CO2-Emissionen verringern – neue Perspektiven für Heizöl

CO2-Emissionen durch Bioheizöl und Modernisierungen verringern.

In einer vierteiligen Interviewreihe mit Carsten Nolof, dem Leiter des Marketings und Business Developments im Handels- und Verbrauchergeschäft, sprechen wir über klimaneutrales Heizöl, Bioheizöl und die Zukunftsperspektiven der Ölheizung. Nachfolgend lesen Sie den dritten Teil über Bioheizöl.

Zur CO2-Reduktion durch Modernisierung und Bioheizöl

In den ersten beiden Teilen unserer Interviewreihe haben wir unser Premium Heizöl thermoplus klimaneutral vorgestellt. Mit dem Kauf unterstützen unsere Kunden ein Klimaschutzprojekt, welches die beim Heizen entstehenden CO2-Emissionen kompensiert. Dieser Ausgleich ist eine von mehreren Optionen, umweltverträglicher zu heizen. Eine große Rolle spielen Effizienzsteigerungen, die im Rahmen einer Modernisierung über einen Wechsel zu hocheffizienten Öl-Brennwertgeräten realisiert werden können. Doch auch brennstoffseitig ist es schon jetzt möglich, CO2-Emissionen zu reduzieren. Bioheizöl kommt hier eine tragende Rolle zu.

„Herr Nolof, was kann ein Eigenheimbesitzer mit einer Ölheizung unternehmen, um den eigenen CO2-Verbrauch zu reduzieren?“

Mit einer Modernisierung einer Ölheizungsanlage sind wir heute in der Lage, den CO2-Ausstoß um ein Drittel zu reduzieren. Offizielle Zahlen zeigen hier, dass der Wärmesektor von 1990 bis heute schon Einsparungen von ungefähr 40 Prozent vorgenommen hat. Wobei im gleichen Zeitraum die Anzahl der Anlagen nur um wenige hunderttausend Anlagen geschrumpft ist. Nach wie vor haben wir 5,6 Millionen Heizölheizungen im Bestand. Es waren einmal knapp über 6 Millionen in Deutschland. Somit sind nur gut 10 Prozent der Altanlagen aus dem Bestand gegangen. Gleichzeitig haben wir durch Effizienzmaßnahmen schon 35 bis 40 Prozent des Primärenergiebedarfs von damals kompensiert. Das heißt, die Öl-Brenngeräte-Wirtschaft hat schon enorm viel getan, um den Verbrauch an Heizöl zu reduzieren.

Wir sind davon überzeugt, dass eine Kombination aus einem Brennwertgerät, einem Warmwasserspeicher und einer Solarthermie-Anlage heute nach wie vor State of the Art ist. Wir können heute sagen, man reduziert mit modernster Öl-Brennwerttechnik ein Drittel seines Verbrauchs gegenüber Altanlagen. Wenn man das mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen am Haus koppelt, beispielsweise mit einer Dämmung des Daches oder der Außenfassade, dann ist man in der Lage, heute KfW-Häuser nach Niedrigenergiestandard zu bauen, die nur noch wenig Öl verbrauchen.

Hier muss natürlich der Eigenheimbesitzer aktiv werden, jedoch unterstützen und beraten wir gerne bei der Heizungsmodernisierung. Dafür haben wir eigens den Service WARM&GUT mit unserem Kooperations-Partner der Thermoplus-Direktservice GmbH entwickelt. Hierbei geht es um ein Komplett-Sorglos-Modernisierungspaket inklusive Premiumheizöl-Lieferung.

Auch mit der Nutzung von Bioheizöl mit einem Bioanteil von 10 Prozent, das wir aufgrund der dortigen Verordnung in Baden-Württemberg verkaufen, kann CO2 eingespart werden.

„TOTAL spricht im Zusammenhang mit Bioheizöl von 'aktivem Klimaschutz'. Was genau bedeutet das?“

Mit Bioheizöl können Sie den CO2-Ausstoß um 10 Prozent reduzieren, weil Sie im Prinzip eine 1:1 Beziehung haben. Wenn Sie heute Heizöl mit 10 Prozent Bioanteil haben, nutzen Sie 10 Prozent nachwachsende Rohstoffe. Und damit haben Sie 10 Prozent weniger CO2-Emissionen.

