Türkische Offensive in Nordsyrien stützt Ölpreise kurzfristig: Heizölpreis steigt

10. Oktober 2019, Ricarda Altrichter

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10.10.19

Der Angriff türkischen Militärs auf kurdische Stellungen in Nordsyrien rückt den Brennpunkt Naher Osten wieder in den Mittelpunkt.
Allerdings waren die Impulse gestern nur kurz.
Die Ölpreise konnten sich in der Nachrichtenlage nicht auf eine Tendenz festlegen,
Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Saudi-Arabien kündigt volle Förderkapazität bis Ende November an
  • Türkische Militäroffensive in Nordsyrien
  • DOE Daten ohne klare Richtungsimpulse
  • Nigeria darf wieder mehr Öl fördern
  • Brent bei 58,30 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 588,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,0986 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 68,07 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,07 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 67,26 Cent pro Liter Heizöl.

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Türkei startet militärische Offensive in Nordsyrien

Ecuador nimmt drei Anlagen vom Netz

China und USA wieder im Gespräch

Lage im Nahen Osten

 

Nigeria darf mehr Öl fördern

Saudische Ölproduktion wiederhergestellt und über Niveau vor Anschlägen

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,30 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug 58,02 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 58,31 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 588,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 578,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 591,25 US-Dollar.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 10.10.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Wie nach dem Abzug von US-truppen bereits befürchtet, hat das türkische Militär nun mit Angriff auf kurdische Stellungen in Nordsyrien begonnen. Zwar wird hier direkt kein Öl gefördert, doch verlaufen viele türkische Pipelines durch das Gebiet. Auch die Exportwege aus Irak berühren den Konfliktherd. Wichtiger als die Ölinfrastruktur an sich ist allerdings die Sorge um die Gesamtlage im Nahen Osten, die durch den Militärkonflikt wieder neue Nahrung erhält.

 

Der Einfluss dieser Meldung war gestern jedoch nur kurzfristig. Auch andere Neuigkeiten hatten eher schlaglichtartige Auswirkungen auf den Ölpreis, der sich in der Folge kaum für eine Richtung entscheiden konnte. Dies lässt sich an den Preisveränderungen im gestrigen Tagesverlauf zu heute Morgen gut ablesen.

 

Einerseits kündigte Saudi-Arabien an, man wolle bis Ende November wieder eine Förderkapazität von rund 12 Mio. B/T erreicht haben. Damit seien dann alle Ausfälle durch den Drohnenangriff im September vollkommen ausgeglichen. Gleichzeitig erlaubt die OPEC Nigeria, mehr Öl zu fördern. Das Land hatte zuletzt Förderschwierigkeiten gehabt und die Zugeständnisse bei den Förderquoten sollen diese Verluste ausgleichen. Für den Markt, der sich immer noch Sorgen um eine Überversorgung macht, ist dies natürlich ein problematisches Signal, dass die Preise nach unten korrigieren kann.

 

Der Wochenbericht zu den US-Ölbeständen vom Department of Energy konnte hingegen kaum Einfluss einfalten, da er fast so unentschieden blieb wie der API-Bericht zuvor.

 

Für die Händler werden ab heute die hochoffiziellen Verhandlungen zwischen China und den USA besonders wichtig. Noch gibt es Hoffnung, dass es beim Thema Handelsstreit wenigstens einen Minimalkonsens geben könnte, der die Bremsklötze von der globalen Wirtschaft zumindest lockert. Diese Hoffnung schlägt sich vor allem in den allgemein freundlicheren Aktien- und Devisenmärkten nieder.

 

Insgesamt ergibt sich immer noch ein freundliches Preisniveau für Heizölkäufer, auch wenn der Heizölpreis heute Morgen erst einmal gestiegen ist. Dennoch ist es angesichts der Möglichkeit von Handelszugeständnissen und der Lage im Nahen Osten immer noch die beste Entscheidung, sich möglichst schnell von allen Marktentwicklungen unabhängig zu machen.

 

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0986 US-Dollar, am Mittwoch waren es 1,0961 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Mittwoch wurde bei 1,0981 US-Dollar festgesetzt.

 

Die positiven Signale, die sich der gesamte Markt von den Handelsgesprächen verspricht, stützen heute Morgen auch den Euro. Zwar bleibt die Frage, ob es diese Signale wirklich geben wird. Doch allein die Aussicht sorgt für eine allgemein freundlichere Stimmung.

 

Die jüngste Sitzung der US-Notenbank Fed brachte keine neuen Impulse, da die Währungshüter nur erneut vor einer sich abschwächenden Wirtschaft warnten und die daraus resultierende Unsicherheit betonten.

 

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

 

  • DOE: Kaum Veränderungen in den Ölbeständen

 

Im Vergleich zur Vorwoche haben sich die Rohölbestände gerade einmal um 0,3 Prozent nach oben entwickelt, während die Bestände an Ölprodukten ebenso leicht abnahmen. Auch die Produktion rangierte fast auf Vorwochenniveau, während sich die Veränderungen bei Im- und Export nahezu ausglichen.

 

Mit derart unentschiedenen Impulsen war es klar, dass der Bestandsbericht der DOE in dieser Woche kaum Einfluss haben konnte und in den widerstreitenden Hauptthemen für den Markt fast unterging. Langfristig sind die Bestandsberichte aus den USA jedoch wichtige Indikatoren dafür, wie die wichtige Säule der US-Wirtschaft auf die geopolitischen und geowirtschaftlichen Entwicklungen reagiert.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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