Euro nach gescheitertem Griechenland-Treffen unter Druck – Heizölpreise steigen

17. Februar 2015

Heizoelpreis gestiegen 17022015

Die Produktionsausfälle in Libyen und im Irak ließen die Ölpreise weiter steigen. Zusätzlich verteuerte der eingebrochene Euro gestern das Öl für Käufer außerhalb der USA nach einem gescheiterten Griechenland-Treffen. Auch heute werden erneut steigende Heizölpreise erwartet.

Innerhalb der OPEC wurden Preisanstiege in Betracht gezogen, da die Übersättigung des Marktes rückläufig sei. Erst gestern wurde die Ölförderung in Libyen und Irak erneut stark eingeschränkt. In Libyen ist eine Pipeline beschädigt worden, die den Exporthafen Hariga mit dem Ölfeld Sarir verbindet, wodurch Libyen nur noch Öl exportieren kann, dass sich in Lagertanks am Hafen befindet.
Im Irak kommt es zu Produktionseinschränkungen durch eine schlechte Wetterlage. Zusätzlich droht der Premierminister der autonomen Region Kurdistans damit, die Ölexporte zu stoppen, um so die Zentralregierung in Bagdad unter Druck zu setzen und somit Budgets für das Jahr 2015 ausgezahlt zu bekommen.

Der kuwaitische Ölminister und der Energieminister von Katar gehen von Preisanstiegen aus und erkennen einen möglichen Trendwechsel. Analysten erwarten jedoch, dass sich die überversorgte Marktlage kurzfristig nicht ändern wird, da die Produktion in den USA weiterhin sehr hoch ist, wodurch es auch zu einer größeren Preisdifferenz zwischen der europäischen Rohölsorte Brent und der amerikanischen Sorte WTI kommen könnte.

Heute wird vor allem die Reaktion jener Händler erwartet, die im Rahmen des gestrigen Presidents Day nicht am Marktgeschehen teilgenommen haben.

Durch den angestiegenen Rohölpreis stieg auch der Heizölpreis, was zusätzlich durch den am gestrigen Abend eingebrochenen Euro verstärkt wurde. Grund für den schwachen Euro war das gescheiterte Gespräch zwischen Griechenland und den Geldgebern der EU.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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