Verbale Anschubhilfe für Ölpreise

11. Oktober 2016

Heizoelpreis steigt 111016

Nach schwachem Start in die Woche, erreichte das europäische Nordseeöl Brent den höchsten Stand seit einem Jahr. Die Zusicherung des russischen Präsidenten Putin, Russland werde sich an einer Förderbegrenzung beteiligen, gab den Ölnotierungen weiteren Auftrieb.

Ölpreisentwicklung

Zur Energiekonferenz des World Energy Council treffen sich zur Zeit die Vertreter der Energiewirtschaft aus 100 Ländern.
Die Marktteilnehmer achteten in diesen Tagen besonders auf die Kommentare der Teilnehmer. So zeigte sich der saudische Ölminister optimistisch bezüglich eines möglichen Abkommens zur Förderbegrenzung und eines möglichen Preisanstiegs für Rohöl bis zu 60 Dollar.
Seit dem letzten Treffen des Kartells spekuliert der Markt, ob die Ankündigung die Fördermengen zu drosseln oder gar zu senken umzusetzen ist. Neue Impulse setzte nun in Istanbul der russischen Premierministers Putin, der eine Förderbegrenzung oder auch eine Produktionskürzung begrüßte und sich eine Beteiligung vorstellen könne.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Das europäische Nordseeöl Brent wird heute Morgen für 52,50 US-Dollar je Barrel gehandelt ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell bei 473,50 US-Dollar je Tonne notiert.
Die nächsten Wochen sollten nun zeigen ob die OPEC Ankündigung auch zur Umsetzung  kommt. Ohne die Aussicht auf eine Vereinbarung zur nachhaltigen Reduzierung der Fördermengen bleibt ein Abbau der sich auf Rekordniveau befindenden Öl- und Produktbestände unwahrscheinlich. Gibt es mit Nigeria, Libyen, Iran und dem Irak mehrere Förderländer mit Potenzial zur Produktionsausweitung.
Heute steht der Monatsreport der IEA zur Veröffentlichung. Markteilnehmer werden sowohl diesen als auch die US Ölbestandsdaten des API und DOE genau betrachten. Letztere stehen durch den US-Feiertag einen Tag später als üblich an.

Entwicklung Eurokurs

Heute Morgen kostete der Euro 1,1130 US-Dollar und somit leicht weniger als am Vorabend. Den Euro-Referenzkurs  hatte die (Europäische Zentralbank) am Montag auf 1,1160 Dollar festgelegt.
Der Dollar erfährt seit einigen Tagen wieder Unterstützung, da sich die Meinung verfestigt, dass es in diesem Jahr noch zu einer Zinsanhebung kommen könnte

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis steigt heute wieder über einen Euro pro hundert Liter. Damit kostet eine 3.000 Liter Standard Lieferung im Schnitt 56,36 Euro pro 100 Liter Heizöl.
Die Nachfrage nach Heizöl bleibt weiterhin hoch, da eine deutliche Preissenkung nicht in Sicht ist. Alle genannten Ereignisse deuten auf feste Preise hin. Die preislich bedingte Nachfrage trifft auf die ohnehin jahreszeitlich steigende Nachfrage, wodurch es zu steigenden Lieferfristen kommt.
Unsere Empfehlung lautet daher, nur dann auf sinkende Heizölpreise zu spekulieren, wenn noch ausreichend Heizöl im Tank vorhanden ist. Insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert, raten wir eher auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen. Kurzfristige Lieferzeiten werden bald aufgrund der erhöhten Nachfrage nicht mehr möglich sein.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder ein heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit inkl. Postweg kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.