Ölpreis weiter gefallen, EIA senkt Preisprognose 2015

13. November 2014

Die Ölpreise sind erneut gesunken. Der Preis für den europäischen Ölpreis-Index Brent sank erstmals seit 2010 unter die 80 Dollar Marke. Der Eurokurs liegt jedoch unter 1,25 US Dollar, dem niedrigsten Stand seit 2012. Daher sinken die inländischen Heizölpreise heute nur geringfügig.

Die EIA (Energy Information Administration, amerikanisches Amt für Energiestatistik) hinterließ mit dem jüngsten Monatsbericht eine nachhaltigen Eindruck an den Ölmärkten. Die EIA  geht auch für das kommende Jahr von einem sehr intensiven Wettbewerb am Ölmarkt aus und reduzierte die Preisprognosen für WTI und Brent sehr drastisch. So geht die EIA für 2015 von einem durchschnittlichen Brent-Preis von 83,42 US-Dollar aus, was über 18 Dollar unter der vorherigen Schätzung liegt.

Der niedrigere Ölpreis wird mit zwei Faktoren begründet, einer weiterhin niedrigen Nachfragesituation, der ein wachsendes Angebot gegenüber steht. Zwar rechnet die EIA damit, dass einige der langfristigen und teuren Investitionsprojekte in den USA ausgebremst werden, die Ölförderung in Amerika aber dennoch wächst, da laufende Projekte zum Abschluss gebracht werden.

Bei der OPEC rechnet man nicht mit Produktionskürzungen im großen Stil. Der Preiskampf der vergangenen Wochen und Monate hat gezeigt, dass keines der Kartellmitglieder Marktanteile verlieren will.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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