So wird Ihre Ölheizung fit für den Sommer

Einfach Tipps, mit denen Sie Ihre Ölheizung auf den Sommer vorbereiten

Die Heizperiode ist vorbei, schon ist sie da, die Sommersonnenwende. Wir stellen ein paar Tipps zusammen, mit denen Sie Ihre Heizung gut durch den Sommer bringen – und auf den nächsten Winter vorbereiten.

Abschalten und Energie sparen

Noch hat die Corona-Pandemie Deutschland und Europa im Griff. Gut, dass wir bisher reich mit Sonne beschenkt wurden. Schließlich kann ein Spaziergang, ob nun im Park oder im Wald – und natürlich mit dem nötigen Abstand zu anderen – wahre Wunder wirken.

Da schon der Frühling besonders warm und sonnig daherkam, endete die Heizperiode bei vielen recht früh. Steigen draußen die Temperaturen, haben die Heizkessel in aller Regel Feierabend. Den Sommer hindurch kommen sie oftmals nur noch für Warmwasser zum Einsatz. Handelt es sich bei Ihrer Heizung nicht um ein besonders altes Gerät, dann ist der Heizkessel mit einer automatischen Regelung ausgestattet. Steigen die Außen- oder Innentemperaturen über einen vorab eingestellten Wert, schaltet sich die Heizung automatisch ab. Doch Sie können sie auch manuell abstellen. Eigenheimbesitzer haben diesbezüglich natürlich die volle Entscheidungsfreiheit. Vermieter dürfen hingegen die Heizung auch im Sommer nicht abstellen, wenn die Raumtemperatur an zwei aufeinanderfolgenden Tagen unter 18 Grad Celsius fällt.

Die Heizung in den Sommerbetrieb stellen

Bei besonders warmen Temperaturen mögen kalte Duschen zwar angenehm sein, doch ganz ohne Warmwasserbereitung ist kein Sommer komfortabel. Letztlich geht es dabei auch um gesundheitliche Fragen, da das Trinkwasser im Speicher regelmäßig zirkulieren oder erhitzt werden muss, damit sich keine gesundheitsgefährdenden Legionellen bilden. Der Sommerbetrieb ist die wohl einfachste Variante, die Warmwasserversorgung im Sommer sicherzustellen, aber gleichzeitig den Heizbetrieb solange wie es gewünscht wird, zu unterbrechen.

Bei modernen Heizungen können Sie alternativ die Grenzaußentemperatur oder die Grenzraumtemperatur anpassen, ohne die Heizung abzuschalten. Gerade in gut gedämmten Gebäuden ist das Heizen in der Übergangszeit oftmals gar nicht notwendig, da sie nur langsam auf Temperaturwechsel reagieren und somit die Wärme im Haus über mehrere Tage halten.

Bei älteren Heizkesseln gibt es oftmals keine feinen Einstellungsmöglichkeiten. Wollen Sie Ihre Heizung im Sommer dennoch komplett abschalten und somit mehr Energie sparen, sollten Sie Rücksprache mit einem Installateur halten. In diesem Zuge weist der Fachmann Sie möglicherweise darauf hin, dass Ihr Heizkessel aufgrund der Energieeinsparverordnung ausgetauscht werden muss, falls er älter als 30 Jahre ist.

Die Heizungspumpe sollte überprüft werden

In der Regel wird die Pumpe der Heizung durch die Steuerung bedient – und somit durch das Schalten in den Sommerbetrieb. Damit sie sich nicht festsetzt, lässt das Sommerprogramm die Pumpe von Zeit zu Zeit automatisch laufen. Doch die konkrete Bedienung kann sich je nach Modell unterscheiden. Insbesondere bei älteren Geräten ist die Umwälzpumpe oft dauerhaft eingeschaltet. Die Pumpe ist dafür zuständig, dass das warme Wasser im Heizkreislauf zirkuliert. Wenn Sie den Motor der Pumpe laufen hören und das Gehäuse etwas warm ist oder vibriert, ist das ein Zeichen für eine eingeschaltete Umwälzpumpe. Eventuell ist es nötig, die Pumpe manuell abzuschalten, vor allem dann, wenn der Heizkessel komplett abgestellt wird. So sparen Sie auch den Strom, den die Pumpe andernfalls sinnlos verbrauchen würde. Achten Sie darauf, ob es unterschiedliche Pumpen für den Heizkreislauf und die Warmwasserbereitung gibt. Rücklaufpumpen oder Pumpen, die für die Warmwasserbereitung benötigt werden, dürfen nicht abgeschaltet werden. Sollten Sie sich unsicher sein, hilft auch hier ein Fachinstallateur, der Sie beraten oder die abgeschaltete Heizung gegebenenfalls nochmals überprüfen kann.

Öffnen Sie die Thermostatventile vollständig

Ist Ihre Heizung ausgeschaltet, können die Thermostate an den Heizkörpern vollständig aufgedreht werden, ohne dass der Heizkörper warm wird oder die Heizung anspringt. Die Thermostate bedienen einen kleinen Stift, der die Öffnung des Ventils regelt. Bleibt das Thermostat abgedreht oder auf der üblichen Stufe 2-3, wird Druck auf das Ventil ausgeübt. Nach dem Sommer kann es sich festgesetzt haben, sodass man im Winter die Heizung nicht mehr richtig über das Thermostat regulieren kann. Das Öffnen der Thermostate entlastet also den Mechanismus, der den Wasserzufluss regelt und beugt festsitzenden Ventilen vor. Bei dieser Gelegenheit können Sie die Heizkörper auch direkt auf mögliche Lecks überprüfen.

Lassen Sie Ihre Heizungsanlage warten

Nach der Heizperiode ist zumeist nicht mehr viel Heizöl in den Tanks vorhanden. Ist Heizung zusätzlich im Sommerbetrieb oder ganz abgeschaltet, bietet sich ein günstiger Zeitpunkt für eine Wartung. So können Mängel festgestellt werden, bevor man die Heizung im Winter wieder benötigt. Sie selbst können den Wasserdruck überprüfen und gegebenenfalls Wasser nachfüllen. Ein Fachmann kann zudem einen hydraulischen Abgleich durchführen und den Heizkessel sowie die Heizöltanks warten. Eine Reinigung der Heizöltanks empfiehlt sich nach spätestens 10 Jahren. Durch den hydraulischen Abgleich stellen Sie sicher, dass Ihre Heizung die Wärme in allen Räumen gut verteilt und nicht einen Raum stärker heizt, als den anderen. Die Wartung spart somit nicht nur Energie, sondern auch Heizkosten. Das Institut für Wärme und Öltechnik stellt nähere Informationen zur Heizungswartung bereit.

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