Heizölpreis hält sich auf 2-Monats-Tief

12. Juli 2016

Heizoelpreis-gleich-120716

Der Heizölpreis liegt auch heute unter 50 Cent pro Liter, der tiefste Stand seit Anfang Mai. Das Aufwärtspotenzial der Ölpreise bleibt angesichts der steigenden Aktivität in der US-Ölindustrie und einer zunehmenden OPEC-Produktion begrenzt. Auch der Eurokurs konnte sich zuletzt wieder festigen.

Ölpreisentwicklung

Aufgrund der steigenden Aktivität der US-Ölindustrie gehen viele Marktteilnehmer mittelfristig von Produktionsanstiegen aus. Auch die Erwartung auf eine geringere chinesische Nachfrage nach Rohöl spricht für einen niedrigeren Ölpreis zum Jahresende.

Trotz der saisonal bedingt stärkeren Nachfrage sind die Produktbestände in mehreren Ländern derzeit vergleichsweise hoch. Wenn die beiden größten Öl-Importländer USA und China in der Folge geringere Mengen nachfragen, könnte das eine weitere Senkung der Ölpreise zur Folge haben.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 46,60 US-Dollar je Barrel gehandelt. Der Ölpreis Brent liegt damit über zehn Prozent unter dem Jahreshoch im letzten Monat.

Auch ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, verzeichnet zum Beginn der Woche nur einen geringen Anstieg und wird für rund 411 US-Dollar je Barrel gehandelt.

In den letzten Wochen hatte eine vergleichsweise hohe chinesische Nachfrage nach Rohöl den Ölpreis gestützt. Mittlerweile vermuten Marktteilnehmer jedoch, dass die Volksrepublik bald deutlich weniger Öl kaufen wird.

In den USA und eben auch in China haben die Raffinerien in den letzten Wochen mehr Rohöl zu Produkten verarbeitet, als notwendig war um die im Sommer ansteigende Nachfrage zu bedienen. Deshalb sprechen Experten zunehmend davon, dass der Markt für Produkte überversorgt sei.

Zusätzlich zum üblichen Rückgang der Nachfrage am Ende des Sommers könnte diese Überversorgung ein signifikanter Faktor für sinkende Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte sein.

Derzeit warten viele Marktteilnehmer zunächst allerdings auf die Veröffentlichung der Monatsberichte der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und des amerikanischen Amts für Energiestatistik (EIA) im Verlauf des heutigen Tages. Diese könnten für die Ölpreisentwicklung im weiteren Wochenverlauf richtungsweisende Impulse liefern.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist im Vergleich zum Vortag fast unverändert. Derzeit kostet ein Euro rund 1,112 US-Dollar. Für die Entwicklung des Wechselkurses richtungsweisende Konjunkturdaten gab es gestern keine.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, würde ein steigender Eurokurs bedeuten, dass die Öl-Importe für den Euroraum günstiger werden.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aktuell rund 49,57 Euro pro Liter 100 Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis weiter unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder wieder ansteigt.

In den letzten Wochen folgte auf einen Rückgang der Ölpreise stets eine Gegenbewegung. Wer sicher gehen will, sollte daher jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge im Herbst zu spekulieren.

Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?