage also mehr als sichtbar.

Dass die Ölpreise angesichts dieser deutlichen Dämpfer dennoch so ausnehmend stabil geblieben sind, ist ebenfalls ein Merkmal, das den Markt momentan stark auszeichnet. Er wartet ab und taktiert mit ruhiger Hand.

Höchstens ein paar Gewinnmitnahmen über das Wochenende haben an den Kursen gedreht. Doch bis es wirklich handfeste Signale gibt – in Form von Unterschriften unter Verträgen oder bindenden Ergebnissen von Abstimmungen – wird er sich nicht zu einer klaren Richtung hinreißen lassen.

Diese Ruhe ist für Heizölkäufer eine optimale Gelegenheit, um den Tank vor dem Winter zu einem moderaten Preisniveau aufzufüllen und sich von allen weiteren Entwicklungen und Kehrtwenden am Markt unabhängig zu machen.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1026 US-Dollar, am Freitag waren es 1,1068 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,1058 US-Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt richtet sich der Blick diese Woche erneut auf wichtige Konjunkturdaten. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland macht heute den Anfang, auch aus den USA und der Eurozone werden ähnliche Stimmungsindikatoren die gesamte Woche bestimmen. Bis diese Zahlen vorliegen, gibt es für die Händler momentan keinen Grund, eine definitive Kauf- oder Verkaufsentscheidung zu bestimmten Währungen zu treffen.

 

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 25.11.2019

  • ifo-Geschäftsklimaindex, Deutschland
  • Chicago Fed nationaler Aktivitätsindex, USA

Dienstag, 26.11.2019

  • Rede Fed-Vorsitzender Powell, USA
  • Gfk Verbrauchervertrauen, Deutschland
  • Verbrauchervertrauen, USA
  • Rede FOMC-Mitglied, USA
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA

Mittwoch, 27.11.2019

  • Arbeitsmarktdaten, USA
  • Konsum und persönliches Einkommen, USA
  • BIP, USA
  • Fed Beige Book, USA
  • EIA Rohöl-Lagerbestand, USA

Donnerstag, 28.11.2019

  • Geschäftsklimaindex, Eurozone
  • Verbraucherpreisindex, Deutschland

Freitag, 29.11.2019

  • Arbeitsmarktdaten, Deutschland + Eurozone
  • Verbraucherpreisindex, Eurozone
  • Einkaufsmanagerindex, Deutschland + Eurozone
  • Chicago Einkaufsmanagerindex, Eurozone
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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