Ihre Heizungsanlage – Fit für den Winter?

31. Oktober 2016,

Heizanlage Winterfit TOTAL Heizoel

Vom Tank bis zum Heizkörper - alles im Fluss. Nicht nur gesetzliche Vorschriften auch die richtige Wartung und Sauberkeit Ihrer Heizanlage sind von großer Bedeutung. Wir geben Ihnen wichtige Tipps für sicheres und effizientes Heizen.

Alles klar im Heizöl-Tank?

Nicht allein um Ihren gesetzlichen Verpflichtungen als Tankbesitzer nachzukommen, sollten Sie Ihren Heizöl-Tank regel­mäßig überprüfen lassen, sondern auch um den zuverlässigen Betrieb Ihrer Anlage zu sichern. Mit einer Inspektion und Tankreinigung machen Sie Ihre Tankanlage fit für die nächste Heizsaison.

Warum bildet sich Schlamm im Tank?

Als Naturprodukt unterliegt Heizöl natür­lichen Alterungsprozessen. Hier macht allerdings die Heizöl-Qualität den Unterschied: Heiz­öl standard altert wesentlich schneller als Premium-Heizöl thermoplus oder Bio-Premium Heizöl thermogreen. Kommen ungüns­tige Einflüsse wie Wärme, Licht, Sauerstoffkontakt, Mikroorganismen sowie die katalytische Wirkung von Metallen hinzu, können sich ölunlösliche Anteile – Sedimente – im Tank bilden. Im Laufe der Zeit lagern sich diese Sedimente in Form von Öl-Schlamm am Tankboden ab. 

Bleibt Öl-Schlamm über Jahre im Tank, kann die Schmutzschicht so weit anwachsen, dass sie über die Saugleitung in den Brenner gelangt und den zu­verlässigen Betrieb der Anlage gefährdet.

In Stahltanks kann Öl-Schlamm zu Korro­sionen an der Tank-Innenseite führen, welche die Gefahr eines Öl-Austritts erhöhen. Um das Risiko einer Innenkorrosion deutlich zu senken, ist die regelmäßige Ent­fernung des Öl-Schlamms ratsam.

Wann ist es Zeit für den Tankcheck?

Eine professionelle Inspektion und Reinigung Ihres Heizöl-Tanks sollte spätestens dann erfolgen, wenn:

  • Ihr Öl-Filter kurz nach der Heizungs­wartung wieder schwarz wird
  • sich dunkle Ränder an der Wand Ihrer Batterietanks absetzen
  • Ihre Heizung wegen Brennerstörung öfter ausfällt
  • nahe der Zuleitung des Tanks Ölflecken zu sehen sind
  • die Füllstände der Batterietanks unterschiedlich hoch sind
  • Ihr Kunststofftank sich verformt hat
  • starker Heizölgeruch austritt

Sogar bei bestehendem Füllstand kann Ihr Tank gereinigt werden. In diesem Fall wird das Heizöl von der Fachfirma abgepumpt, in einem Lagerbehälter zwischengelagert und nach der Reinigung wieder in Ihren Tank zurückgepumpt. 

SOS – Tanktausch!

Kunststofftanks haben eine Lebens­dauer von ca. 30 Jahren. Verformungen, wie „Elefantenfüße“, Ausbeulungen, Schieflage oder eingefallene Tank­rücken, zeigen an, dass der Tank ­seine Lebensdauer überschritten hat. Um einer Leckage bzw. einem Ölschaden vorzubeugen, ist hier eine Erneuerung der Tankanlage erforderlich.

Auch der Tanktausch wird staatlich gefördert

Wenn Sie sich für eine neue Öl-Brennwert­heizung entscheiden, profitieren Sie von Zuschüssen von bis zu 3.200 Euro. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass sich 21 % der Heizungs-­Modernisierer im Rahmen von „Deutschland macht Plus!“ für eine neue Tankanlage ­entschieden haben. Bei der großen Mehrheit dieser Befragten stand dabei der Wunsch nach einer geruchsdichten Tankanlage im Vordergrund. 