„Woher bezieht TOTAL diesen Bioanteil?“

Den Bioanteil in unserem Heizöl gewinnen wir, ähnlich wie beim Biodiesel, hauptsächlich aus Pflanzenöl wie beispielsweise Raps. Diese kaufen wir in großen Mengen am Markt zu. Auf den Ursprung und die Zertifizierung achten wir hier sehr genau. Das ist für ein Unternehmen wie TOTAL sehr wichtig. Wir haben eine sehr hohe Sichtbarkeit am Markt. Alles, was wir unserem Heizöl beimischen, muss eines natürlichen Ursprungs sein. Ganz konkret haben wir im Juli 2019 im Süden Frankreichs eine Raffinerie in Betrieb genommen, welche zu einer Bioraffinerie umgebaut wurde. Rund 500.000 Tonnen an Bioprodukten werden im Jahr produziert und sind unter anderem als biogener Stoff für die Beimischung in Heizöl gedacht.

„Kann Bioheizöl problemlos in jedem Öl-Heizkessel genutzt werden?“

Langzeittests haben ergeben, dass es bis zehn Prozent Bioanteil keine Probleme gibt. Hierzu muss man sich vorab jedoch einmal die Pumpe, die Dichtungen und die Leitungen anschauen, ob sie geeignet sind. Dann ist es unkritisch. Gegebenenfalls fragen Sie ihren Heizungsbauer, der Ihnen genauere Informationen dazu geben kann.

„Könnte der Bioanteil im Heizöl noch höher als zehn Prozent sein – oder ist hier technisch bedingt eine Grenze erreicht?“

Die Grenze zieht im Moment der Gesetzgeber und zwar aus Gründen der technischen Machbarkeit. Wir könnten auch einen höheren Bioanteil beimischen, das ist nicht das Problem. Der Punkt ist, dass wir für sämtliche Heizkessel eine Unbedenklichkeit erreichen müssen. Hieran wird aber fortlaufend geforscht, u.a. beim Institut für Wärme und Öltechnik in Hamburg (IWO). Dort laufen Langzeittests mit Versuchsanlagen verschiedener Gerätehersteller, um herauszufinden wie weit man den Bioanteil im Heizöl treiben kann. Einzelne Anlagen fahren dort schon mit rund 80 Prozent Bioanteil. Also man ist zukünftig sicherlich in der Lage, deutlich mehr Bioanteil dem Heizöl beizumischen, als wir es derzeit tun.

________

Im letzten Teil unserer Interviewreihe blicken wir auf die Perspektiven der Ölheizung nach 2026. Anders als vielfach im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung kommuniziert, lassen sich Ölheizungen auch nach 2026 selbstverständlich noch weiter betreiben und neu installieren, sofern Erneuerbare Energien integriert werden oder das Wirtschaftlichkeitsgebot greift. Nähere Informationen hierzu sowie zu günstigen Kaufzeitpunkten für Heizöl, erfahren Sie im vierten Teil.

Aktuelles und Tipps

1 / 188
CO2-Emissionen verringern – neue Perspektiven für Heizöl
27. Juli 2020
Aktuelles / Ihre Ölheizung
In einer vierteiligen Interviewreihe mit Carsten Nolof, dem Leiter des Marketings und Business Developments im Handels- und Verbrauchergeschäft, sprechen wir über klimaneutrales Heizöl, Bioheizöl und die Zukunftsperspektiven der Ölheizung. Nachfolgend lesen Sie den dritten Teil über Bioheizöl. » Weiterlesen
Bei TOTAL wird Wärme klimaneutral
20. Juli 2020
Aktuelles / Sonstiges und Aktuelles
Seit etwa zwei Jahren bieten wir Privat- und Geschäftskunden mit unserem Premiumheizöl thermoplus klimaneutral die Möglichkeit, mehr Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen. Dies war auch der Startschuss für die CO2-Kompensation unserer Geschäftsaktivitäten. Eine Zwischenbilanz. » Weiterlesen