Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 50. Kalenderwoche 2013

Heizölpreis gefallen - KW50

Unsere Heizölpreise sind in der vergangenen Woche spürbar gesunken. Anfangs wurde der Preisrückgang vorwiegend durch den Höhenflug des Euro getragen. Zum Ende der Woche gaben dann noch die Gasölpreise deutlich nach, sodass die aktuellen Heizölpreise den günstigsten Stand seit sechs Monaten erreichten.

Der Euro zeigte in der letzten Woche eine sehr erfreuliche Entwicklung und entlastet damit die inländischen Heizölpreise. Aktuell befindet sich der Eurokurs nur knapp unter der Marke von 1,38 Dollar - dem absoluten Höchststand in den letzten zwei Jahren.

Aber auch die Preise für die europäische Referenzölsorte Brent und Gasöl, dem Vorprodukt von Heizöl und Diesel, gaben deutlich nach. Hier waren vor allem die amerikanischen Ölbestandsdaten ausschlaggebend. Die offiziellen Daten des US Department of Energy (DOE) zeigten extreme Abbauten beim Rohöl und weitere Aufbauten bei den Produkten. Die Abbauten beim Rohöl sind größtenteils auf gesunkene Importe zurückzuführen, die Aufbauten bei den Produkten Heizöl und Diesel auf eine geringe Nachfrage in den USA.

Die Heizöl- und Dieselnachfrage befindet sich dort auf einem 15-Jahrestief für diese Jahreszeit. Dadurch geriet der Gasölpreis im amerikanischen Handel unter andauernden Verkaufsdruck. Vor Jahresende sind Lagerbetreiber aus steuerlichen Gründen bestrebt, die Bestände möglichst gering zu halten. Die amerikanischen Heizöl- und Dieselbestände stehen dadurch verstärkt dem Export zur Verfügung. Die Preise für Gasöl an der ICE Futures in London sinken in der Folge.

Der Ölmarkt schaut nun auf Libyen. Dort wurde angekündigt, dass die Blockaden der Ölterminals aufgehoben werden. Exporte und Förderung könnten dann wieder zunehmen.

Mit der Rückkehr der libyschen Produktion und dem Ausbau der Förderung innerhalb und außerhalb der OPEC steht der Markt vor einer Überversorgung. Dazu kommt eine mögliche Aufhebung des Exportembargos gegen den Iran. Bisher hat kein Mitglied des OPEC Kartells signalisiert, seine Förderkapazitäten einschränken zu wollen. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten und die Nachfrage nach OPEC Öl weiter abnehmen, drohen sich die Spannungen zwischen den Kartellmitgliedern zu erhöhen.

Die Ölversorgung bleibt komfortabel und die Heizölpreise vergleichsweise günstig. Das ist der momentane Ausblick. Aufgrund hoher Bevorratungsstände und relativ milder Temperaturen für diese Jahreszeit, ist die inländische Heizöl-Nachfrage äußerst schwach. Kapazitätsengpässe bei der Heizöl-Auslieferung drohen vorerst nicht. Für die kommende Woche erwarten wir anhaltend günstige Heizölpreise. Momentan spricht nichts für eine Gegenbewegung. Im Gegenteil, sollten die libyschen Öllieferungen wieder anlaufen, könnte das niedrige Heizölpreis-Niveau vom April erreicht werden. Die Heizölpreisentwicklung ist aber generell schwer vorhersehbar.

Ihr Total Heizöl Team

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