TOTAL unterstützt den Deutschen Kinderschutzbund

TOTAL unterstützte den DKSB mit Geldspenden.

Spätestens seitdem die Schulen pandemiebedingt geschlossen wurden, sind Kinderrechte in aller Munde. Einer, der sich für die Kinder und deren Rechte stark macht, ist der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) mit seinen über 400 Verbänden in Deutschland. TOTAL unterstützte den DKSB mit Geldspenden.

 

Kindern ihre Rechte näherbringen

Regional und überregional leistet der DKSB wichtige Arbeit, indem er sich für den Schutz und das chancengerechte Aufwachsen aller Kinder in unserem Land einsetzt. Olaf Boye ist Geschäftsführer des DKSB Landesverband Sachsen e.V. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und den Vorstandsmitgliedern setzt er sich für die Stärkung der Kinder und für die Umsetzung von Kinderrechten ein. Hierzu erstellt der DKSB Landesverband Materialien bereit und bildet Fachkräfte zu diesen Themen fort. Über die Ortsverbände und deren Jugendhilfeprojekte kommen die Informationen so an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. In der Praxis und in der Debatte um Kinderrechte stehen vor allem die Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte der Kinder im Fokus. Kinder sollen in ganz Deutschland so beteiligt werden und mitbestimmen können, wie es bereits in der UN-Kinderrechtskonvention 1989 festgelegt wurde. Die Kinderrechte müssen aus Sicht des Kinderschutzbundes endlich im Grundgesetz aufgenommen werden. Doch den aktuellen Vorschlag der Regierungskoalition um die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz wird vom Kinderschutzbund und vielen Fachverbänden abgelehnt, stellt Herr Boye klar. Denn dieser Gesetzesentwurf bleibt weit hinter den eigentlichen Formulierungen der von Deutschland ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention zurück.

Damit die Kinderrechte auch diejenigen erreichen, die sie betreffen, entwirft und fördert der DKSB nun Quizmalbücher, Kinderrechte-Plakate, Postkarten und Spiele zu diesen Themen. Die Geldspende der TOTAL Mineralöl GmbH in Höhe von 3000 Euro fließt in die Produktion und in den Druck dieser Materialien. Lehrer*innen, Hortmitarbeiter*innen, Jugendhilfefachkräfte aber auch Eltern und Erziehende können diese nutzen, um den Kindern spielerisch ihre Rechte näher zu bringen.

Corona wirft Schlaglicht auf Kinderrechte

„In Pandemiezeiten hat man sehr genau gesehen, wo die Rechte von Kindern missachtet oder hinten angestellt worden sind“, erklärt Herr Boye. Am Ende der ersten Infektionswelle haben Kitas und Schulen in Sachsen als letztes, nach allen anderen Bereichen, geöffnet – obwohl sie wichtige Anlaufstellen für die Kinder sind. Spielplätze waren geschlossen, ebenso die Jugendeinrichtungen. Damit fiel für Kinder nicht nur das soziale Netz aus Freunden weg, es fehlten auch wichtige Ansprechpartner*innen. Die Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen sind für viele Kinder eine vertrauenswürdige Anlaufstelle. „Auch beim zweiten Lockdown mussten wir uns mit anderen Verbänden erst intensiv dafür einsetzen, dass diese Jugendhilfeeinrichtungen im Notbetrieb offen gehalten wurden“, berichtet Herr Boye. „Auch für die Öffnung von Kitas und Schulen mussten wir uns intensiv einsetzen“, so Boye weiter.

In der Pandemie ist die Aufmerksamkeit für die Rechte von Kindern gestiegen, viele wissen, dass es sie gibt, nicht aber, wie man sie in Verwaltung und Öffentlichkeit umsetzt. Der DKSB arbeitet als Fachverband deshalb an vielen Stellschrauben, evaluiert, welche Kinderrechte während des Lockdowns nicht berücksichtigt wurden – und sorgt somit dafür, dass die Kinder in der nächsten Pandemie besser geschützt sind.

