Bald wieder sinkende Ölpreise?

29. August 2016

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Letzte Woche wurden die Ölpreise noch durch Spekulationen auf eine Produktionsobergrenze der OPEC gestützt. Analysten rechnen nun aber mit erhöhten Fördermengen. Infolgedessen sinken die Ölpreise heute Morgen leicht. Der Heizölpreis hält sein Niveau bei rund 52 Cent pro Liter Heizöl.

Ölpreisentwicklung

In der letzten Woche hatten die Ölpreise keine klare Richtung und hielten daher ohne nennenswerte Vorkommnisse ihr Preisniveau.

Grund dafür war die Erwartung einiger Marktteilnehmer, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) demnächst eine Produktionsobergrenze beschließen könnte.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 49,3 US-Dollar je Barrel gehandelt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell wieder für unter 432 US-Dollar je Tonne gehandelt. Das sind rund zehn US-Dollar weniger als beim Höchststand in der letzten Woche.

In den letzten Wochen hatten sich vermehrt Mitglieder der OPEC dafür ausgesprochen mittels „koordinierter Maßnahmen eine Stabilisierung des Ölmarktes zu unterstützen.“

Aufgrund der dadurch entstanden Spekulationen über begrenzte Fördermengen wurden die Ölpreise bis zuletzt gestützt.

Allerdings haben Saudi Arabien und der Iran bereits angekündigt, dass für sie eine Beteiligung an einer Produktionsobergrenze ausgeschlossen ist.

Analysten sind deshalb nun der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Abkommen nur noch äußerst gering ist.

Auch der Irak, Libyen und Nigeria hatten in den letzten Wochen eher von zeitnahen Anstiegen bei ihren Förder- und Exportmengen berichtet. Ein Rückgang des Überangebots am Rohölmarkt scheint demnach noch nicht in Sicht.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, 30.08.2016

  • Vorabschätzung US-Ölbestandsdaten American Petroleum Institute (API)
  • Verbraucherpreisindex Deutschland

Mittwoch, 31.08.2016

  • Offizielle US-Ölbestandsdaten vom Department of Energy (DOE)

Donnerstag, 01.09.2016

  • Einkaufsmanagerindex Eurozone

Freitag, 02.09.2016

  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)
  • Handelsbilanz der USA

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Am Wochenende erklärte Janet Yellen, die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, in ihrer Rede, dass es in diesem Jahr noch mindestens eine Leitzinsanhebung geben wird. Einen konkreten Zeitpunkt nannte sie allerdings noch nicht.

Entsprechend der daraus resultierenden Stärkung des US-Dollar, verzeichnete der Eurokurs Verluste. Heute Morgen kostet ein Euro deshalb nur noch rund 1,119 US-Dollar.

Vor einer Woche lag der Wechselkurs sogar noch über 1,13 US-Dollar.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein sinkender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum teurer werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt bei rund 52 Cent pro Liter Heizöl und ist damit fast unverändert verglichen mit dem Heizölpreis vom Freitagnachmittag.

Aktuell scheint es eher so, als würden die Heizölpreise wieder leicht sinken. Allerdings kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob sich daraus eine anhaltende Tendenz ergibt.

Kurzfristig auf stark fallende Heizölpreise zu spekulieren halten wir daher für sehr riskant. Insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nährt, raten wir auf Nummer sicher zu gehen und jetzt bereits Heizöl zu kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.