Öl-Brennwerttechnik – In 5 Schritten zur modernen Heizung

7. Mai 2015

Öl-Brennwerttechnik – 5 Schritten zur modernen Heizung

Bei einer Ölheizung gilt leider nicht: je älter, desto besser. Denn veraltete Technik hat einen erheblich geringeren Wirkungsgrad, der Heizöl-Verbrauch ist unnötig hoch. Doch Hauseigentümer zögern vor dem Schritt des Heizkesseltausches.

Als Besitzer einer Ölheizung könnte man der Meinung sein, dass ein Wechsel unnötig ist, solange die alte Anlage noch funktioniert. Dabei spielen oft Bequemlichkeit und Sparsamkeit eine Rolle. Allerdings wird hier zum Teil am falschen Ende gespart, denn der Umstieg auf die Brennwerttechnik bedeutet langfristig geringere Kosten und kann sich schon innerhalb weniger Jahre rechnen. Natürlich geht damit auch eine Wertsteigerung der Immobilie einher.

Der Vorteil einer modernen Ölheizung liegt besonders darin, dass der Brennwert vom Heizöl nahezu komplett genutzt wird. Bei Heizkesseln vergangener Generationen liegt der Wert zwischen 60 und 88 Prozent, je nach Alter des Geräts. Oft ist der Austausch des alten Heizkessels der erste und beste Schritt zur energetischen Sanierung.

Doch wie sollte der Austausch ablaufen? Um die Entscheidung zu erleichtern, haben wir den vergleichsweise geringen Aufwand, der sich hinter dem Wechsel zu Brennwerttechnik verbirgt, für Sie zusammengestellt:

Schritt 1: Umfassend recherchieren

Verschaffen Sie sich einen Überblick zu den verschiedenen Anbieteren von Heizsystemen. Als erste Anlaufstelle bietet sich das Internet an, zum Beispiel die Webseiten von namhaften Herstellern wie Brötje oder Buderus. Aber natürlich ist auch der Austausch mit Bekannten sinnvoll, die bereits einen Wechsel durchgeführt haben.

Für tiefere Einblicke finden Sie über die Webseiten der Hersteller geeignet Fachbetriebe für die Ausführung. Die Experten können die individuelle Situation am besten beurteilen und Sie eingehend beraten, damit Sie zukünftig optimal Heizöl sparen  können. Holen Sie gleich mehrere Handwerksangebote ein, um Angebot und Leistungen zu vergleichen.

Schritt 2: Entscheidung für den passenden Heizkessel treffen

Nach dem Abwägen der Argumente für die verschiedenen Varianten, sollten Sie sich für das passende System für die eigenen Heizbedürfnisse entscheiden. Gleichzeitig lassen Sie auch das Optimierungspotential für weitere Bestandteilen wie Pumpe, Thermostate, Speicher und Druckausgleichsgefäß überprüfen. Denn: Je besser alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, desto höher ist der Heizwert.

Schritt 3: Finanzierungsplan erstellen und umsetzen

Haben Sie den Plan für Ihre neue Heizanlage festgelegt, muss jetzt die Finanzierung dafür geklärt werden. Wir empfehlen den febis Fördermittel Service. So erhalten Sie die maximal mögliche Förderung für Ihr Modernisierungsvorhaben ohne der aufwendigen Recherche und dem Ausfüllen von Anträgen. Eine Liste regionaler und überregionaler Förderprogramme erhalten Sie mit Hilfe unseres Energiesparrechner. Manche Kesselhersteller bieten zusätzlich Rabattaktionen an, über die Sie sich auf den entsprechenden Webseiten informieren können.

Schritt 4: Heizkesseltausch durchführen lassen

Nach dem Abschluss der Planungsphase, beginnt nun die Umsetzung. Diese wird selbstverständlich durch den beauftragten Handwerker durchgeführt. In Zuge dessen sollten Sie auch einen hydraulischen Ausgleich machen lassen.

Folgende Einstellungen sollte der Fachmann nach Einbau vornehmen: Die Grundeinstellungen des neuen Kessels selbstständig sowie Nachtabsenkung und ggfs. Warmwassertemperatur in Absprache mit Ihnen. Zusätzlich sollten Sie sich genau die Regelung des neuen Gerätes erklären lassen.

Schritt 5: Wirkungsweise der Technik überprüfen

Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Zählerstand, das hilft Ihnen den Heizölverbrauch richtig einzuschätzen. Sind die Werte höher als erwartet,  sollten Sie sich an den mit dem Einbau beauftragten Fachbetrieb wenden. Dieser kontrolliert die Einstellungen Ihrer Anlage und schaut an welcher Stelle noch Optimierungsbedarf besteht.

Der Umstieg auf eine Brennwertheizung ist also keine komplizierte Wissenschaft. Mit detaillierter Planung und zielstrebiger Umsetzung können auch Sie effektiver Heizen und Heizöl sparen. Das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel.

Umstieg auf Brennwert

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