US-Bestände steigen, Heizölpreis sinkt

12. Juni 2019, Felix Schmidt

Gestiegene US-Bestände und ein stärkerer Euro lassen den Heizölpreis sinken. 12.06.2019

Die preissenkenden Einflüsse, allen voran der optimistische EIA-Monatsbericht und die gestiegenen US-Bestandsdaten, geben heute den Ton an. Daran kann auch die sehr wahrscheinliche Verlängerung der OPEC-Produktionskürzungen wenig ändern. Heizöl ist deshalb heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Optimistischer EIA-Monatsbericht
  • API-Daten: US-Bestände sind erneut gestiegen
  • Brent bei 61,19 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 552,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,1338 US-Dollar​

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 66,10 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,10 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 66,37 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 US-Strafzölle gegen Mexiko 
 Waldbrände in Kanada: Ölproduktion nimmt ab  
 Pipeline-Ausfall in Nigeria 
 Ölproduktion in der Nordsee nimmt ab 
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela 
 OPEC+ Kürzungen werden möglicherweise verlängert 
 
 Kämpfe in Libyen 

 API meldet gestiegene US-Bestandsdaten
 Produktionssteigerung in Kasachstan
 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien 
 Neue Zölle im Handelsstreit China / USA

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,19 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 62,75 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 62,29 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 552,00 US-DollarDer Vergleichswert am Dienstag lag bei 558,75 US-Dollar, der Schlusspreis notierte bei 559,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 12.06.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die Einigung im Handelsstreit zwischen Mexiko und den USA, über die wir gestern berichtet hatten, scheint inzwischen eingepreist zu sein. Die Analysten richten den Blick derzeit auf die langfristige Entwicklung der Marktlage. Für das kommende Jahr rechnen die Experten trotz der Sanktionen gegen Venezuela und Iran mit einer Überversorgung. Diese Einschätzung dürfte den OPEC+ Staaten sehr gelegen kommen – liefert sie doch ein weiteres Argument für die geplante Verlängerung der Produktionskürzungen. Insbesondere Saudi-Arabien möchte bei dieser Angelegenheit schnell Nägel mit Köpfen machen und scheint die anderen Mitgliedsländer bereits überzeugt zu haben – auf grünes Licht wartet man derzeit nur noch aus Russland. Sollten die Produktionskürzungen auch in der zweiten Jahreshälfte in Kraft treten, wäre der Preiseffekt wohl relativ gering – denn für die Akteure an den Ölmärkten wäre der Beschluss wenig überraschend. Dennoch könnte er zumindest kurzfristig für eine knappere Versorgungslage bei Rohöl sorgen. Allerdings, so schätzen es die Experten ein, dürfte dieser Effekt nicht nachhaltig genug sein, um die Versorgung über die Sommermonate hinaus knapp zu halten. Unterdessen meldet das American Petroleum Institute, kurz API, einmal mehr gestiegene Bestände. Diese Nachricht, gepaart mit dem optimistisch ausfallenden EIA-Monatsbericht und dem abermals stärkeren Eurokurs, drückt heute den inländischen Heizölpreis.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1338 US-Dollar, am Dienstag waren es 1,1318 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde bei 1,1320 US-Dollar festgesetzt.

Der Euro zeigt sich weiterhin selbstbewusst und legt im Vergleich zu gestern erneut zu. Damit knüpft er an die Kursgewinne der vergangenen Handelstage an. Grund dafür dürfte auch ein schwacher Dollar sein, der durch Spekulationen über eine Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed eingebüßt hat. Für den Nachmittag werden Daten zur Preisentwicklung in den USA erwartet, die für neue Signale am Devisenmarkt sorgen könnten.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • Optimistischer EIA-Monatsbericht
  • API-Daten: US-Bestände sind erneut gestiegen

​​​Optimistischer EIA-Monatsbericht

Gestern hatte die EIA ihren neuen Monatsbericht veröffentlicht, der Daten zur Einschätzung der mittel- und langfristigen Entwicklung an den Märkten liefert. Es wird deutlich, dass die Lage kurzfristig als knapp eingeschätzt wird und sich auch eine Unterversorgung ergibt, sobald die Sommernachfrage einsetzt und der Verbrauch saisonal anzieht. Doch blickt man auf die langfristige Entwicklung sieht es so aus, als bliebe die Versorgung komfortabel – trotz der Produktionskürzungen der OPEC+ Staaten. Für das kommende Jahr wird sogar eine Überversorgung erwartet, die insbesondere durch das schwächere Nachfragewachstum bedingt wird. Letztere ist immer auch an das Wirtschaftswachstum geknüpft. In den vergangen Wochen war wiederholt berichtet worden, dass sich die Konjunktur verlangsamt und sich somit auch die Nachfrage nach Öl abschwächt

API-Daten: US-Bestände sind erneut gestiegen

Die US-Bestandsaufbauten setzen sich fort, sodass die Vorräte ein weiteres Langzeithoch erreichen. Diese Interpretation gründet auf der Tatsache, dass man in den Sommermonaten vor allem auf die Entwicklung der Benzinbestände blickt. Daher können auch die gesunkenen Destillat-Vorräte wenig an der Gesamteinschätzung ändern.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-24-120619 // Alle Angaben ohne Gewähr

Für heute Nachmittag werden weitere Zahlen des Department of Energy (DOE) erwartet.
 

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Felix Schmidt – Autor

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