DOE-Bericht bremst weiteren Anstieg der Ölpreise vorerst aus

13. April 2017

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Obwohl der Bericht des Department of Energy (DOE) gesunkene US-Ölbestände vermeldete, gaben die Ölpreise ihre Aufwärtsbewegung vorerst auf. Grund dafür sind Schätzungen, nachdem die Lagerkapazitäten in Cushing, Oklahoma bald ausgeschöpft sein dürften.

Ölpreisentwicklung


Kurz vor dem langen Osterwochenende ist der Aufwärtstrend bei den Ölpreisen vorerst ausgebremst. Momentan bewegen sie sich leicht nach unten. Der Bericht des Department of Energy (DOE) hatte Bestandsabbauten bei Rohöl und Benzin in den USA vermeldet.

Viel wichtiger schien aus Marktsicht jedoch der Fakt, dass die Lagerkapazitäten in Cushing, im US-Bundesstaat Oklahoma – einem der Hauptumschlagplätze für Öl in den USA – bald an ihre Grenzen stoßen dürften. Dies deutet nicht nur auf eine überaus produktive US-Ölindustrie hin, es ist auch ein Indiz dafür, dass die USA Öl bald günstiger verkaufen könnten, um wortwörtlich Platz zu schaffen.


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:


Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 55,64 US-Dollar. Das ist leicht unter dem Schlusspreis von Mittwoch, der mit 55,86 US-Dollar bereits unter dem Vergleichswert von Dienstag lag (56,23 US-Dollar).

Bei ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, sieht es ähnlich aus. Er notiert mit aktuell 497,00 US-Dollar für die Lieferung im April ebenfalls unter dem Schlusspreis von Mittwoch (498,50 US-Dollar), allerdings noch über dem Dienstagswert (492,50 US-Dollar).

Die Stadt Cushing in Oklahoma wäre mit ihren unter 8.000 Einwohnern sicher nur ein Fleck auf der amerikanischen Landkarte, stünden hier nicht regelrechte „Tankfarmen“, in denen der größte Teil nordamerikanischen Rohöls lagert. Von hier aus macht sich sich  und sich das Öl über Pipelines auf den Weg zu praktisch allen Verteilerstellen auf dem nordamerikanischen Kontinent macht.Darum heißt Cushing auch „The Pipeline Crossroads of the World“ und steht gerade in Zeiten der hochaktiven US-Ölproduktion besonders unter Beobachtung. Auch der aktuelle Wochenbericht des Department of Energy (DOE) zeigt, dass es in Cushing bald ein Platzproblem geben könnte – und dies hätte durchaus signifikante Folgen für den Ölpreis.

Reaktionen auf DOE-Bericht bleiben aus

Grundsätzlich bestätigt der DOE-Bericht, was der Bericht des American Petroleum Institute (API) bereits am Tag zuvor verkündet hatte. Die Bestände an Rohöl, Destillaten und Benzin in den USA sind gesunken, während die Raffinerieauslastung zugenommen hat. Dabei fielen die Abbauten laut DOE stärker aus, als API verkündet hatte.

Das wäre normalerweise ein Signal an den Markt, dass die Nachfrage gestiegen ist, was einen Preisanstieg bei Öl begünstigt. Die Nachfragentwicklung ist laut DOE allerdings nicht ganz so positiv ausgefallen. 
Zudem scheint in dieser Woche die Entwicklung in Cushing als Indiz für die rasante Entwicklung der US-Ölindustrie der ausschlaggebende Faktor für die Preisentwicklung gewesen zu sein.
Der DOE-Bericht hat eine Zunahme der Rohölbestände um 0,3 Mio. Barrel in der vergangenen Woche festgehalten. Das allein klingt nicht viel, allerdings sind die Cushing-Vorräte in den vergangenen Wochen und Monaten kontinuierlich gestiegen und stehen nun bei etwa 69,4 Mio. Barrel.

