Wichtige Tankschutzmaßnahmen – welche brauchen Sie?

Heizöl-Tankschutzmaßnahmen © IWO e.V.

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die die Sicherheit Ihres Heizöltanks erhöhen können. Von Leckschutzauskleidung und Tankraumfolie bis hin zur Tankinnenhülle können Heizöltanks nachgerüstet und geschützt werden. Wir stellen Ihnen heute die wichtigsten Maßnahmen vor und erklären, was gesetzlich vorgeschrieben ist.

Das Thema Sicherheit kann bei Ölheizungsanlagen nicht groß genug geschrieben werden. Denn Heizöl ist – bei all seinen Vorzügen – ein Stoff, der keinesfalls ins Grundwasser gelangen darf. Damit dies bei der Heizöllagerung verhindert wird, müssen Maßnahmen zum Schutz des Heizöltanks ergriffen werden. Schutz vor allem vor dem Entstehen von Leckagen, durch die Heizöl unbemerkt ins Erdreich und ins Grundwasser gelangen könnte.

Daher ist die regelmäßige Überprüfung und Inspektion Ihrer Heizöltanks gesetzlich vorgeschrieben. Ratsam ist auch eine regelmäßige Reinigung des Tanks durch eine Fachfirma. Darüber hinaus können weitere Maßnahmen sinnvoll sein. Dazu sollten Sie sich ausführlich vom Fachbetrieb Ihres Vertrauens beraten lassen.

Die baulichen Anforderungen an Heizöl-Lagertanks

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Heizöltanks doppelwandig sein und über ein Leckanzeigegerät verfügen müssen. Wird das Heizöl oberirdisch gelagert, sind einwandige Tanks erlaubt, allerdings müssen diese dann in einem dauerhaft öldichten Auffangraum stehen. Zur Erfüllung dieser gesetzlichen Anforderungen haben Sie folgende Möglichkeiten:

1. Leckschutzauskleidung

Eine Leckschutzauskleidung ist eine Kunststoffhülle aus PVC, mit der der Tank ausgekleidet wird. So erfüllen Sie die Anforderung eines doppelwandigen Tanks - ältere Tanks lassen sich auch durch eine Leckschutzauskleidung nachrüsten. Zwischen die Tankinnenhülle und den eigentlichen Heizöltank wird eine Vlieslage eingebracht. Dieser Zwischenraum, in dem ein Vakuum herrscht, dient als „Überwachungsraum“. Mithilfe eines Vakuum-Leckanzeigers kann ständig geprüft werden, ob in diesem Zwischenraum tatsächlich ein Vakuum besteht – dann ist der Tank dicht. Ein Leck wird also sofort bemerkt und eine aufwendige Sanierung des Auffangraumes kann so verhindert werden. Da ein eventuelles Leck bereits festgestellt wird, bevor das Heizöl in den Auffangraum gelangen kann. Mit einer solchen Leckschutzauskleidung können Sie auch einen stillgelegten Heizöltank zum Brauchwassertank umrüsten.

2. Tankraumauskleidung

Bei dieser Maßnahme wird der Auffangraum, in dem der Heizöltank steht mit einer Dichtungsfolie ausgekleidet. Dies verhindert, dass ausgetretenes Heizöl ins Mauerwerk oder ins Grundwasser gelangt. Dabei werden Risse im Mauerwerk effektiv verschlossen. Diese Maßnahme ist nötig, wenn Sie einwandige Heizöllagertanks verwenden.

3. Tankinnenbeschichtung

Eine Tankbeschichtung bietet optimalen Korrosionsschutz bei Stahltanks. Zunächst wird dabei der Heizöltank gründlich gereinigt. Anschließend wird die Oberfläche der Tankinnenseite angeraut, indem sie mit einem Granulat bestrahlt wird. Dies sorgt dafür, dass die anschließend aufgebrachte Spezialbeschichtung besser haftet. Dank dieser Spezialbeschichtung an Tankboden und Seitenwänden, wird der Heizöltank für Jahre gegen Rost geschützt. Eine Tankinnenbeschichtung ist eine recht schnelle Lösung – innerhalb eines Tages ist Ihre Heizöl-Tankanlage wieder betriebsbereit.

All die ausführlichen Sicherheitsnormen, Vorschriften und Prüfungen machen die Lagerung von Heizöl sehr sicher. Wer sich an die Regeln hält, hat mit einer Ölbrennwert-Heizung eine hochmoderne, effiziente, sichere und saubere Heizanlage.

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