Die Top-3 der Heizöl-Mythen

Die Top 3 der Heizölmythen 07.08.2018

Viel diskutiert, oft umstritten – beim Thema Heizöl gehen die Meinungen in unterschiedliche Richtungen: Ölheizungen sind Technik aus dem letzten Jahrhundert. Heizöl ist ein günstiger Diesel-Ersatz. Was ist dran an diesen Mythen? Ein kurzer Faktencheck.

#1: „Statt Diesel kann ich einfach Heizöl tanken.“

Wir machen es kurz: Nein, nein und nein! Dieses Gerücht hält sich seit geraumer Zeit hartnäckig auf der Agenda einiger Stammtischrunden. Betrachtet man die beiden Brennstoffe aus der chemischen Perspektive, gab es lange Jahre praktisch keine Unterschiede. Mittlerweile hat sich die Zusammensetzung jedoch verändert – und jeder Brennstoff ist exakt für seinen jeweiligen Einsatz konzipiert. Beispielsweise kann der höhere Schwefelgehalt im Heizöl bei modernen Motoren zu irreparablen Schäden führen. Hinzu kommen Probleme mit dem Abgassystem des Autos, das nicht für die Verbrennung von Heizöl ausgelegt ist – auch im Hinblick auf fehlende Additive, welche Dieselkraftstoff zündwilliger machen.

Mythos 1: Statt Diesel kann ich einfach Heizöl tanken

Übrigens ist Heizöl nicht umsonst rötlich eingefärbt. Brennstoffe, die zum Heizen vorgesehen sind, unterliegen einem geringeren Steuersatz als Kraftstoffe. Wer also Heizöl als Kraftstoff tankt, begeht Steuerhinterziehung. In diesem Fall drohen hohe Geld- oder sogar Haftstrafen.

 

#2: „Ölheizungen sind ineffizient und die Technik ist veraltet.“

Richtig ist, dass Ölheizungen schon seit längerer Zeit zum Einsatz kommen und insbesondere im ländlichen Raum ihre Vorteile voll ausspielen können. Daraus sollte man aber nicht automatisch schlussfolgern, dass sich seitdem nichts getan hat. Im Gegenteil. Mittlerweile gehören Ölheizungen mit Brennwerttechnik zu den effizientesten Möglichkeiten, die eigenen vier Wände auf die richtige Temperatur zu bringen. Während die heiße Abluft früher ungenutzt verloren ging, kann sie nunmehr nutzbar gemacht werden. Das sorgt für einen Wirkungsgrad von bis zu 98 Prozent. Wenn Sie also eine alte Ölheizung gegen eine Öl-Brennwertheizung tauschen, verbrauchen Sie erheblich weniger Heizöl – das schont das Portemonnaie und sorgt dafür, dass sich die Investition schnell wieder amortisiert, nicht zuletzt auch aufgrund der vorhandenen Fördermöglichkeiten.
 

Effizienz: Öl-Heiztechniken im Vergleich


Im Vergleich zu anderen Energieeinsparmaßnahmen weist der Wechsel von einer älteren Ölheizung zu einem Öl-Brennwertgerät das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis auf. Deutlich teurere Wärmepumpen lohnen sich beispielsweise erst, wenn auch das komplette Gebäude so gedämmt ist, dass man im Winter mit Vorlauftemperaturen von maximal 50 Grad Celsius arbeiten kann. Höhere Vorlauftemperaturen, die auch für eine verbesserte Trinkwasserhygiene empfohlen werden, sorgen bei Wärmepumpen für einen gestiegenen Stromverbrauch. Da die Kosten pro Kilowattstunde bei Strom größer sind, als die Kosten für eine Kilowattstunde Heizöl, ist Öl-Brennwerttechnik insbesondere bei höheren Vorlauftemperaturen ökonomisch sinnvoller. Hinzu kommt die Möglichkeit, Öl-Brennwertheizungen mit Hilfe einer Photovoltaikanlage zu einer Hybridheizung auszubauen und somit erneuerbare Energien einzubinden. Außerdem bieten synthetische Brennstoffe, sogenannte eFuels, mittelfristig die Perspektive eines klimaneutralen Betriebs von Öl-Brennwertheizungen.

 

#3: „Ölheizungen sorgen für eine hohe Feinstaubbelastung!“

Vor allem im Sommer, bei hohen Temperaturen, kann Feinstaub zum Problem für unsere Gesundheit werden, da er sich besonders lange in der trockenen Luft hält. Immer wieder kommt es in Städten mit Kessellage zu Fahrverboten, bis der Smog abgezogen ist. Mit zunehmendem Autoverkehr steigt auch die Feinstaubbelastung, denn der Straßenverkehr ist ein Hauptverursacher für Feinstaubemissionen. Aber auch beim Heizen wird Feinstaub emittiert.

Mythos 3: Ölheizungen sorgen für eine hohe Feinstaubbelastung

Die Annahme, dass Ölheizungen für einen Großteil dieser Emissionen verantwortlich sind, ist jedoch nicht richtig. Eine Studie der Universität Stuttgart hat gezeigt, dass Pelletheizungen bis zu 1.200 Mal mehr Feinstaub emittieren, als bei der Verbrennung von leichtem Heizöl entsteht. Die Kohlenmonoxid- sowie Stickoxidemissionen sind bei Ölheizungen ebenfalls deutlich geringer, als bei Pelletheizungen.

Sie haben Fragen zum Thema Heizöl und Brennwerttechnik? Unsere Mitarbeiter beraten Sie gern! Auch die Experten vom Institut für Wärmetechnik haben immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen Rund um Heizöl. 

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