Digitaler Kontakt ist besser als gar kein Kontakt

Wie wichtig es ist, mit Kindern und Jugendlichen auch in Zeiten des Lockdowns regelmäßig in Kontakt zu bleiben, weiß auch Gerhild Tobergte. Frau Tobergte ist Vorsitzende des DKSB im Ortsverband Duisburg. Schon 2014, noch vor der Flüchtlingskrise, entwickelte man hier ein Konzept zur Zuarbeit für die sogenannten DaZ-Klassen. Die Abkürzung steht dabei für „Deutsch als Zweitsprache“. Es handelt sich um Klassen, die speziell für geflüchtete Kinder ausgelegt sind. Bis zu 30 unterschiedliche Nationen können in den DaZ-Klassen vertreten sein. Hier werden ihnen innerhalb von ein bis zwei Jahren die deutsche Sprache und der Alltag in Deutschland nähergebracht, sodass der Einstieg in das deutsche Bildungssystem gelingt.

„Diese Kinder hat die Schulschließung am schlimmsten getroffen“, erzählt Frau Tobergte. Zuhause spreche man kaum Deutsch, da die Eltern die Sprache oftmals nicht sprechen. Wenn die Anbindung an die Klassen verloren geht, verlieren die Kinder auch den Lernfortschritt und somit die deutsche Sprache. „Die Mitarbeit in den Schulen ist so nicht möglich, die Klassenlehrer*innen schlagen Alarm“, berichtet Frau Tobergte. Die Geldspende der TOTAL Mineralöl GmbH in Höhe von 3000 Euro fließt deshalb in die Anschaffung und Konfiguration von kindersicheren Tablets. Mit der App Kidsplace können die Kinder sichere Programme nutzen, die es Ihnen ermöglichen, Kontakt zu halten und Spiele zu spielen. Zudem ist gewährleistet, dass sich zum Schutz der Kinder keine fremde Person von außen in die digitalen Konferenzen einwählen kann. „Wir haben quasi eine DKSB-Blase geschaffen“, erklärt Frau Tobergte. Die Projektleiter*innen können den Kindern auch auf virtuellem Wege Aufgaben zukommen lassen.

Die Pandemie hat die Arbeit des DKSB Duisburg völlig verändert

Während der DKSB vor der Pandemie überwiegend in Präsenzlehre mit den Kindern in Kontakt stand, ist die gesamte Arbeit nun auf Zoom Meetings und den digitalen Austausch umgestellt worden. Dabei handelt der Ortsverband Duisburg immer angepasst an die lokale Situation. „Das ermöglicht viel Flexibilität und Individualität“, erklärt Frau Tobergte. Wo bereits durch das Jugendamt gute Arbeit geleistet wird, konzentriert sich der DKSB auf neue Wege. „Vor allem benötigen wir Partner, die bereit sind, den Zug mit uns anzuschieben. Als wir 2014 das Konzept für die Zuarbeit zu den DaZ-Klassen entwickelt haben, war TOTAL sofort bereit uns zu unterstützen“, erinnert sich Frau Tobergte.

Für den restlichen Jahresverlauf hofft sie, dass die Kinder nicht noch mehr negative Erfahrungen sammeln. „Die Kontrollsysteme fehlen aktuell, allen voran die Schule. Damit sind die Kinder oftmals sich selbst überlassen“, warnt sie. Spezielle elektronische Sprechstunden in den Fachberatungsstellen und eine Website für Kinder, von der aus sie auf die Internetpräsenz des DKSB sowie die der Fachberatungsstellen gelangen, sollen den Kontakt erleichtern und ihnen den Umweg über die Eltern sparen. Abschließend betont Frau Tobergte, dass es sehr wichtig sei, dass die Kinder nicht mehr nur ergeben in die Zukunft blicken, wie es im vergangenen Jahr und zu Beginn dieses Jahres der Fall war. Sie bräuchten stattdessen Hoffnung und klare Perspektiven.
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Das Interview mit Herrn Boye und Frau Tobergte führten wir im Januar 2021. TOTAL engagiert sich auch weiterhin für Hilfsprojekte mit regionalem Schwerpunkt. Diese und weitere Informationen finden Sie hier auf unserer Website sowie auf unserem Facebook-Kanal.

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