Heizölpreis steigt wieder

Heizoelpreis gestiegen 06-10-2015

Meldungen über Bestandsknappheiten im Westen der USA sorgten im gestrigen Tagesverlauf für einen Preisanstieg bei den Ölprodukten. Hinzu kam die gesunkene Anzahl aktiver US Ölbohranlagen. Wir rechnen für heute mit einem steigenden Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Der gestrige Morgen startete bezogen auf die Ölpreisentwicklung recht wechselhaft. Auf der einen Seite gab es die stark gesunkene Anzahl der US Ölbohranlagen und die Gesprächsbereitschaft Russlands mit der OPEC. Beides stützte den Ölpreis. Dem gegenüber standen aber das gesunkene Preisniveau Saudi-Arabiens und eine gestiegene Rohölförderung in Russland, von der wir schon gestern berichteten.

Die Meldung über Knappheit bei der Produktversorgung im Mittleren Westen der USA trieb den Preis für Ölprodukte wie das amerikanische Heating Oil sowie ICE Gasoil schließlich nach oben.

ICE Gasoil verzeichnete ein deutliches Plus von fast fünf Prozent und wird am heutigen Morgen bei 470 US Dollar notiert. Der europäische Ölpreis-Index Brent verzeichnete ein Plus von ca. zwei Prozent. Aktuell liegt der Preis bei 49,40 US Dollar je Barrel. Damit ist Brent etwa einen Dollar teurer als gestern.

Im Mittleren Westen der USA würden die aktuell laufenden Wartungsarbeiten an den Raffinieren nun Auswirkungen zeigen. Die Versorgung sei im Landesinneren schwieriger, da man, nicht wie an der Küste, auf Importe zurückgreifen könnte.

Zudem gebe es weitere unplanmäßige Abschaltungen. Dies in Verbindung mit den Wartungsarbeiten führe regional zu Engpässen und wirke sich preistreibend auf den Preis für Ölprodukte aus.

Der erneute Rückgang der aktiven US Ölbohranlagen habe an den Märkten den Eindruck erweckt, die Ölproduzenten würden kapitulieren und weitere Investitionen streichen. Trotzdem rechnen Analysten nicht mit einem nachhaltigen Preisanstieg. In vielen ölproduzierenden Ländern hat die nationale Währung gegenüber dem US Dollar an Wert verloren. Deshalb könnten Produzenten selbst mit dem niedrigeren Preis für Öl relativ gute Erträge einfahren, da Öl in US Dollar gehandelt wird. Umgerechnet in die nationalen Währungen ergibt sich dementsprechend für die Produzenten ein höherer Verkaufspreis.

Im Hinblick auf das kommende Jahr wird damit gerechnet, dass die bestehende Überversorgung präsent bleibt. Einen starken Einfluss könnte China haben. Chinas Wirtschaft weist aktuell die geringste Zuwachsrate seit 20 Jahren auf. Jedoch war das Land in den letzten Jahren maßgeblich für das Ölnachfragewachstum verantwortlich. So erwarten Analysten, dass es noch länger dauern werde, bis das Überangebot abgebaut sei.

Weiterhin bleiben der Verdrängungskampf der OPEC, das kommende iranische Öl und die mögliche Aufhebung des US Rohölexportverbots bestimmende Faktoren für die Ölpreisentwicklung.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs liegt aktuell mit 1.1192 US Dollar etwas unter der 1.12 Dollar Marke. Um diese herum bewegt er sich weiterhin.

Der Eurokurs startet heute zwar ähnlich wie gestern, jedoch sorgen die Spekulationen über den Zeitpunkt der Zinsanhebung in den USA wieder für ein Auf und Ab beim Dollarkurs. Die am Freitag veröffentlichten schwachen Daten zum US Arbeitsmarkt lassen eine Zinsanhebung noch in diesem Jahre eher unwahrscheinlich werden.

Die Zinsanhebung würde den Dollar stützen, den Euro folglich schwächen. Da Öl in Dollar gehandelt wird, verteuert ein schwächerer Eurokurs das Öl für Händler außerhalb der USA. In Folge dessen könnte es zu einem Preisanstieg für Heizöl in Deutschland kommen.

Heizölpreisentwicklung

Heute kostet eine 3000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 56,27 Euro pro 100 Liter. Damit ist der Preis im Vergleich zu gestern um etwa 40 Cent je 100 Liter gestiegen.

Durch die stark zunehmende Nachfrage nach Heizöl kann es regional zu längeren Lieferzeiten kommen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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