Heizölpreis sinkt leicht

Heizoelpreis sinkt 190516

Der Heizölpreis sinkt heute leicht, zeigt aber weiterhin kaum Anzeichen für eine deutlichere Abwärtsbewegung. Die Ölpreise sind nach überraschenden Bestandsaufbauten in den USA leicht gesunken. Gleichzeitig verliert aber der Euro gegenüber dem US-Dollar.

Ölpreisentwicklung

Trotz einer geringen Preissenkung von etwa einem US-Dollar behalten die Ölpreise eine feste Tendenz. Auf der einen Seite sind die US-Rohölbestände entgegen den Erwartungen gestiegen, aber auf der anderen Seite dauern die Produktionsausfälle in Kanada, Nigeria und Libyen weiter an.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 47,86 US-Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt heute Morgen bei 429 US-Dollar je Tonne.

Bei der Beschreibung der aktuellen Marktlage sprechen mehrere Analysten aktuell von einer Unterversorgung. Die Ursache dafür sind die Produktionsausfälle in verschiedenen Ländern weltweit.

So hat beispielweise Kanada seit inzwischen fast zwei Wochen mit den Waldbränden und deren Folgen zu kämpfen. Zwar sind die Ölförderanlagen größtenteils ohne Schäden durch die Flammen geblieben, jedoch ist die generelle Infrastruktur in den betroffenen Regionen stark beschädigt.

Marktteilnehmer schätzen die fehlende Menge aus Kanada auf etwa eine Million Barrel pro Tag, betonen jedoch, dass dieser Ausfall lediglich temporär sein wird.

Ebenfalls stützende wirken die Produktionsausfälle in Nigeria, aufgrund der anhaltenden Angriffe von militanten Gruppen auf die dortige Ölproduktion. In Libyen wurden weite Teile der Exporte gestoppt.

Desweiteren wurden gestern Abend die amerikanischen Ölbestandsdaten vom amerikanischen Energieministerium  (DOE) veröffentlicht. Trotz einer gestiegenen Raffinerieauslastung sind die Rohölbestände entgegen der Erwartungen der Marktteilnehmer angestiegen und das bei einer ungefähr gleichen Importmenge.

Gleichzeitig sind aber die Produktbestände geringer ausgefallen als zunächst angenommen wurde, begründet durch einen leichten Anstieg der Nachfrage. Aus diesen Gründen rechnen Marktteilnehmer derzeit eher mit gleichbleibenden Ölpreisen

Entwicklung Eurokurs

Der Euro/Dollarkurs behält seinen fallenden Trend dieser Woche bei. Ein Euro liegt aktuell wieder bei knapp 1,12 US-Dollar. 

Gemäß dem gestern veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed, deutet einiges darauf hin, dass diese noch im Juni eine Zinserhebung umsetzen möchte. Der dadurch gestärkte US-Dollar verteuert die Ölpreise für europäische Abnehmer. Bei den Heizölpreisen ergibt sich daher, trotz der gesunkenen Ölpreise, kein signifikanter Preisnachlass.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt momentan knapp unter 52 Cent pro Liter Heizöl. Zum Ende dieser Woche deutet kaum etwas auf weitere drastische Anstiege des Heizölpreises hin. Auf der anderen Seite sind aber auch signifikante Preisnachlässe eher unwahrscheinlich.

Schwankungen von ein bis zwei Cent pro Liter Heizöl sind aber immer möglich. Wir empfehlen daher unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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