Bis zum Jahresende unterstützen Sie Fördermittel-Experten kostenlos, prüfen Ihr Handwerkerangebot auf alle Formalitäten, berechnen die maximale Fördersumme und erstellen unter­schriftsreife Fördermittel-Anträge für die Förderprogramme. Weitere Informationen zum Modernisierungsprogramm finden Sie hier: Aktion Deutschland macht Plus

Tipp: Mit thermoplus gegen Öl-Schlamm

Spezielle Wirkstoffe in unserem Premium-Heizöl thermoplus unterbinden die Heizöl-Alterung und haben einen Reinigungseffekt. Auch nach drei Jahren Lagerzeit bilden sich kaum Sedimente im Tank. Kommt ausschließlich thermoplus in den Tank, können sich die Zeiten zwischen den Tankreinigungen mehr als verdoppeln! 

Weiter im Check- Die Wartung Ihrer Heizungs­technik

Damit Ihre Heizungsanlage lange Zeit voll funktionstüchtig bleibt, sollte sie jährlich gewartet werden, am ­besten vor der Heizsaison.

Dazu gehören der Austausch von Ver­schleiß­teilen ebenso wie die Reinigung von Kessel und Brenner. Beim jährlichen Check prüft der Heizungsprofi auch, ob das Abgassystem optimal bzw. ohne Energieverluste funktioniert und die Emissionsgrenze eingehalten wird, ob der Kessel richtig geregelt oder eventuell überdimensioniert ist und die Thermostate auf dem neuesten Stand sind.

Teilen Sie bei dieser Gelegenheit Ihrem Heizungsfachmann mit, zu welchen Tages- oder Nachtzeiten die Temperatur gesenkt werden kann. Ob beispielsweise eine Nachtabsenkung der Temperatur sinnvoll ist, hängt u. a. von der Dämmung Ihres Hauses ab.

Ungleiche Wärmeverteilung im Haus - Hydraulischer Abgleich vom Profi

Bleiben Heizkörper trotz Entlüftung und korrektem Wasserdruck teilweise kalt, kann ein hydraulischer Abgleich die Lösung bringen. Bei nicht regulierten Anlagen werden eventuell weiter entfernte Heizkörper unzureichend versorgt.

Hydraulischer Abgleich Grafik IWO

Ein hydraulischer Abgleich dient der Feinjustierung und gleichzeitig der Energieersparnis. Ihr Heizungsfachmann lotet den Heizbedarf für ­jeden Raum sorgfältig aus. Hierfür werden alle Einflussfaktoren geprüft: neben der Heizungsan­lage auch der Zustand der Fenster, die Raum- und Heiz­­körper­größen eben­so wie die Dämmung. Die Aus­wertung erfolgt mittels spezieller Soft­ware.

Für den Abgleich kommen voreinstellbare Thermostatventile zum Tragen, mit denen die Durch­fluss­menge des Heizwassers am Heizkörper exakt reguliert und an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst werden kann. Außerdem stellt der Profi den Pumpendruck und die Heizkurve des Kessels optimal ein. 

Das Ergebnis: Alle Zimmer des Hauses werden bedarfsgerecht beheizt und die Wärme wird gleichmäßig im Haus verteilt.

Sauber heizt besser

Mit einigen wenigen Handgriffen ­machen Sie Ihre Anlage winterfit und sparen zudem Energie. Wussten Sie, dass Sie durch einfaches Entstauben der Heizkörper Ihren Heizöl-Verbrauch senken können?

Eingebrannter Schmutz reduziert die Leistung des Heizkörpers um bis zu 30 Prozent! Daher unser Tipp: Reinigen Sie die Heizkörper vor dem Winter mit Staub­sauger und mildem Reinigungsmittel. Für die Heizkörperreinigung gibt es im Handel spezielle Bürsten.

Ebenso sollte der Heizungsraum möglichst staubfrei sein. Ist die für die Verbrennung benötigte Raumluft staubbe­lastet, erhöht sich nicht nur der Schadstoffausstoß, sondern auch der Heiz­öl-Verbrauch. Zudem kann der Brenner störungsanfällig werden.

Zu viel Luft im ­System?

Wenn sich Heizkörper nicht vollständig erwär­men oder Sie ein Gluckern oder Rauschen beim Heizen hören, ist die Zirkulation des Heizungswassers gestört. Ent­lüftung ist die erste Maßnahme, um die Zirkulation wieder in Gang zu bringen.