Weitere Nachlässe beim Heizölpreis zu Wochenbeginn

27. Juli 2015

Heizölpreis gefallen 27072015

Die Ölpreise bleiben ihrem aktuellen Abwärtstrend treu und steigen mit weiteren Preisnachlässen in die aktuelle Handelswoche ein. Da sich über das Wochenende beim Euro keine weiteren Einbußen abzeichneten, werden die Preisnachlässe beim Roh- und Gasoil auch so an die Heizölpreise weitergegeben.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise setzten ihren Abwärtstrend der gesamten Woche bis zum Freitag fort, indem sie erneut fielen. Trotz dass sich am Mittag zunächst noch eine Aufwärtsbewegung andeutete, waren die Preise für ICE Gasoil zu Handelsschluss um etwa 8 US Dollar günstiger als noch am Morgen.

Zu Beginn der neuen Woche steigt die Notierung der europäischen Referenzsorte Brent bei etwa 64 US Dollar je Barrel zur Vorwoche nochmals um rund 2 US-Dollar günstiger ein. ICE Gasoil notiert am Morgen mit 498 US Dollar pro Tonne sogar unter der 500-Dollar-Marke.

Preisdrückend wirken sich auf die Ölpreise unter anderem auch die Zahlen des aktuellen Baker Hughes Report aus. Mit 21 zusätzlichen aktiven Ölbohranlagen in den USA ist Anzahl zur Vorwoche erneut deutlich angestiegen, was auf eine weiter steigende Ölförderung deuten lässt. Eigentlich nehmen die amerikanischen US Rohölbestände wegen der hohen Raffinerieauslastung zur aktuellen Jahreszeit ab, bevor sie zu Beginn des Herbstes mit den Wartungsarbeiten der Raffinerien wieder zunehmen. Auch durch die hohe Auslastung in den Förder- und Produktionsregionen Russlands und Saudi-Arabiens bleibt die globale Versorgungslage komfortabel. Ab Ende des Jahres erwartet der Markt zudem deutlich steigende Ölexporte aus dem Iran.

Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, den 27.07.2015
Ifo-Geschäftsklimaindex Deutschland

Dienstag, den 28.07.2015
Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen USA
US-Verbrauchervertrauen Juli
US-Ölbestandsdatenveränderung des API

Mittwoch, den 29.07.2015
Konsumklima Deutschland
Bekanntmachung zum Zinssatz der US-Notenbank
US-Ölbestandsdatenveränderung des DOE

Donnerstag, den 30.07.2015
Arbeitslosenquote aus Deutschland und der Eurozone
Arbeitsmarktdaten USA
US-Bruttoinlandsprodukt Q2

Freitag, den 31.07.2015
Konjunkturerwartungen der USA
Baker Hughes Report zur Anzahl der US-Ölbohranlagen

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Beim Eurokurs blieben einschlägige Veränderungen vor dem Wochenende, am Freitag, aus. Am späten Morgen zeigte er sich zwar durch die gedämpfte Stimmung der Einkaufsmanager in Deutschland und Frankreich bei etwas über 1,09 US Dollar etwas im Minus, bis zum Abend erholte sich der Kurs jedoch durch geschwächte US-Immobilienmarktdaten wieder und ging auf dem Niveau vom Morgen aus dem Handel.

Auch die aktuellen Zahlen der Einkaufsmanagerindizes für Dienstleistungen aus Deutschland und der Eurozone konnten die Erwartungen nicht erfüllen und die europäische Währung stabilisieren. In den USA hingegen überraschte der Wert für das verarbeitende Gewerbe. Schwache Immobilienmarktdaten nahmen einem weiteren Auftrieb der US Währung jedoch etwas den Wind aus den Segeln, denn die Anzahl der neu verkauften Häuser lag im Juni hinter den Erwartungen zurück.

Am Montagmorgen notiert der Euro-Dollarkurs etwas stärker bei 1,1089 US Dollar.

Heizölpreisentwicklung

Der Liter Heizöl bleibt weiter unter der 60-Cent-Marke und ist zum Freitag um weitere 7 Cent gefallen. Der Preis für eine 3000 Liter Standard Lieferung beträgt im bundesweiten Durchschnitt heute 58,62 Euro pro 100 Liter.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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