Klimaneutrales Heizöl – wie funktioniert das?

Was ist klimaneutrales Heizöl?

Die Diskussion um die erforderlichen Anstrengungen für mehr Klimaschutz hat in den letzten Jahren weltweit nochmals an Fahrt aufgenommen. Davon kann sich auch der Wärmesektor nicht freimachen. Doch die Umstellung gelingt nicht von heute auf morgen. Kann klimaneutrales Heizöl Abhilfe schaffen?

Ein Rückblick – thermoplus-CO2

In Deutschland heizen derzeit noch rund 20 Millionen Menschen ihr Zuhause mit Heizöl. Vor allem in Einfamilien- und Reihenhäusern sowie in ländlicheren Gebieten hat sich die Technik bewährt. Moderne Öl-Brennwertgeräte erzielen mittlerweile Spitzenwerte beim Wirkungsgrad und können sogar mit Erneuerbaren kombiniert werden. So konnten die Haushalte ihren Heizölbedarf in den vergangenen Jahren zwar deutlich senken – doch ganz ohne Heizöl kommt auch das modernste und effizienteste Brennwertgerät nicht aus. Trotzdem möchten viele Menschen, die ihr Zuhause mit Heizöl warm halten, beim Klimaschutz mehr Verantwortung übernehmen. Gleiches gilt für Unternehmen, Behörden und Kommunen, die in der Regel strenge Vorgaben beim Klimaschutz einhalten müssen. Mit thermoplus-CO2 können sie den Heizölverbrauch sofort klimaneutral stellen. Gemeinsam mit Climate-Partner bietet TOTAL das klimaneutrale Premium-Heizöl seit Sommer 2018 an.

Mit klimaneutralem Heizöl gleichen Sie Ihren CO2-Ausstoß aus. // Foto: Sebastian Unrau, Unsplash

„Selbst wenn das langfristige Ziel heißt, weg von den fossilen Brennstoffen, hin zu den Erneuerbaren zu kommen, besteht für viele Bereiche aktuell noch nicht die Möglichkeit CO2-frei zu agieren – auch das Heizverhalten vieler Menschen ist so aufgebaut, fossile Energien zu verbrennen. Mit Hilfe der CO2 Kompensation können schon jetzt unvermeidliche Emissionen durch weltweite international anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden“, sagt Jan Schüßler, Leiter des Key Account Managements bei Climate-Partner.
 

Bereits tonnenweise CO2 ausgeglichen

Zieht man gut acht Monate nach Verkaufsstart eine Bilanz, konnten unsere Kundinnen und Kunden durch den Erwerb von thermoplus-CO2 insgesamt rund 1500 Tonnen des Treibhausgases kompensieren. Dieser Wert entspricht in etwa der Menge an CO2-Emissionen, die 570 Autos in einem Jahr bei einer Laufleistung von 15.000 km ausstoßen.

Doch wie genau funktioniert das Prinzip der CO2-Kompensation? „Ähnlich wie bei einem Recyclingmodell, in dem Abfall wiederverwertet wird – mit dem Unterschied, dass CO2-Emissionen zwar unsichtbar sind, aber dadurch nicht verschwinden. Die Kompensation ist deshalb eine Möglichkeit, verantwortlich mit dem unvermeidlichen CO2-Ausstoß, der beispielsweise durch das Heizen entsteht, umzugehen“, erklärt Schüßler.

Bei der Verbrennung von einem Liter Heizöl werden ungefähr 2,66 Kilogramm CO2 emittiert. Mit jedem Liter thermoplus-CO2 unterstützt TOTAL ein Klimaschutzprojekt in Indien, das genau die verursachte Menge CO2 wieder einspart. Somit ist die Klimabilanz des Heizölbedarfs neutral und die Kunden erhalten ein Zertifikat über den entsprechenden Kompensationsbeitrag.

Durch ein Klimaschutzprojekt wird exakt die Menge an CO2 eingespart, die vorher beim Heizen ausgestoßen wurde.

In der Vergangenheit stand der CO2-Ausgleich immer wieder in der Kritik. „Natürlich ist es wichtig, dass man parallel Emissionen reduziert und vermeidet. Aber wir müssen davon weggehen, CO2-Ausstoß als Sünde zu betrachten von der man sich mit Hilfe des Kompensationsbeitrags freikauft. Bei der Kompensation geht es in erster Linie um derzeit unvermeidbare Emissionen“, entgegnet Schüßler.

Die Bestätigung dessen sieht er in dem rasant wachsenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interesse. Innerhalb weniger Jahre hat sich das Team von Climate-Partner verdoppelt und verzeichnet Aufträge über alle Branchen hinweg, quer durch die Produktpalette. Schließlich sei das Thema Klimaschutz und Klimaneutralität zuletzt auch in den Medien immer präsenter geworden.
 

Ein Biomasse-Kraftwerk für Raipur

Der Kompensationsbeitrag für thermoplus-CO2 fließt an ein Biomasse-Kraftwerk im indischen Raipur, das zuvor Elektrizität aus Kohle produzierte und nun rund 180.000 Haushalte in der Region mit Strom aus erneuerbaren Quellen versorgt. Als Rohstoff dient dabei ein regionales Produkt, nämlich Reis. Normalerweise wird das Getreide in Mühlen geschält. Die Reste, in diesem Fall also die Reishülsen, werden dann unter freiem Himmel kompostiert oder verbrannt. Durch das Klimaschutzprojekt finden die Reishülsen nun jedoch eine bessere Verwertung, indem man sie als Biomasse verwendet. Viele weitere positive Effekte sind an das Projekt gekoppelt – beispielsweise höhere Preise für die Produzenten, zusätzliche Arbeitsplätze in der Logistik und der Zugang zu bezahlbarer, nachhaltiger Energie.

Und das ist nicht die einzige Erfolgsgeschichte, die Climate-Partner verbuchen kann. Viele weitere Projekte werden weltweit unterstützt. Besonders positiv beurteilt Jan Schüßler die Tatsache, dass das Thema nicht nur für eine Branche relevant ist, sondern branchenübergreifend Fuß gefasst hat.
 

Klimaschutz – (k)ein nationales Thema

Es bleibt festzuhalten, dass ein Euro, der in Schwellen- oder Entwicklungsländern für Klimaschutz eingesetzt wird, mehr bewirkt, als ein Euro der hierzulande für gleiche Zwecke aufgewendet wird. Volkswirte sprechen von höheren CO2-Vermeidungskosten in Deutschland. Das ist auch ein weiterer Grund, warum besonders viele Klimaschutzprojekte außerhalb Deutschlands und anderen hochentwickelten Ländern angesiedelt sind.

Insbesondere für Unternehmen haben Klimakompensationsprojekte die Möglichkeit geschaffen, sich in großem Umfang für den Klimaschutz einzusetzen – auch unabhängig von politischen Prozessen. Gleiches gilt auch für Privathaushalte.

Regelungen für die Zukunft sind sehr wichtig. Doch mindestens ebenso wichtig ist es, schon jetzt etwas zu tun. Klimakompensierte Produkte, wie etwa thermoplus-CO2, bieten Privat- oder Geschäftskunden genau hier eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Weitere Informationen zu thermoplus-CO2 erhalten Sie auf unserer Produktseite. Dort können Sie auch Ihr Zertifikat abrufen, falls Sie bereits bestellt haben. Sind einige Fragen offen geblieben? Dann zögern Sie nicht, uns unter der kostenfreien Rufnummer 0800 00 86 825 zu kontaktieren.

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