US-Ölbestände gesunken, Heizöl teurer

28. August 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis steigt 28082019

Das API meldet überraschend starke Abbauten der US-Rohölbestände. Die Konflikte zwischen USA und China und USA und Iran bleiben weiterhin ohne Ergebnisse. Der Euro wartet Italiens Entscheidung über Neuwahlen ab. Heizöl ist heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • API: Unerwartet starker Abbau der US-Ölbestände
  • Brent bei 59,91 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 561,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1086 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 66,24 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 66,24 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 65,53 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Saudi-Arabien kürzt Produktion zusätzlich

Zuspitzung des Iran-Konflikts

Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

US-Notenbank senkt Zinsen

 

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

USA steigern Produktion weiter deutlich

US-China-Handelsstreit

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 59,91 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 58,93 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Dienstag bei 59,67 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 561,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 554,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 554,00 US-Dollar. 

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 28.08.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Handelsstreit zwischen China und den USA bleibt im Gange, hat gestern jedoch an Einfluss am Ölmarkt verloren, da der Markt die Geschehnisse angesichts des bisherigen Verlaufs der Auseinandersetzungen skeptisch beobachtet. Denn wenn eine Nation zum Schlag ausholt, reagiert die andere mit einem Gegenschlag. Es folgen Annäherungsversuche, nur um einige Zeit später erneut zum Schlag auszuholen. So verlief der Handelskonflikt zwischen China und den USA bisher. Es wurden gegenseitig Zölle erhoben, Gespräche geführt und dabei kaum Ergebnisse erzielt. Die Zölle steigen und der Handel zwischen China und den USA wird erschwert, was beide Wirtschaften schwächt, obwohl es Trumps erklärtes Ziel ist, die US-Industrie und -Wirtschaft zu stärken, indem er den Handel mit China einschränkt. Der Plan geht bislang nicht auf, weshalb klare Ergebnisse oder Schritte in Richtung einer Einigung auf sich warten lassen.

Auch auf die Spannungen zwischen USA und dem Iran blickt der Ölmarkt eher abwartend, nachdem Trump sich davon überzeugen ließ, sich auf Gespräche mit Irans Präsidenten einzulassen. Die abwartende Haltung sorgten für wenig Bewegungen des Ölkurses am gestrigen Vormittag. Gestern zeigte sich Irans Präsident jedoch durchaus zu Gesprächen bereit, stellte allerdings die Bedingung, dass zuvor alle Sanktionen gegen den Iran ausgesetzt werden. Der Ölpreis reagierte mit einem kleinen Anstieg, der jedoch an der ersten Widerstandslinie abprallte, denn diese Reaktion des Irans überraschte kaum. Zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen durch die Marktteilnehmer glichen den kurzzeitigen Preisanstieg wieder aus.

So kam es im Laufe des Dienstags nur zu wenig Bewegung am Ölmarkt. Erst am Abend und in der Nacht erwachte der Ölkurs aufgrund der Meldung des American Petroleum Institutes (API) aus seinem Ruhezustand. Unerwartet starke Bestandsabbauten ließen den Ölpreis in der Nacht ansteigen.  

Sowohl der Euro- als auch der Ölkurs warten auf kommende Ereignisse, die sowohl einen preissenkenden als auch einen preissteigernden Einfluss auf den Heizölpreis haben können. Derzeit können Heizölkäufer von einem moderaten Preisniveau profitieren. Nutzen Sie die Gelegenheit und füllen Sie Ihren Tank auf, um sich von den weiteren Geschehnissen unabhängig zu machen.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1086 US-Dollar, am Dienstagmorgen waren es 1,1101 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Dienstag bei 1,1093 US-Dollar festgesetzt. 

Der Euro zeigt sich kaum verändert bis sinkend. Heute Morgen wurden Konjunkturdaten veröffentlicht, die allerdings nur einen wenig senkenden Einfluss auf den Eurokurs hatten. Europa blickt derzeit gespannt nach Italien, wo Gespräche über Neuwahlen geführt werden. Ergebnisse lassen jedoch auf sich warten, weshalb der Euro eine eher abwartende Haltung einnimmt.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • API: Überraschend starker Abbau der US-Ölbestände

 

Das API meldet in dieser Woche überraschend starke Abbauten der US-Rohölbestände. In der Nacht reagierte der Ölmarkt darauf mit einem deutlichen Preisanstieg, doch bereits heute Morgen gingen die Notierungen wieder etwas zurück. Die Marktteilnehmer warten nun den Bericht des Department of Energy (DOE) ab, der heute Nachmittag folgen soll. Zwar rechneten die Marktteilnehmer mit Bestandsabbauten, doch die Meldung des API fiel überraschend hoch aus. Der Bericht des DOE wird diese Meldung bestätigen oder dementieren und mit einer breiteren Datenlage Begründungen liefern.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-35-280819 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

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