US-Ölbestandsdaten bremsen zuvor deutliche Kursanstiege aus – Euro über 1,13 Dollar

Heizoelpreise steigen 280617

Nachdem gestern die Preise zunächst durch Käufe deutlich kletterten, geboten die wöchentlichen Daten des API-Berichts zu höheren US-Ölbeständen diesem Trend ebenso deutlich Einhalt. Im Endeffekt sind die Ölpreise nur leicht gestiegen, der Euro erreicht Höchststand seit einem Jahr.

Ölpreisentwicklung

Die schon gestern Morgen von uns vermeldete Kaufwelle setzte sich zunächst fort, sodass die Ölpreise teilweise deutlich nach oben zeigten. Doch überraschende Bestandsaufbauten bei US-Rohöl laut Bericht des American Petroleum Institutes (API) geboten diesem Kurs Einhalt, die Kursverluste pegelten die Preise daraufhin etwas über dem gestrigen Morgenniveau ein.

Der Euro rangiert aktuell über 1,13 US-Dollar, so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Grund dafür sind Aussagen des EZB-Chefs Mario Draghi, der (wenn auch deutlich im Konjunktiv) vom möglichen baldigen Ende der Anleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank sprach.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäischen Ölpreis Brent notiert aktuell bei 46,55 US-Dollar (Vergleichswert gestern Morgen: 46,18 US-Dollar), der Schlusspreis von Dienstag lag noch bei 46,65 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im Juli bei 422 US-Dollar. Der Schlusspreis für Dienstag lag bei 423,25 US-Dollar, ein Kursgewinn von 12,75 US-Dollar gegenüber dem Vortagesschluss.

API-Daten lösen Kehrtwende nach Kursanstiegen aus

Zunächst hatten sich gestern die Käufer auf den Ölmärkten durchgesetzt, die weiterhin von den niedrigen Ölpreisen profitieren und sich kurzfristig gute Preise sichern wollten. Der Trend an den Börsen ging eindeutig aufwärts.

Mit dem wöchentlichen Bericht des American Petroleum Institutes (API) zu US-Ölbeständen war diese Entwicklung am späten Nachmittag jedoch vorbei. Eigentlich standen alle Zeichen auf Bestandsabbau bei Rohöl, was sich auch in der Erwartung eines Rückgangs um 2,4 Mio. Barrel ausdrückte. Das API vermeldete hingegen Aufbauten von 0,8 Mio. Barrel. Auch bei Benzin spricht die API-Datenlage von Auf-, statt von erwarteten Abbauten.

Eigentlich sorgt die Nachfrage nach Benzin in den Reisemonaten saisonbedingt für Abbauten in dieser Sparte. Außerdem hatte der Tropensturm Cindy in der vergangenen Woche mehrere Ölanlagen im Golf von Mexico getroffen, sodass die Rohölimporte in die USA eigentlich als niedriger eingeschätzt wurden.

Beides sei laut API nun ohne Auswirkungen gewesen. Auch wenn der API-Bericht eine deutlich kleinere Datengrundlage als der heute folgende Bericht des Department of Energy (DOE) hat, zeigt sich seine Bedeutung doch in den deutlichen Reaktionen der Anleger.

Das mag teilweise auch daran liegen, dass es momentan wenig andere News gibt, die den Ölpreisen eine klare Richtung geben könnten. Russland vermeldete gestern einen Hackerangriff auf den Ölproduzenten Rosneft, von dem nach Unternehmensangaben die Ölproduktion allerdings verschont worden sei. Einige Anleger hätten, so Analysten, diese Meldung jedoch anders interpretiert und sich dabei im Kaufverhalten teilweise bestärken lassen.

Entwicklung Eurokurs

Einen aktuellen Eurokurs bei momentan 1,1336 US-Dollar hat die Welt seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Der Referenzpreis der Europäischen Zentralbank für Dienstag lag noch bei 1,1278 US-Dollar.

Für den Aufschwung sind aus Expertensicht Aussagen des EZB-Präsidenten Mario Draghi verantwortlich – oder vielmehr die Interpretationen, die Anleger daraus gezogen haben. Draghi äußerte sich gestern bei der Notenbankkonferenz sehr zuversichtlich zur wirtschaftlichen Entwicklung Europas.

Diese Zuversicht seitens Draghi ist insofern neu, als dass sie vom sonst eher besorgten Ton der EZB hörbar abweicht. Anleger interpretieren dies als Hinweis, dass die extrem lockere Geldpolitik der EZB bald ein Ende haben könnte und etwa die Anleihenkäufe bereits im September dieses Jahres auslaufen könnten.

Draghi selbst hat sich dazu wohlgemerkt nicht geäußert, der Euroaufschwung fußt also allein auf den Zwischentönen der Rede, die Analysten darin gehört haben wollen. Die Rede Janet Yellens von der US-Notenbank Fed brachte gestern hingegen nicht viel Neues – weder konkret, noch in Zwischentönen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 52,44 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag waren es noch 52,34 Cent. Die Euromacht reicht heute Morgen also nicht aus, um die trotz allem gestiegenen Rohölpreise vollständig auszugleichen.

Noch ist das Preisniveau für Verbraucher attraktiv, sodass sich ein Heizölkauf jetzt besonders lohnt. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die „pessimistische Blase“, in welcher der Markt momentan steckt, bald platzen könnte. Dann sind deutliche Preiskorrekturen nach oben nicht mehr auszuschließen. Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt für den Heizölkauf.  

Wenn Sie sich jetzt zum Heizölkauf entscheiden, haben einen günstig gefüllten Tank sowie die Gewissheit, dass der Markt Sie für eine geraume Zeit nicht mehr aus der Ruhe bringen muss.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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