Die Obergrenze liegt laut Schätzungen bei etwa 77 Mio. Barrel und geht es mit der Bestandszunahme im bisherigen Tempo weiter, dürfte sie bald erreicht sein. Wenn das passiert, bleiben den Ölunternehmen in den USA im Grunde zwei Möglichkeiten: Entweder, sie fahren die Förderung runter, was wahrscheinlich nicht passieren wird, da gerade erst riesige Investitionen in neue Fördertechnik getätigt werden. Die deutlich gestiegene US-Ölförderung laut DOE-Bericht bestätigt dies. Oder Sie werfen die „überzähligen“ Barrel sehr günstig auf den Markt, um sie schneller an den Manndie Abnehmer zu bringen. Und daDies könntes wiederum würde dem globalen Ölpreis mächtig erheblich zusetzen.

OPEC-Bericht scheinbar ohne Wirkung

Dass die USA aktuell die größten Profiteure vom OPEC-Deal sind, bestätigt auch der gestern veröffentlichte Monatsbericht des Kartells. So hätten sich etwa die US-Exporte nach China, Japan und Singapur seit Januar mehr als verdoppelt und Amerika hätte dabei auch Marktanteile von der OPEC und Russland übernommen.
In dieser Situation gibt es für die USA also keinerlei Grund, vom momentan eingeschlagenen Weg kontinuierlicher Produktionssteigerungen abzuweichen. Wohl aber fragen sich die am OPEC-Deal beteiligten Staaten zu Recht, warum sie ihre Förderquoten auch in der zweiten Jahreshälfte künstlich senken sollten. , wenn letztlich die USA Haupt-Profiteur der künstlichen Verknappung istsind. 
Aber diese Fakten aus dem OPEC-Bericht und die dahinterstehenden Überlegungen sind für den Markt nicht neu, sodass der Bericht gestern scheinbar erst einmal ohne nennenswerte Auswirkungen auf die Ölpreise blieb.
Außerdem tendieren die Händler an den internationalen Öl-Märkten Trader vor längeren Feiertagen sowieso dazu, einen Grund zu suchen, um mit Verkäufen Gewinne aus den vorherigen Preisanstiegen mitzunehmen und so das Portfolio über die Feiertage abzusichern. Und da kamen die Zahlen und Analysen zum DOE-Bericht eben genau richtig, schließlich deuten sie auf nachgebende Ölpreise hin.

 

Entwicklung Eurokurs


Der Eurokurs notiert aktuell bei 1,0671 US-Dollar, bereits deutlich über dem Referenzpreis der EZB für Mittwoch bei 1,0605 US-Dollar.

Als Grund dafür werden Aussagen Trumps in einem Interview angesehen, der gesagt hatte, dass der Dollar zu stark werde und somit demn US-Außenhandel unter Druck setzt. Außerdem sei er nun doch ein Anhänger einer lockeren Geldpolitik, was im Gegensatz zu früheren Aussagen von I ihm steht. 
Auch ist bekannt, dass er eigentlich mit Janet Yellen, der Vorsitzenden der US-Notenbank Fed, und ihrer Arbeit grundsätzlich nicht einverstanden ist. Darum war es überraschend, dass er in dem Interview ihre erneute Nominierung nicht mehr ausschloss.
Allein diese Kehrtwenden (wenn auch nur in Worten, nicht in Taten) reichten gestern aus, um den Dollar unter Druck zu setzen, wovon der Euro letztendlich profitierte.


Heizölpreisentwicklung

Die Rechnung ist einfach: Nachgebende Ölpreise und ein stärkerer Euro sorgen für niedrigere Heizölpreise vor Ostern. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet momentan im bundesweiten Durchschnitt rund 60,49 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch waren es noch 60,86 Cent.

Heute wäre also der ideale Zeitpunkt zu reagieren und sich für die Heizöllieferung zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. So sichern Sie sich ein Preisniveau, dass sich nach den Feiertagen bereits wieder deutlich verändern könnte – und dabei stehen die Chancen für kurz- und mittelfristige weitere Anstiege nicht schlecht. Denn dann sind wieder alle Marktteilnehmer aktiv und Faktoren wie die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sowie sinkende Bestände von OPEC-Ländern spielen dabei eine große Rolle.

Mit dem baldigen Heizölkauf können unsere Kunden den weiteren kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen – ganz gleich, wie diese aussehen.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie  Heizöl auf Raten oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wir wünschen unseren Kunden ein erholsames und freudiges Osterfest und sind nach den Feiertagen mit aktuellen News zum Thema Heizölpreise wieder für Sie da.