Heizölpreis bei 50 Cent pro Liter

4. Dezember 2015

Heizoelpreis sinkt 04-12-2015

Heizöl kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 50 Cent pro Liter. In einigen Regionen liegt der Heizölpreis bereits deutlich unter der 50 Cent Marke. Die Ölpreise sind gestern zwar etwas gestiegen, der Euro aber auch.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise sind gestern etwas gestiegen. Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 43,78 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil ist wieder über die psychologisch wichtige 400 Dollar-Marke gestiegen und liegt aktuell bei 400,25 US-Dollar pro Tonne.

Hauptsächlicher Faktor für den Anstieg der Notierungen war gestern der gestiegene Eurokurs. Der festere Euro macht das in Dollar gehandelte Öl für Investoren aus dem Euroraum günstiger, sodass das Kaufinteresse zunahm.

Der daraus entstehende Kaufdruck sorgte für Gewinnmitnahmen aus Short-Positionen. Das sind mehr oder weniger Wetten auf fallende Preise. Händler verkaufen mehr Ware als sie zukaufen, um im fallenden Markt zu einem späteren Zeitpunkt günstiger nachzukaufen und so Gewinne zu realisieren. Das steigende Kaufinteresse führt dann wiederum zu steigenden Preisen.

Heute findet in Wien das Treffen der  OPEC Mitglieder statt. Bei diesem Meeting soll die künftige Produktionsquote diskutiert werden. Eine Produktionskürzung des Kartells ist zwar theoretisch möglich, allerdings wird diese von den meisten Analysten als unwahrscheinlich erachtet.

Saudi-Arabien ist nur zu einer Kürzung bereit, wenn alle anderen Produzenten auch ihre Förderung reduzieren. OPEC Mitglieder wie der Iran sind dazu nicht bereit. Der Iran möchte seine Förderung nach Aufhebung der Sanktionen in jedem Falle wieder steigern. Auch Nicht-OPEC Produzenten wie Russland sprachen sich in jüngster Vergangenheit gegen eine künstliche Reduzierung der eigenen Fördermenge aus.

Saudi-Arabien hat zudem die Ölpreise ab Januar für seine Abnehmer in Europa und Asien zum Teil drastisch gesenkt. Das signalisiert, dass weiter um Marktanteile gekämpft wird. Das wäre mit einer Produktionskürzung unvereinbar. Zumal diese Regionen zu den ehemaligen Hauptabnehmern des iranischen Öls zählen.

Analysten versprechen sich auch unabhängig vom Ausgang des Meetings einen starken Einfluss auf die Ölpreise. Sollte die Produktion nicht gekürzt werden, würden die kommenden Ölexporte des Iran die Überversorgung weiter steigen lassen. Bei einer Kürzung würden die Ölpreise wahrscheinlich in einer ersten Reaktion deutlich anziehen.

Ein möglicher Weg wäre, die Produktion nicht zu kürzen, aber ein nächstes Treffen der OPEC Mitglieder außerhalb des normalen Halbjahres-Rhythmus anzusetzen. Das würde dem Markt signalisieren, dass die Reduzierung der Fördermenge nicht ganz vom Tisch ist und die Ölpreise dadurch weniger stark belasten.

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist aktuell bei 1,0889 US-Dollar wert, drei Cent mehr als am Vortag. Im gestrigen Tagesverlauf stieg der Euro in der Spitze über 1,09 US-Dollar.

Der Eurokurs ist um rund vier Cent gestiegen, nachdem die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik weniger stark gelockert hatte als zuvor erwartet. Die Entscheidungen der EZB das Anleihenkaufprogramm zwar fortzuführen, aber nicht auszuweiten, sei eine echte Überraschung für den Finanzmarkt gewesen.

Am Nachmittag wird der US Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Der Arbeitsmarkt spielt eine entscheidende Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass die erste Leitzinsanhebung nach der Finanzkrise am 16. Dezember durch die Fed beschlossen wird. Ob der Euro sich längerfristig auf dem jetzigen Niveau halten kann, ist daher eher ungewiss.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis sinkt durch die Gewinne des Eurokurses geringfügig und befindet sich weiter auf dem tiefsten Stand seit 2009. Eine 3.000 Liter standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt nur noch 50 Cent pro Liter Heizöl. Ein weiteres Absinken unter die 50 Cent-Marke ist in der kommenden Woche durchaus möglich.

Trotzdem ist dies bereits ein günstiger Kaufzeitpunkt für Heizöl. Heizöl ist über 20 Prozent günstiger als im Vorjahr und über 15 Prozent günstiger als im Durschnitt dieses Jahres.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich auch innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.